29.06.2022

Herz-Mariä-Sühnesamstag - Rosenkranz in Mainz


Der nächste Samstag — 2. Juli — ist der erste Samstag im Monat und somit Herz-Mariä-Sühnesamstag, wie von der Muttergottes in Fatima die ersten Samstage eines jeden Monats bezeichnet wurden. Sie wünschte an diesen Samstagen das Gebet des Rosenkranzes, fünfzehnminutigen Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse, sowie Beichte und Kommunion zur Sühne für die Beleidigungen, die von den Menschen dem Unbefleckten Herzen Mariens zugefügt werden.




Um diese Sühne auch öffentlich zu leisten, beten wir jeden ersten Samstag um 16 Uhr einen Rosenkranz in Mainz, am Marienbrunnen
(Marienplatz,
Dom Nordseite)



Herzliche Einladung!


23.06.2022

Die wundertätige Ikone der Gottesmutter von Mariupol




Die Ikone der Gottesmutter von Mariupol (von Bakhcysaray) ist der Legende nach auf der Krim in der Nähe der Stadt Bakhcysaray erschienen. Neben dem oben genannten Namen hatte die Ikone noch weitere Namen, nämlich: Panagia, die Ikone der Gottesmutter von der Krim. Früher befand sich diese Ikone in der Skita (gr. σκήτες, skete) der Mariä Himmelfahrt, die sich in der Bergschlucht am Rande der Stadt Bachtschysaray befand.

Der Legende nach erschien die Ikone in der Nähe von Bakhcysaray auf der Krim als Antwort auf die Gebete der Einwohner an die Mutter Gottes um Befreiung von einer Riesenschlange, die Menschen und Tiere verschlang. Eines Tages sahen die Bewohner eine brennende Kerze an einer Stelle, an der es unmöglich war, hinaufzusteigen, weil der Berg zu steil war; also hauten sie Stufen in den Stein, stiegen hinauf zu der Stelle, an der die Kerze brannte, und fanden das Bild der Heiligen Mutter Gottes mit einer brennenden Kerze davor. In der Nähe wurde eine besiegte und zerschmetterte Schlange gefunden.

Später begannen die Griechen und insbesondere die Genueser, die in Phäodosia lebten, diesen Ort zu besuchen, um die heilige Ikone der Jungfrau zu verehren. Die Ikone von Bachtschissaray wurde von Christen, Griechen, Genuesen und muslimischen Tataren verehrt. Selbst die Krim-Khane brachten der Ikone nach erfolgreichen Feldzügen oft Opfergaben dar. Die Ikone von Mariupol (Bakhcysaray) gehörte zu den Wachsmastik-Ikonen, was auf ihr Alter und ihren byzantinischen Ursprung hindeutet. Die Zeit ihrer Entstehung wird zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert datiert.

Der Standort der Marienikone in der Kirche der Mutter Gottes in Mariupol ist seit dem 17. Jahrhundert belegt. Zur Verzierung der Ikone wurden verschiedene Gewänder entworfen. Eine davon, die auf der Krim hergestellt wurde, trug die griechische Inschrift: «Δεήσις πάντων τών ευσεβών χριστιάνων σια σια ώνδραμινς καὶ επιστασος χώρα έν έν χώρα χώρα Μαριεν κατα κονντων 1774 απριλιον 20»  („Das Gebet aller frommen Christen mit dem Beistand und Eifer der Einwohner der Stadt Maria am 20. April 1774“). Später schmückte dieses Gewand (ryza) die Kopie der Ikone. Das Gewand der Ikone war mit Edelsteinen, Diamanten und Perlen geschmückt.

Anderen Aufzeichnungen zufolge wurden die Krimgriechen 1778, zur Zeit des letzten Metropoliten von Gotha, des heiligen Ignatius Gazadini (Γεζεδινος), von der Zarin ins Exil geschickt und brachten die Ikone in die neue Stadt Mariupol, wo sie sich seit 1780 in einer eigens für sie errichteten Holzkirche zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter befand.



