21.02.2019

Tagesheilige - 21. Februar: Hl. Germanus von Münster-Granfelden (und Randoald)



Hl. Germanus von Münster-Granfelden (und Randoald)

Abt, Märtyrer OSB
Geboren: um 610 in Trier, Rheinland-Pfalz
Gestorben: 21. Februar 675

Germanus kam als Sohn reicher Eltern um 610 in Trier zur Welt und wurde von Bischof Modaldus erzogen. Als Vater und Mutter gestorben waren, ging der 17. Jährige Germanus, nachdem er sein gesamtes Vermögen unter den Armen verteilt hatte, nach Remiremont in den Vogesen, wo er in das dortige Benediktinerkloster eintrat. Später wechselte er nach Luxeuil über und empfing die Priesterweihe. Im Jahr 640 wurde Germanus erster Abt in dem neugegründeten Kloster Granval im Münstertal in der Schweiz. Über 35 Jahre leitete er es erfolgreich.
Am 21. Februar des Jahres 675 begab sich Germanus zusammen mit dem Mönch Randoald in friedlicher Absicht zu einem Gespräch beim herrschenden Fürsten, der bis dahin ständig versucht hatte, die Mönche zu unterdrücken und sich am Kirchengut zu bereichern. Der Fürst aber lockte die beiden Männer in eine Falle und ließ sie brutal ermorden. Die Reliquien der beiden Märtyrer befinden sich in der Pfarrkirche von Delsberg (Delémont) im Kanton Bern. Dort wird auch der berühmte Abtstab von Germanus aufbewahrt. Der Gedenktag von Randoald ist ebenfalls der 21. Februar.

Darstellung: Germanus wird als Mönch oder als Abt abgebildet. Eine schöne Darstellung gibt es im Freiburger Münster; sie zeigt Germanus auf einem Glasgemälde mit Kapuze, Stab, Buch und Palme. Oft wurden Germanus und Randoald zusammen dargestellt.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattloch-Verlag

Herr, dein Wohlgefallen

 Höre nicht, was Menschen sagen,
tue ruhig deine Pflicht.
Gott wird nicht die Menschen fragen,
wenn Er dir dein Urteil spricht.

Ob mich Menschen tadeln, loben,
ob sie mich auch mißverstehen,
Herr, Dein Wohlgefallen droben
Soll mir über alles gehen.

20.02.2019

Tagesheilige - 20. Februar: Ehrw. D.G. Jordan Mai



Ehrw. Diener Gottes Bruder Jordan Mai

Mönch OFM
Geboren: 1. September 1866 in Buer, Nordrhein-Westfalen
Gestorben 20. Februar 1922 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen

Heinrich Mai wurde in Buer (heute ein Stadtteil von Gelsenkirchen) geboren. Er hatte insgesamt fünf Geschwister und wuchs in einem religiös geprägten Elternhaus auf. Nach der Schule begann er eine Lehre bei seinem Vater als Gerber und Sattler. Anschließend arbeitete er in dem väterlichen Betrieb, der auch eine Schlachterei umfasste. Über seinen älteren Bruder kam er mit dem Gesellenverein Adolph Kolpings in Kontakt und trat 1883 in diesen ein. Bald darauf wurde er in den Vorstand gewählt und übernahm weitere Ehrenämter.
Im Jahr 1886 wurde er zum zweijährigen Militärdienst nach Münster einberufen. Als Reservist musste er sich 1889 an der Niederschlagung eines Streiks auf der Zeche Graf Moltke beteiligen. Diese Erfahrung verstärkte sein soziales Engagement.
Bereits 1885 war seine Schwester Gertrud den Franziskanerinnen vom hl. Josef in Valkenburg aan de Geul beigetreten, eine weitere Schwester trat 1892 einem Orden bei. Dies ließ in Heinrich Mai den Gedanken keimen, ebenfalls einem Orden beizutreten. Da sein Vater diesem Vorhaben kritisch gegenüberstand wartete er noch drei Jahre mit seiner Entscheidung. Am 18. August 1895 trat er in das Franziskanerkloster in Harreveld (Niederlande) ein. Er wurde zum Koch ausgebildet, und sein Noviziat führte ihn nach Paderborn, Münster, Neviges und Dingelstädt. In Paderborn erhielt er seinen Ordensnamen Jordanus, und in Dingelstädt legte er am 3. September 1904 seine ewige Profess ab. In Dingelstädt war er zunächst als Koch tätig. Er litt jedoch unter einem schmerzhaften Kopfleiden und bat um Versetzung.
Am 27. Januar 1907 wechselte Bruder Jordan Mai nach Dortmund. Dort übernahm er Aushilfstätigkeiten in der Küche, Sakristei und im Pförtnerhaus. Für alle Bittsteller an der Klosterpforte war er ein „Nothelfer“. Viele suchten seinen Rat. Er sah es als seine besondere Aufgabe an, stellvertretend für sündige Menschen Sühne zu leisten.
So sprach er am 21. Januar 1922, nachdem in die Kirche seines Klosters in Dortmund eingebrochen und der Tabernakel gestohlen worden war, folgende Worte: „Für diesen Gottesraub opfere ich dem Herrgott mein Leben auf. Und heute in einem Monat wird er mich holen.“
Und genau dies geschah: Bruder Jordan Mai starb am 20. Februar 1922 friedlich. Er wurde auf dem Ostenfriedhof Dortmund beerdigt.
Die Verehrung für den Franziskaner setzte umgehend ein und ebbte nicht mehr ab. An der Übertragung der Gebeine von Jordan Mai vom Friedhof in die Franziskanerklosterkirche von Dortmund nahmen 1950 fast 100.000 Menschen teil.
Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.

