18.01.2018

Gebet des älter werdenden Menschen



Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich aber nicht grüblerisch, hilfreich aber nicht diktatorisch zu sein.

Bei meiner, ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben — aber Du verstehst, o Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu — und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Leidensberichte anderer mit Freuden anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte keine Heilige sein — mit ihnen lebt es sich so schwer —‚ aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, es ihnen auch zu sagen.

Von Teresa von Ávila (1515. - 1582)

Teresa von Ávila, geboren als Teresa Sdnchez de Cepeda y Ahumada (* 28. März 1515 in Avila, Kastilien, Spanien, + 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, bei Salamanca), war Karmeliterin sowie Mystikerin. In der katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. 1614 wurde sie seliggespro­chen, 1617 zur Schutzpatronin von Spanien ernannt und 1622 heiliggesprochen. 1944 wurde sie von Papst Pius XII. zur Schutzpatronin der Schachspieler ernannt.

Gott hilft!



Niemand lasse sich entmutigen, denn mit Gottes Hilfe ist alles möglich.

„Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“
Matthäus 21, 22


Quelle: Herz-Mariä-Bund – Kanonikus Manfred J. Joekel

Tagesheilige – 18. Januar - Hl Margareta von Ungarn

 

Margareta von Ungarn

Nonne OP
Geboren: 1242(?) in Klissa, Ungarn
Gestorben: 18. Januar 1270 in Budapest, Ungarn

Jeder Budapest-Besucher kennt die Margareteninsel. Sie hat ihren Namen von Margareta von Ungarn, die bereits sechs Jahre nach ihrem Tod am 18. Januar 1270 seliggesprochen wurde und deren Heiligsprechung am 19. November 1943 durch Papst Pius XII. erfolgte. Margareta, die Tochter von König Béla IV. von Ungarn, wies als junges Mädchen alle Freier ab – unter ihnen Karl von Anjou und den König von Polen – und legte bereits 1254 die Profess als Dominikanerin ab. Ihr Vater hatte zuvor auf der Haseninsel (die spätere Margareteninsel) ein Dominikanerinnenkloster erbauen lassen. Das Leben Margaretas war geprägt von strengster Buße; heroisch pflegte sie bis an ihr Lebensende Schwerstkranke. Schon bald nach ihrem Tod verehrte sie das ungarische Volk wie eine Heilige.
Der Tod der hl. Margareta

Darstellung: Als Nonne mit Lilie, eine Krone – die sie ja verschmähte – zu Füßen, so wird Margareta meist abgebildet; manchmal ist ihr Mantel mit Sternen bedeckt. Schöne Darstellungen gibt es in den Kirchen S. Domenico in Perugia, S. Agostino in San Gimignano und S. Maria sopra Minerva in Rom.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

17.01.2018

Weltfreuden!


Auf wie viele Gräber passt die Inschrift, die Franz von Dingelstedt für sich verfasste?

„Er hat im Leben viel Glück gehabt
Und ist doch niemals glücklich gewesen.“


Quelle: Sonne Dich

Der Mensch: ein Gemeinschaftswesen



Robinson Crusoe, allein verschlagen auf eine einsame Insel: wenn er wirklich und nicht nur im Roman existierte, er könnte nicht lange leben. Er müsste bald seelisch und körperlich zugrundegehen. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (Gen 2, 18). Erst wenn uns die Fügungen des Lebens zeitweise von unseren Lieben trennen oder sie gar durch den Tod von uns scheiden, spüren wir es besonders deutlich, dass jeder Mensch nur durch die liebende Beziehung zu seinen Mitmenschen zu seinen wahren Ich findet. „Jedes Geschöpf“ (so sagt die Bibel im Buche Sirach 13, 19) „gesellt sich zu seiner Art, und so schließt sich auch der Mensch an seinesgleichen an“.
Das kleine Kind bedarf ganz Notwendig seiner Eltern oder zumindest derer, die Ihre Stelle vertreten, um überhaupt leben zu können und sich die Welt allmählich zu erobern. Von klein an benötigt jeder Mensch seine Mit-Menschen. Er braucht Menschen, die ihn erziehen und heranbilden, menschliche Lehrer und Vorbilder. Er braucht vor allem aber mitfühlende Menschenherzen, die ihm Achtung und nicht zuletzt die zum Leben so notwendige Liebe schenken. Ein Beispiel zeigt, wie sehr wir Menschen aufeinander angewiesen sind, ist Kasper Hauser, ein etwa 16 jähriges Findelkind, das 1828 in Nürnberg auftauchte. Obwohl vollkommen normal, war er ohne Spreche, da er ohne menschlichen Bezug im Walde bei den Wölfen oder in Strenger Gefangenschaft aufgewachsen war. Obwohl man sich seiner liebevoll annahm, gelang es nicht, ihn in die menschliche Gemeinschaft einzugliedern. Da er keine Möglichkeit hatte, sich mitzuteilen, wird sein Schicksal auf immer ein Rätsel bleiben. Ohne all diese mitmenschlichen Beziehungen kann das Menschliche Leben sich nicht entfalten und zu Reife und zum Glück gelangen. Wohl keine Gattung von Lebewesen bedarf so sehr der Gemeinschaft wie das durch seine eigene Schuld so oft Zwietracht zerrissene Menschengeschlecht. So wird keiner von uns von unserem Schöpfer allein für sich in die Welt gesandt, sondern zugleich auch für seine Nächsten. Wir können wahrhaft Mensch nur in Verbindung mit unseren Mitmenschen werden. Erst das Mit-sein schenkt uns das Selbst-sein. So schreibt auch der Kulturhistoriker Oswald Spengler: „Ich, ist eine Bezeichnung für die Tatsache, dass eine Brücke zu einen anderen Wesen vorhanden ist“. (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Beck-Verlag, München).