Das Denkmal des Metropoliten Ignatius
 mit der Ikone

1848 wurde die Ikone der Gottesmutter von Mariupol (Bakhcysaray) durch ihre Wunder während der Choleraepidemie berühmt. Ab 1887 wurde die Ikone in die steinerne Mariä-Entschlafens-Kirche gebracht, wo sie in einem Ikonenschrein auf der linken Seite des Altars aufgestellt wurde. Doch der Schutz der Gottesmutter blieb an dem Ort, an dem die Ikone erschien. Dank der Bemühungen des Erzbischofs Inocentius von Cherson wurde der Wiederaufbau des Klosters Bakhcysaray im Jahr 1850 abgeschlossen. Am 15. August, dem Tag der Mariä Himmelfahrt und der Wiedereröffnung des Klosterkomplexes, kamen die Menschen hierher, um die Kopie der wundertätigen Ikone der Mutter Gottes zu verehren.


Im Jahr 1936 wurde die Kirche von den sowjetischen Behörden zerstört und an ihrer Stelle eine Schule gebaut. Die Ikone ist verschwunden und ihr Standort ist bis heute unbekannt. Heute gibt es in Mariupol nur noch Kopien dieser Ikone in der Nikolaus-Kathedrale und in der Tscherjomuschki-Kirche.

 

Aus dem Italienischen übersetzt mit Hilfe von DeepL/Übersetzer (kostenlose Version)

Quelle: https://www.corrispondenzaromana.it/notizie-dalla-rete/licona-miracolosa-della-madre-di-dio-di-mariupol/

Eingesehen am 3.6.2022

Bilder aus der angegebenen Quelle 

16.05.2022

 16. Mai - Sonne Dich - die tägliche Meditation von P. Max Dudle SJ


"Siehe da deine Mutter!" Jesus.

Gebet zur Gottesmutter

Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Laß mich ganz dein eigen sein:
Dein im Leben und im Tod,
Dein in Unglück, Angst und Not,
Dein in Kreuz und bittrem Leid,
Dein für Zeit und Ewigkeit!
Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Laß mich ganz dein eigen sein!

Mutter, auf dich hoff' und baue ich,
Mutter, zu dir ruf' und seufze ich,
Mutter, du Gütigste, steh mir bei,
Mutter, du Mächtigste, Schutz mir leih!
O Mutter, so komm, hilf beten mir!
O Mutter, so komm, hilf streiten mir!
O Mutter, so komm, hilf leiden mir!
O Mutter, so komm und bleib bei mir!

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!
Du willst mir ja helfen, o Gütigste!
Du mußt mir nun helfen, o Treueste!
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste!
O Mutter der Gnaden, der Christen Hort!
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier!

Wer hat je umsonst deine Hilf' angefleht?
Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet
Drum ruf’ ich beharrlich in Kreuz und Leid:
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit.
Ich ruf' voll Vertrauen im Leiden und Tod:
Maria hilft mir in jeglicher Not.
So glaub' ich und lebe und sterbe darauf:
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.


Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Laß mich ganz dein eigen sein:
Dein im Leben und im Tod,
Dein in Unglück, Angst und Not,
Dein in Kreuz und bittrem Leid,
Dein für Zeit und Ewigkeit!
Jungfrau, Mutter Gottes mein!
Ich lade dich zur Sterbstund' ein! Amen.


Tagesheilige: Hl. Johannes von Nepomuk, Patron für das rechte Reden und Schweigen. Zu Prag in Böhmen war der heilige Johannes von Nepomuk Kanonikus an der dortigen Domkirche; da alle Versuche, ihn zum Verrat des Beichtgeheimnisses zu bewegen, vergeblich waren, wurde er in die Moldau gestürzt und so im Jahre 1393 der Palme des Martyriums teilhaftig.

Nachfolge Christi, 1.B. 20.K.: ”Es ist leichter, ganz zu schweigen, als sich im Reden mäßigen!”
"Wer stark in der Liebe ist, der steht fest bei Versuchungen!" 3.B. 6.K.

Sankta Maria, Mutter und Magd, dir sei meine Not geklagt.

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Marienmonat Mai: Im Mai 1917 erschien Maria den drei Hirtenkindern. Lesen Sie die ganze Geschichte über Fatima. 

Klicken Sie hier.

01.05.2022

 

1. Mai - Sonne Dich - Tägliche Meditation von P. Max Dudle

"Siehe, ich bin die Magd des Herrn!" Luk. 1, 38.