Verehrung/Brauchtum: Am Todestag von Jordan Mai kommen alljährlich viele tausend Menschen in die Dortmunder Franziskanerkirche, um des Franziskanermönches zu gedenken.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag. / Wikipedia

Gedanken zum Tage


Erhebe dich, meine Seele, über alle Dinge
und suche deine Ruhe immer nur in dem
Herrn, und du wirst sie in ihm allein finden.

Thomas von Kempen (um 1380-1471), Mystiker

Quelle: Das Wort Gottes für jeden Tag

St. Benno-Verlag, Leipzig

19.02.2019

Tagesheilige - 19. Februar: Ehrw. Friedrich und Hl Bonifatius von Lausanne


Der ehrwürdige Friedrich
Abt
Gestorben: 1070

Er musste viel leiden durch ungerechte Verleumdung, überließ aber alles der göttlichen Vorsehung, die seine Unschuld und Wahrhaftigkeit glänzend rechtfertigte.
Lassen auch wir uns durch falsche Verdächtigungen nicht allzusehr niederdrücken; Gott wird früher oder später die Wahrheit doch ans Licht bringen.

Quelle: Sonne Dich – Hrsg.: DVCK e. V. - Frankfurt am Main





Hl. Bonifatius von Lausanne
Bischof von Lausanne
Geboren: um 1180 in Brüssel, Belgien
Gestorben: 19. Februar 1260 (?) in La Cambre bei Brüssel

Bonifatius stammte aus Brüssel. Er studierte ab 1199 in Paris, wo er später auch Artes Liberales und Theologie lehrte. Von 1229 bis 1231 war er Domscholaster in Köln. Nachdem sich das Domkapitel von Lausanne im Laufe von zwei Jahren nicht auf einen Kandidaten einigen konnte, ernannte Papst Gregor IX. Bonifatius 1231 zum Bischof von Lausanne. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit geriet er mehrfach in Konflikte mit dem Domkapitel und den Bürgern der Stadt. Er förderte 1234 die Niederlassung der Dominikaner in der Stadt. Der Politik Kaiser Friedrichs II. stand er feindlich gegenüber. 1245 gab er die Exkommunikation von Kaiser Friedrich II. bekannt. Als sich 1238 Bern und Murten gegen ihn verbündeten, wurde er aus seinem Bistum vertrieben und musste nach Rom fliehen. 1239 verzichtete er auf sein Bistum und zog sich in seine Heimat ins Zisterzienserkloster La-Chambre-Sainte-Marie bei Brüssel zurück, wo er nach seinem Tode 1261 bestattet wurde.
Bonifatius wurde 1603 selig und 1702 heiliggesprochen.