Quelle: Einsamkeit als Gnade – Alois Meder –

Tagesheiliger – 17. Januar - Hl Antonius der Große


Hl. Antonius der Große

Einsiedler, Mönchsvater
Geboren: um 250 in Ägypten
Gestorben: um 356 in Tabenísi, Ägypten
Patron der Ritter; Haustiere, Schweine; Metzger, Schweinehirten, Weber, Zukkerbäcker, Totengräber, Korbmacher; gegen Krankheiten, Pest, Feuer, Viehseuchen

Die von außen unscheinbare Pfarrkirche St. Julien in der provenzlischen Stadt Arles, gelegen an einer Seitenstraße zwischen der berühmten Arena aus dem 2. Jh. und dem Rhône-Fluss, birgt einen kostbaren Schatz: Seit 1941 werden in diesem Gotteshaus die Reliquien von Antonius, der wohl berühmtesten Einsiedler aufbewahrt.
Über das genaue Geburtsjahr von Antonius gehen die Ansichten auseinander; es lag mit Sicherheit in der Mitte des 3. Jh., um 250. Der Heimatort der Familie befand sich in Mittelägypten und war das heutige Keman bei Heraclea. Nachdem die Eltern von Antonius gestorben waren, gab er seine kleine Schwester, für die er sorgen musste, in ein Heim, verschenkte sein Hab und Gut und begann ein asketisches Leben. Bei seinem ersten Aufenthaltsort handelte es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Felsenkammer am Rande der Wüste. Später lebte Antonius für etwa 20 Jahre in einem unbewohnten Gebirge.
Nachdem Antonius um das Jahr 311 in Alexandria trotz eines offiziellen Verbotes unter Lebensgefahr vielen Gefangenen der Christenverfolger von Kaiser Maximinus Daza geholfen hatte, zog er sich für immer in die Wüste zurück, betätigte sich dort als Bauer, in erster Linie aber als Ratgeber und Lehrer für eine immer größer werdende Schar von Mönchen, von denen viele bei ihm blieben. Antonius war es, der die bis dahin unbekannte Lebensform der Einsiedlergemeinde begründete; aus dieser bildete der heilige Pachomius, genannt der Mönchsvater, dann später die erste sogenannte Mönchsgemeinde, die in einem von Mauern umschlossenen Kloster in Tabenísi am Nil lebte. Antonius soll es auch gewesen sein, der die „Angelica“, das Mönchsgewand, einführte.
Einmal noch vor seinem Tod verließ Antonius seine Einsiedlergemeinde in der Wüste und ging auf Bitten seines Freundes und Patriarchen von Alexandria, des Kirchenlehrers Athanasius, nach Alexandria, wo er flammende Reden gegen die arianische Lehre hielt. Bald nach seiner Rückkehr in die Wüste starb der hochgeschätzte Antonius, der in ständigen brieflichen Kontakt mit Kaiser Konstantin gestanden hatte, im alter von etwa 105 Jahren. Eine Vita über sein bewegtes Leben wurde von Athanasius verfasst. Bald nach seinem Tod erhielt Antonius den Beinamen „der Große“.