Maimonat - der Weihemonat der Jungfrau und Mutter Maria, die um ihr Haupt einen Kranz von Sternen trägt und zu deren Füßen die schönsten Blumen der Erde blühen. -
Sie hat dereinst ein Wort gesprochen, in dem alles liegt:
"Siehe, ich bin die Magd des Herrn ...!"
Blick auf, meine Seele, zu den Sternen der Sternenumglänzten, der Blumenumkränzten und sprich ihr dann langsam nach , als sprächest du Konsekrationsworte, die dein Wollen umwandeln: "Siehe, mein Gott und mein Schöpfer, ich bin nur deine Magd; durch mich und an mir geschehe nichts als dein heiliger Wille!" -
Hl. Bernhard: "Wer kann leben, ohne Maria zu lieben, und wer kann lieben, ohne immerfort an sie zu denken?" Die öftere Erinnerung an Maria weckt die Liebe zu ihr; die Liebe kann wiederum nicht bestehen ohne das Andenken an den Gegenstand der Liebe."
Daher sagt der hl. Bonaventura: "Denke jeden Augenblick an die Mutter und rufe sie an!"
"Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen,
O segne seinen Anbeginn und uns zu deinen Füßen!"

Lege deine Maiblüte - einen guten Vorsatz - auf den Maialtar.
Die schönste Maiandacht: Vollziehe alle deine Pflichten, die des Standes und Berufes, als Arbeiter oder Handwerker oder Bauer, als Familienvater oder Gatte oder Sohn, während des ganzen Monats mit musterhafter Treue. Verrichte deine Gebete und religiösen Übungen Tag für Tag mit Eifer, Andacht und Gewissenhaftigkeit.
Suche wenigstens einen Fehler während des Marienmonats abzulegen oder doch seltener zu begehen und verbinde mit diesem Kampf eine kleine Entsagung, ein freiwilliges Opfer zu Ehren deiner himmlischen Mutter.
Das ist die schönste Maiandacht, das sind unverwelkliche Maiblüten.


Tagesheilige: Fest des heiligen Josef des Arbeiters, Bräutigams der sel. Jungfrau Maria.
Aus den Akten Papst Pius XII.: "Um die Würde der menschlichen Arbeit und die Grundsätze zu deren Gestaltung allen besser einzuprägen, setzte Papst Pius XII. das Fest des heiligen Josef des Arbeiters ein, daß er allen Arbeitern Vorbild und Beschützer sei. An diesem Beispiel mögen sie lernen, wie und in welchem Geist sie ihre Werke verrichten sollen, damit sie dem Urauftrag Gottes gemäß die Erde bebauen und zur wirtschaftlichen Blüte beitragen und zugleich den Lohn des ewigen Lebens erlangen. Und sicher wird der besorgte Beschützer der Heiligen Familie von Nazareth seine Berufskollegen beschützen und ihre Häuser vom Himmel her segnen. Und es trifft sich gut, daß der Papst dieses Fest am 1. Mai feiern läßt, am Tag der Arbeiter. Denn so kann man hoffen, daß dieser Tag, der dem heiligen Josef, dem Mann der Arbeit, geweiht ist, von nun an nicht mehr zu Haß und Streit aufstachelt, sondern jährlich alle einlädt, mehr und mehr zum sozialen Frieden beizu­tragen,und die Staatsmänner anspornt, die rechte menschliche Gesellschaftsordnung zu verwirklichen.

Nachfolge Christi, 1.B. 25.K.: "Du wirst im Guten nur so viele Fortschritte machen, als du dir selbst Gewalt antust!"
Denk an die Mutter!

07.03.2022

Das andere Fasten




Vielleicht sagst Du jetzt: Mit dieser Art zu fasten weiß ich mir nichts anzufangen. Und doch willst Du vielleicht den Freitag beziehungsweise die Fastenzeit in ehrlicher Weise verbringen. Du hast recht. Gott hat im Alten Testament tatsächlich noch einen anderen, zweiten Weg des Fastens gezeigt.

Beim Propheten Jesaja spricht Gott von jenem Fasten, das er liebt. Er sagt dort: „Ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden, und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.“


Das Fasten, das Gott hier zeigt, heißt also: Wir sollen uns lösen von all dem, was uns hindert auf unserem Weg zu Gott. Also „fasten“ von unserer Sünde; von all dem Unrecht, das wir tun; uns frei machen aus der Umklammerung unserer unbeherrschten Triebe; „fasten“ von all der Hetze, die uns keine Zeit mehr lässt für Gott; fasten von dem oberflächlichen Leben.