Quelle: Wikipaedia und http://www.heiligenlexikon.de

Die Welt wird blühen


Es wird die Welt nach Deinem Willen blüh'n,
Und immer Deiner Hände Siegel zeigen;
Die heiligen Morgenstunden werden steigen
Und aus der Nacht die klaren Sterne glühn.

Hoch wird die Freude über unsern Mühn,
Den rasch vergeß'nen, schlingen ihren Reigen;
Du hast gewollt, dass wir uns bittend neigen,
Und ließest einige ungebeugt und kühn.

Doch da sich unsre Blicke schon erhellen
Und uns die Kühle heiligen Friedens streift,
Da will das Herz auf einmal überquellen

Von einer Sehnsucht, die verzehrend schweift,
Und will von namenloser Trauer schwellen
Um Glück und Fülle, die es nie ergreift.

Quelle: Die Sonette – von Leben und Zeit,
dem Glauben und der Geschichte – Reinhold
Schneider – Verlag Jakob Hegner – Köln und Olten

18.02.2019

Tagesheilige - 18. Februar: Sel. Giovanni da Fiesole (Fra-Angelico)

Fra Angelico. Ausschnitt aus einem Gemälde seines
Schülers Signorelli in der Kathedrale von Orvieto

Fra-Angelico (Sel. Giovanni da Fiesole)

Mönch, Maler OP
Geboren 1387 in Vicchio di Mugello, Italien
Gestorben: 1455 in Rom, Italien
Patron der Christlichen Künstler

Fra-Angelico gilt als einer der bedeutendsten Maler des 15. Jh. und einer der besten Kirchenkünstler überhaupt. Im Alter von 20 Jahren war er in Fiesole dem Dominikanerkonvent beigetreten. Während seiner künstlerischen Tätigkeit schuf er ausschließlich religiöse Werke. Seine wohl berühmtesten Arbeiten sind in S. Marco in Florenz zu sehen; über 40 Fresken schmücken hier die Klosterzellen, den Kapitelsaal und den Kreuzgang; das Museum und die Akademie enthalten weitere Gemälde des auch „Beato Angelico“ genannten Kirchenmalers. Weitere schöne Werke gibt es in der Kapelle von Nikolaus V. im Vatikan in Rom.
Fra Angelico bei der Arbeit im Kloster San Marco,Otto Knille, 1863
Fra-Angelico wurde in der Kirche S. Maria sopra Minerva in Rom beigesetzt. Das Grabmal existiert bis heute.
Seligsprechung 1982.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

Die menschliche Boshaftigkeit

Die menschliche Boshaftigkeit
und die Andacht zur Muttergottes

Nach der Erbsünde wurden die Boshaftigkeit und das Elend des Menschen zu unauslöschbaren Zügen seiner verdorbenen Natur.
Hätten wir davon echte Kenntnis, würden wir sehr leicht den Mut verlieren. Die Betrachtung über den Kontrast zwischen Gott und unsere Misere hat schon viele in Verwirrung gebracht. Da sie meinen, Gottes Barmherzigkeit nicht zu verdienen, werden sie dazu verleitet, zu glauben, dass er von ihnen weniger verlangt. Der Grund für diese in die Verzweiflung treibende Situation ist, das diese Menschen ihre eigene so tragische Lage nicht in die Hände Mariens legen.
Wahrhaftig ist Gott all das, was wir von ihm aus der Offenbarung wissen. Wir erkennen unsererseits, was wir sind, oder besser gesagt, was wir nicht sind. Doch zwischen uns und Jesus steht Maria. Ihre Vermittlung vereint uns mit Jesus Christus und stellt ganz den Kanal wieder her, durch den wir unser Heil erreichen können, obgleich unserer Misere.
Wenn wir uns dies immer vergegenwärtigen, werden wir einerseits in der Erkennung unseres Elends großen Frieden finden und anderseits die strengste Sittenlehrer bejahen, ohne dabei in Verzweiflung zu geraten. Maria ist die Bundeslade Gottes, auf deren Blick gerichtet alles sein wahres Aussehen erhält und sich auf das geistliche Leben aufmunternd auswirkt.