Verehrung/Brauchtum: Die Hochzeit der Antonius Verehrung ist in der Zeit vom 14. bis 18. Jh. anzusetzen; der Grund dafür war unter anderem die Tatsache, dass Reliquien des Mönchsvaters ins Abendland gelangten. Doch auch das wohltätige Wirken des Antonitenordens, 1095 von einem französischen Adligen gegründet, dessen Sohn durch Reliquien des Antonius von einer Seuche geheilt worden sein soll, trug zur Verbreitung des Kultes bei. Albert von Bayern gründete 1382 den Antonius-Ritter-Orden, woraufhin Antonius zum Patron und Vorbild des Ritterstandes wurde; viele Burgen und Kapellen wurden ihm geweiht. Eine hübsche Geschichte gibt es auch zum sogenannten „Antonius-Schwein“: Die Antoniter durften für ihre Krankenpflege ihre Schweine frei weiden lassen, als Kennzeichen trugen sie ein Glöckchen; oft wurde ein Tier am 17. Januar geschlachtet, nach der Segnung sein Fleisch an die Armen verschenkt. Auch eine „Antonius-Seuche“ gibt es; sie befiel hauptsächlich Schweine, und es hieß, Antonius könne sie zur Strafe verhängen oder auch heilen. Manchmal wird Antonius auch den 14 Nothelfern zugerechnet. Im Rheinland gehört er zu den Vier heiligen Marschällen.

Darstellung: Abgebildet wird Antonius als Greis mit Stab und Buch, manchmal trägt er als Krücke das Antoniuskreuz; oft ist er auch mit Schwein oder Dämonen abgebildet. Die wohl bekannteste Darstellung von Antonius hat Matthias Grünewald am Isenheimer Altar (Colmar, Unterlindenmuseum) festgehalten.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

16.01.2018

Im Johannesevangelium sagt Jesus:


„Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben; wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“  Joh. 14, 23

Quelle: Herz-Mariä-Bund

Urbild der Erlösung


Theologen aller Zeiten versuchten und versuchen, dieses Geheimnis göttlicher Berufung zu durchdenken und zu ergründen. Künstler hielten und halten es in Worten und Farben fest und schufen so das Bild einer Frau, die „schön wie der Morgen, voll Majestät“ ist, wie in einem alten Marienlied gesungen wird.
Die Christen wenden sich immer wieder Maria zu, dem Urbild der Erlösung und dem Vorbild im Glauben. Voll Vertrauen wiederholen sie die Worte des Engels aus der Verkündigungsstunde: „Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.“
Doch in Worten allein darf Verehrung sich nicht erschöpfen. Der Heilige Vinzenz Pallotti sagte: „Die Verehrung der Gottesmutter besteht vor allem darin, daß man ihrem Sohn nachfolgt und die rechte Art der Nachfolge von ihr lernt.“

Quelle: Maria Mutter Königin – P. Heinz Perne –

Tagesheilige – 16. Januar: Hl. Honoratus von Arles



Hl. Honoratus von Arles

Bischof
Geboren: 4. Jh. in Gallien, möglicherweise in Trier, Rheinland-Pfalz
Gestorben: 16. Januar um 429
Patron gegen Regen und Unglück

Auf der kleineren der Lérins-Inseln vor der Cote d'Azur in Südfrankreich steht eine Abtei, die noch heute Bauelemente jenes berühmten Klosters umfasst, das Honoratus um das Jahr 410 gegründet hat;
dementsprechend heißt das Inselchen Saint-Honorat. Nachdem Honoratus die Insel und sein Kloster zu einem wichtigen Ziel führender Kirchenpersönlichkeiten gemacht hatte und er selbst zu einem vielbewunderten Klosterführer geworden war, wurde der Theologe 426 zum Bischof von Arles ernannt. Rund drei Jahre später starb er. Die Mönchsregel des Honoratus blieb nicht erhalten. Reliquien des Bischofs befinden sich seit 1788 in der Kirche Notre-Dame in Grasse in Südfrankreich (Reliquienschrein)

Reliquie des Hl. Honoratus

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber Schindler – Pattloch-Verlag

15.01.2018

Wenn wir zu heiligen Messe gehen,...


... sollen wir bedenken was wir tun!

Wir gehen in die Kirche um Gott ein Opfer darzubringen, das ihm so lieb ist, wie er sich selbst liebt. Denken wir daher nach, wie wir dieses heiligste Geheimnis würdig feiern möchten. Vermeiden wir schon auf dem Weg zur Kirche jede unnötige Zerstreuung und bereits vor Beginn der heiligen Messe sollen wir die gute Meinung machen, daß wir das heilige Messopfer mit großer Andacht mitfeiern wollen.

In der Urlaubszeit dürfen wir keine Ferien vom Glauben, der Kirche und Gott machen.

Quelle: Herz-Mariä-Bund