Von dieser Form des Fastens spricht die moderne Fastenordnung. Da sollst auch Du fasten von so manchem Vergnügen, von Tanz, Kino und Fernsehen; fasten von all der Welt, die Dich lockt und und umgarnt, so dass Du für Deinen Gott kaum ein Vaterunser zu erübrigen vermagst. Die Fastenzeit und die Fasttage am Freitag, das sind große Angebote Gottes; Gnaden, durch die er uns den Weg zu sich bereiten will. Ob wir dieses Angebot nützen werden?

Die büßende Maria Magdalena


Quelle: Die 10 Gebote Gottes – Dr. Herbert Madinger – Auflage 1992 – Erzdiözese Wien – Katholische Glaubensinformation

02.02.2022

Zum Fest Maria Reinigung



„Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht“ (Mal 3,1)
  
Heute bringt die jungfräuliche Mutter den Herrn des Tempels in den Tempel des Herrn. Auch Josef bringt dem Herrn diesen Sohn dar, der nicht sein Sohn ist, sondern der geliebte Sohn, an dem Gott Gefallen gefunden hat (Mt 3,17). Simeon, der Gerechte, erkannte den, den er erwartete; Hanna, die Witwe, preist ihn. Eine erste Prozession wird an diesem Tage von diesen vier Menschen gehalten, eine Prozession, die in der Folge vom ganzen Erdkreis freudig gefeiert werden sollte [...] Wundert euch nicht darüber, dass diese Prozession so klein ist. Es ist ja auch der, den der Tempel aufnimmt, ganz klein. Aber es ist kein Sünder dabei: alle sind gerecht, heilig, vollkommen. 

Wirst du nur diese retten, Herr? Dein Leib wird wachsen, deine Liebe auch [...] Jetzt sehe ich eine zweite Prozession, in der Menschenmassen dem Herrn vorangehen, Menschenmassen ihm folgen. Nicht mehr die Jungfrau trägt ihn, sondern ein kleiner Esel. Er weist ja keinen zurück [...] wenn nur die Kleider der Apostel nicht fehlen (vgl. Mt 21,7): ihre Lehre, ihr Lebenswandel, ihre Liebe, die viele Sünden zudeckt (1 Petr. 4,8). Aber ich gehe noch weiter und sage, dass er auch uns einen Platz in dieser Prozession reserviert hat [...] David, der König und Prophet war, hat sich gefreut, diesen Tag zu erleben. „Er sah ihn und freute sich“ (Joh 8,56); hätte er sonst gesungen: „Wir gedenken deiner Huld in deinem Tempel“? (vgl. Ps 47(48),10). David hat diese Gnade des Herrn empfangen, Simeon hat sie empfangen, auch wir haben sie empfangen, und alle, die zum Leben berufen sind, denn „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebr 13,8) [...] 

Lasst uns also diese Gnade, die wir im Tempel empfangen haben, festhalten und wie die selige Hanna, den Tempel nicht verlassen. Denn der Apostel Paulus sagte: „Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr“ (1 Kor 3,17). Diese Gnade ist uns nahe; „das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen (vgl. Röm 10,8). Wohnt Christus denn nicht durch den Glauben in euren Herzen? (Eph 3,17). Da ist sein Tempel, sein Thron [...] Ja, in unseren Herzen empfangen wir die Gnade, in unseren Herzen wohnt Christus, in unseren Herzen flüstert er uns, seinem Volk, seinen Heiligen, allen, die auf die Sprache ihres Herzens achten, Worte des Friedens zu. 



Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer 
1. Predigt über die Reinigung 