Quelle: Wahre Andacht zur Muttergottes – Ein licht in den Wirren unserer Zeit – Plinio Corrêa de Oliveira – Hrsg.: Verein Österreichische Jugend CGDR, Wien – Aktion: „Österreich braucht Mariens Hilfe“

17.02.2019

Tagesheilige - 17. Februar: Hl. Franz Regis Clet




Hl. Franz Regis Clet

Priester, Märtyrer CM
Geboren: 19. August  1748 in Grenoble, Frankreich
Gestorben: 17. Februar 1820 in China.

Franz Regis Clet kam am 19. August 1748 in Grenoble als Sohn vornehmer Eltern zur Welt. Im alter von 20 Jahren trat er in Lyon in die Kongregation der Lazaristen ein. Nach seiner Priesterweihe wurde er Theologieprofessor im Priesterseminar von Annecy. Dieses Amt übte er 15 Jahre aus. Wegen seiner erstaunlichen Belesenheit nannte man ihn eine „wandelnde Bibliothek“. Später wurde er in Paris Seminardirektor. Dort erlebte er die Schrecken der Französischen Revolution.
Als Clet sein priesterliches Amt in Frankreich nicht mehr öffentlich ausüben konnte, wurde er auf seinen Wunsch nach China gesandt, wo er 30 Jahre lang zuerst in der Provinz Kiang-Si, später in der Provinz Hu-Kuang das Evangelium verkündete. Im Juni 1819 wurde er bei einer Christenverfolgung gefangengenommen und nach qualvoller Kerkerhaft am 17. Februar 1820 am Kreuz erdrosselt. Papst Leo XIII. sprach Franz Regis Clet am 27. Mai 1900 selig und am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen. Seine Reliquien werden in der Kirche St. Lazare in Paris verehrt.
Franz Regis vor den Richtern
mit einem Halsbrett


Quelle:  Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

Bild: http://www.heiligenlexikon.de/

Ein großer Verehrer Mariens

Hl. Ludwig von Montfort, ein großer Verehrer der Muttergottes

Man kann sagen, dass niemand die Hingabe an die Mutter der Barmherzigkeit auf eine höhere Stufe  gehoben  hat als er. Unsere Liebe Frau, durch göttliche Erwählung notwendige Mittlerin zwischen Jesus Christus und den Menschen, war der Gegenstand seiner ständigen Verehrung, das Thema seiner tiefsten und ureigensten Meditationen. Kein ernsthafter Kritiker kann ihnen das Prädikat genialer
Eingebungen absprechen. Um die universelle Mittlerschaft Mariens – heute Glaubenswahrheit – baute der hl. Ludwig eine ganze Mariologie auf, die das größte  Denkmal aller Jahrhunderte für die jungfräuliche Mutter Gottes darstellt.
Das sind die Hauptzüge seiner bewundernswerten Predigten. Dieses gesamte Predigtwerk ist durch den Heiligen in seinen drei Hauptschriften zusammengefasst worden: dem „Rundbrief an die Freunde des Kreuzes“, der „Liebe zur Ewigen Weisheit“ und der „Abhandlung von der wahren Andacht zur Allerseligsten Jungfrau Maria“, eine bewundernswerte Trilogie von lauter Gold und Feuer, aus der, gleichsam als Meisterwerk unter den Meisterwerken, die „Abhandlung von der wahren Andacht zu Allerseligsten Jungfrau Maria“ hervorragt.
Diesen Werken können wir entnehmen, worin der wesentliche Gehalt der Predigt des hl.Ludwig bestand. Unser Heiliger war ein großer Verfolgter. Diese Grundzug seines Lebens wir von allen seinen Biographen überliefert.
Ein wütender Sturm hatte sich gegen seine Predigt erhoben, entfesselt von den bloß weltlichen Gesinnten; von den Skeptikern, die wütend waren angesichts so viel Glaubens und sittlichen Ernstes und schließlich den Jansenisten, die sich entrüsteten über eine derart große Hingabe an Unsre Liebe Frau, von der eine unbeschreibliche Sanftheit und Milde ausströmte.


Quelle: Wahre Andacht zur Muttergottes – Ein Licht in den Wirren unserer Zeit – Plinio Corrêa de Oliveira – Hrsg.: Aktion „Österreich braucht Marien Hilfe“ - Verein Österreichische Jugend CGDR, Wien