Quelle: EVANGELIUM TAG FÜR TAG 2. Februar 2014

06.01.2022

„Komm, Jesuskind, komm!““


Dies ist die Geschichte eines wunderbaren Ereignisses, das wenige Tage vor Weihnachten 1956 im kommunistisch besetzten Ungarn stattfand. Die Geschichte kam zu uns durch einen Pater Norbert, ein Pfarrer in Budapest, der später in den Westen flüchtete.
Gertrude war eine verbissene militante Kommunistin, die in einer Mädchenschule Grundschullehrerin war. Sie machte es zu ihrer Aufgabe zu versuchen, den katholischen Glauben ihrer Schüler auszutreiben und verpasste keine Gelegenheit, entweder ihren Glauben zu verspotten oder sie in der marxistischen Propaganda geschickt zu indoktrinieren.
Eine besonders fromme Schülerin, Angela, eine intelligente, kleine Anführerin, bat P. Norbert, ihr die heilige Kommunion täglich zu geben, um ihr zu helfen, unter der ständigen Verfolgung ihrer Lehrerin standzuhalten.
„Sie wird dich noch schlimmer verfolgen“, warnte P. Norbert, aber die Zehnjährige bestand darauf, dass sie Jesus mehr denn je brauche.
Gertrude, die sich sicher war ab diesem Tag etwas Ungewöhnliches zu verspüren, begann nun eine wahre psychologische Folterkampagne.
Am 17. Dezember entwarf die Schullehrerin einen grausamen Trick, um einen tödlichen Schlag gegen das, was sie als „alten Aberglauben, der die Schule verpestete“ zu verüben.
Mit süßer Stimme fing sie an, den Kindern den atheistischen Materialismus beizubringen und argumentierte, dass nur Dinge existieren, die man sehen und berühren kann. Um das zu veranschaulichen, bat sie Angela, aus dem Klassenzimmer zu gehen. Dann bat sie das ganze Klassenzimmer Angela zu hereinrufen: „Angela, komm herein!“ riefen die Mädchen einstimmig.
Angela trat befremdet ein, vermutete aber eine Falle.
„Seht ihr, Mädchen“, schmeichelte Gertrude, „weil Angela eine lebendige Person ist, jemand, den wir sehen, hören und berühren können, wenn wir sie anrufen, hört sie uns. Aber nehmen wir an ... wir sollten das Jesuskind anrufen, an dem einige von euch glauben ... glaubst ihr, er würde euch hören?“
Tiefes Schweigen machte sich im Klassenraum; dann sagten einige Stimmen schüchtern,
„Ja wir glauben schon“.
„Was ist mit dir, Angela“, fragte die Lehrerin.
Nun verstand Angela. Sie erwartete eine Falle, aber doch nicht eine so schreckliche. Dennoch antwortete sie mit leidenschaftlichem Glauben,
"Ja! Ich glaube, dass er mich hören wird! "
Jetzt lachte Gertrude laut und lang. Dann drehte sie sich zur Klasse und forderte sie triumphierend auf:
„Gut! Dann ruft ihn!“
Schweigen.
Die Argumente der Kommunistin waren nicht völlig ineffektiv gewesen.
Plötzlich eilte Angela nach vorne, stellte sich vor die Klasse, ihre Augen glänzten. Vor ihren Klassenkameraden schrie sie,
„Hört Mädchen, wir werden ihn rufen! Lasst uns alle zusammen laut rufen: Komm, Jesuskind!“
Alle Mädchen sprangen auf und fingen an zu rufen: „Komm, Jesuskind, komm, Jesuskind...“
Gertrude war erschrocken. Sie hatte diese Reaktion nicht erwartet.
Aber die Mädchen riefen weiter. Es war jetzt eine Aura der erwartungsvollen Hoffnung um die kleine Anführerin.
Als die Vorfreude den Höhepunkt erreichte, öffnete sich die Klassentür lautlos, eine intensive Helligkeit war zu sehen, die dann in das Klassenzimmer sanft einfiel und wie das Licht eines großen, milden Feuers anstieg. Inmitten dieser Pracht war eine Kugel, die in noch hellerem Licht leuchtete.
Als die Mädchen und die Lehrerin wie angewurzelt da standen, öffnete sich der Globus und es erschien ein wunderschönes Kind, mit einem prächtigen Mantel bekleidet. Sein Lächeln war entzückend, als die kleinen Mädchen ihm zulächelten, in vollkommenem Frieden und Freude. Dann schloss sich die Kugel sanft, und verschwand durch die Tür.
Die Kinder starrten immer noch gierig zur Tür, als sie durch einen schrillen Schrei wieder auf die Erde zurückgerissen wurden.
„Es ist gekommen!“, schrie die erschrockene Lehrerin, „Es ist gekommen....“ Und sie floh weg durch den Flur.
P. Norbert befragte die kleinen Mädchen eins nach dem anderen, jedes für sich. Er bezeugte unter Eid, dass er nicht den geringsten Widerspruch in ihren Berichten fand.
Was Gertrude angeht, wurde sie in eine Psychiatrie eingeliefert. Der ungeheure Schock der Erscheinung beeinträchtigte ihren gottlosen Geist, und sie hörte nie auf zu wiederholen: „Es ist gekommen, es ist gekommen!“


Quelle: https://www.americaneedsfatima.org/Miracles/come-infant-jesus.html

26.12.2021

Des Christkinds lächeln



In der Kirche Aracoeli in Rom gibt es ein weitberühmtes Jesuskind. In der Weihnachtszeit wallfahrtet das ganze Rom, jung und alt, den Kapitolsberg hinauf zur Kirche, um das Bambino, das Gotteskind, anzuschauen und zu verehren. Man sagt, dieses Jesuskind würde jedem, der es vertrauensvoll anblickt, goldene Himmelsfreude in die Seele streuen. Keiner könne traurig von ihm weggehen, nachdem er ihm ins Angesicht gesehen, auch wenn er eine Zentnerlast von Sorgen die Treppe heraufgeschleppt hätte.

Prozession an der Santa Maria in Aracoeli in Rom, Oswald_Achenbach (1827-1905)

Es ist das nicht nur ein frommer Glaube des römischen Volkes. Ist es nicht in der Tat so, dass keiner ungetröstet das Gotteskind in der Krippe verlässt? Wie sollte nicht die dichteste Nebelwand weichen, wenn aus den Augen des Jesuskindes ein ganzer Himmel von Reinheit und Schönheit, von Güte und Liebe, von Erbarmen und Helferwillen uns entgegenstrahlt! Da kann man verstehen, wie der hl. Franz von Assisi seine schönsten Lieder aus überfrommem Herzen dem Gotteskind in der Krippe zugejubelt hat. Bitten wir das göttliche Krippenkind:

Schenk uns dein Lächeln in der kalten Zeit
Verblendeter Maschinen; der getürmten
Städte, die ohne Freude wachsen! —
Schenk uns dein Lächeln, Kind, dass wir erwarmen,
In deinen Augen wieder Heimat finden ...

Quelle: Alphons Maria Rathgeber, „Kirch und Leben“ – Ein Buch von der Schönheit und Segenskraft der Kirche. Verlag Albert Pröpster, Kempten im Allgäu, 1956.
Bild Bambino: http://www.romaincamper.it/approfondimenti/chiese/aracoeliS.html
Bild Kirche: http://www.sguardosulmedioevo.org/2013/10/basilica-di-santa-maria-in-aracoeli.html 

21.12.2021

Tagesheilige - 9. Dezember: Hl. Juan Diego


Hl. Juan Diego
Mystiker
* um 1474 in Cuautlithán bei Tenochtitlan, dem heutigen Mexiko-Stadt in Mexiko 
† 30. Mai 1548

Der Indianerjunge Cuauhtlatohuac wurde in der Tradition seines Volkes, der Chichimecca erzogen, er gehörte der großen Gruppe der einfachen Indianer an. 1521 besiegte der Spanier Hernán Cortéz die Azteken, die Christianisierung des Landes begann, die Missionsarbeit hatte aber nur geringen Erfolg. Schon 1524 wurde Cuauhtlatohuac zusammen mit seiner Frau — möglicherweise vom Franziskaner-Missionar Toribio von Benevent — getauft und erhielt den Namen Juan Diego, seine Frau den Namen Maria Lucia. 1529 starb seine Frau. Juan Diego erfuhr im Dezember 1531 vier Tage lang eine Erscheinung der Gottesmutter Maria auf einem Hügel nahe Mexiko-Stadt, auf dem zuvor ein Heiligtum der Azteken-Göttin Tonantzin, (eine Muttergottheit) gestanden hatte, das von den spanischen Eroberern zerstört worden war: Er sah eine leuchtende Wolke, umrahmt von einem Regenbogen, Harfenklang und Engelsgesang drang an sein Ohr, Wohlgeruch erfüllte seine Nase, vor ihm stand eine schöne, dunkelhäutige Frau, gekleidet wie eine Aztekenprinzessin, die sich ihm als die immerwährende heilige Jungfrau Maria, die Mutter des wahren Gottes, von dem alles Leben kommt, vorstellte. Sie beauftragte ihn in seiner Indianersprache Nahuatl, den Bischof in ihrem Namen um den Bau einer Kirche an dieser Stelle zu bitten.
Bischof Zumárraga, ein Franziskaner, blieb skeptisch; Maria erschien Juan Diego ein zweites Mal und sandte ihn wieder zum Bischof; der verlangte nun Beweise. Da erschien Maria dem Indianer ein drittes Mal mit dem Versprechen, dem Verlangen des Bischofs zu folgen. 
Tags darauf, bei der vierten Erscheinung auf dem Hügel Tepeyac, wuchsen auf dem schneebedeckten Hügel Rosen, Juan Diego sammelte sie und brachte sie in seinem Umhang zum Bischof; als er den Matel öffnete, um dem Bischof die Rosen zu geben, war auf dem Mantelfutter die Gestalt der Jungfrau Maria zu sehen; nun war er überzeugt. Noch am selben Tag wurde der todkranke Onkel von Juan auf wundersame Weise geheilt; in einer letzten Erscheinung teilte Maria Juan mit, sie wolle als Heilige Maria, Jungfrau von Guadalupe, angerufen werden. Noch 1531 wurde an der Stelle der Erscheinungen eine Kapelle errichtet und darin der Umhang Diegos mit dem Abbild der Jungfrau Maria als Gnadenbild aufgestellt, das schnell zum Ziel vieler Pilger wurde. Nun bekehrten sich viele Indianer zum Christentum. Juan Diego lebte bis zu seinem Tod in dieser Kapelle als Büßer und Beter, auf besondere Erlaubnis seines Bischofs durfte er dreimal wöchentlich die Eucharistie empfangen.
Ab 1695 wurde an der Stelle der Marienerscheinung eine große Basilika erbaut. 1745 erkannte der Vatikan das Wunder an. Bis heute sind Juan Diego und die Jungfrau von Guadelupe von höchster Bedeutung für die Katholiken in Lateinamerika, Guadelupe ist mit rund 14 Millionen Pilgern jährlich der meistbesuchte römisch-katholische Wallfahrtsort der Welt.
Papst Johannes Paul II. sprach Juan Diego auf seinen Mexikoreisen 1990 und 2002 selig bzw. heilig. 
Die Bekehrungswelle, die nach dem Erscheinen des Bildes einsetzte, wird verständlich, weil das Bild den Indianern bekannte Motive aufnahm: 
• Maria erscheint umgeben von Sonnenstrahlen, aber die Sonne selbst verschwindet hinter ihr. Das sagte den Indios, die die Sonne anbeteten: Maria ist mächtiger als ihr Sonnengott. 
• Maria steht auf einer erloschenen Mondsichel: Die Mondsichel war das Bildzeichen für Quetzalcoatl, den gefürchteten Schlangengott, den man mit Menschenopfern beschwichtigte. Dieses Zeichen sagte, dass Quetzalcoatl nicht mehr länger zu fürchten ist. 
• Das Obergewand der schönen Dame ist grünlich-blau, trägt also die Farbe, die den Fürsten vorbehalten war. Und es ist geschmückt mit 48 goldenen Sternen, das bedeutet: die Frau ist mächtiger als die vielen Sterne, die die Indios als Götter verehrten. 
• Auf ihrer rosa Tunika zeichnen sich Arabesken ab, die für die Azteken das Paradies darstellten. Darunter fällt ein besonderes Zeichen auf: unmittelbar unter den Enden des Gürtelbandes befindet sich die Sonnenblume, ein wichtiges Zeichen aztekischer Mythologie. 
• vier blätterartige Rundungen, die durch einen fünften Kreis zusammengehalten werden, bedeuten den Kontaktpunkt zwischen Himmel und Erde und zugleich das Herz, das alle widerstrebenden Kräfte vereint und belebt.
Das „nicht von Menschenhand gemachte“ Bildnis gibt bis heute Rätsel auf.
Die Position der Sterne geben den genauen Tag und Stunde der Erscheinung wieder:
12. Dezember 1631, 10:36 Uhr
So berichtet der Journalist Paul Badde in seinem Buch „Maria von Guadalupe. Wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb“ (Ullstein Buchverlag, Berlin 2004), dass die Sterne auf dem Mantel Marias der Sternenkonstellation über Mexiko am 12. Dezember 1531 entsprechen und in den Pupillen der hl. Jungfrau eine Spiegelung wie in lebendigen Pupillen zu sehen ist, „die in dem Augenblick des Rosenwunders die Szene festhält“.


Quelle: www.heiligenlexikon.de
Quelle Sternenbild: http://es.slideshare.net/MarinaValdez/estudios-de-virgen-de-guadalupe