18.11.2018

Novene zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille 1. Tag


Erster Tag
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
(Reue über begangene Sünden erwecken)
O mein Gott, ich bereue alle meine Sünden von ganzem Herzen, weil ich Dich das höchste Gut, mein unendlich gütigen und liebreichsten Vater dadurch beleidigt habe. Um der Verdienste Jesu Christi und seiner lieben Mutter Maria willen, verzeihe sie mir. Ich nehme mir vor, mit Deiner Gnade, um die ich jetzt und für immer bitte, eher zu sterben, als Dich wieder zu beleidigen.
(Anschl. dreimal die Anrufung)
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Betrachtung für den 1. Tag:
Erste Erscheinung
Betrachten wir die Unbefleckte Jungfrau, wie sie zum ersten mal der hl. Katharina Labouré erschienen ist. Die fromme Novizin wurde von ihrem Schutzengel geführt und der hl. Jungfrau vorgestellt. Erwägen wir ihre unaussprechliche Freude! Auch wir werden glücklich werden wie die hl. Katharina Labouré, wenn wir eifrig an unserer Heiligung arbeiten. Wir werden uns des Himmelsglückes erfreuen, wenn wir auf eitle irdische Freuden verzichten.
(Drei Ave Maria jeweils gefolgt von der Anrufung)
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Gebet
Heiligste Jungfrau, ich glaube an deine heilige und unbefleckte Empfängnis und bekenne sie. O reinste Jungfrau Maria, durch deine unbefleckte Empfängnis und ruhmvolle Auserwählung, Mutter Gottes zu sein, erlange mir von deinem geliebten Sohn die wahre Demut, die reine Liebe, den treuen Gehorsam, die ganze, ungeteilte Hingabe an Gott! Erbitte mir die Gnade, in allen Lebenslagen den Willen Gottes zu erkennen und auch zu erfüllen. Denn nur so kann ich Gott ehren und seinen Namen preisen. Du aber, meine gütige Mutter, erbitte mir diese göttlichen Gnaden für Zeit und Ewigkeit. Dafür sei dir Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

Maria stärkt uns im Leiden

Die Verehrung Mariens verstärkt
in uns die Fähigkeit zu leiden

Es gibt zwei Arten von Müttern: Die guten und die „halbguten“. Die „halbgute“ Mutter hat Mitleid mit ihrem Kind und will nicht dass es leide. Sie paktiert mit allen Streichen des Kindes, mit all seinen Fehlern in der Pflichterfüllung, mit seiner Faulheit. Sie befreit es von allen Regeln und schadet somit unbedingt seiner Charakterbildung.

Die gute Mutter aber weiß, dass es auf Grund der Unbeständigkeit des Menschen kein anderes Mittel gibt, als zu leiden, um die Seele zu erweitern, zu heiligen und zu erleben. Sie weiß, dass man in jeglicher Situationen leiden muss, dass der Mensch etwas wert ist, in dem Maße wie er leidet. Sie sorgt sich nach Möglichkeiten um die Leiden ihrer Kinder zu lindern, soweit es ihnen nicht schade. Doch jedes Maß an Leiden, das eine gute Erziehung verlangt, wird diese gute Mutter für ihr Kind wollen. Sie beschränkt sich darauf, das Kind in seinem Leiden zu trösten, damit es Kraft und Mut dafür aufbringt. Sie will aber, dass es leide. Die Muttergottes handelt ebenso und lindert öfters unsere geistlichen Prüfungen.

Es gibt jedoch eine notwendige und nicht so kleine Grenze für jedes Leiden. Aus diesem befreit uns Maria nicht. Man darf nicht denken, dass die Andacht zu Maria eine Art Morphium für das geistliche Leben ist, das man einmal einnimmt und alle Schmerzen verfliegen. Nein – und der hl. Ludwig besteht darauf – Maria nimmt uns nicht das Gewicht des Kreuzes von der Schulter, sondern gibt uns Kraft, es zu lieben und zu tragen. Dies ist eine Frucht der wahren Andacht zu Maria.

Quelle: Wahre Andacht zur Muttergottes – Ein Licht in den Wirren unserer Zeit – Plinio Corrêa de Oliveira – Hrsg.: Verein Österreichische Jugend CGDR, Wien

Tagesheiliger – 18. November: Hl. Odo von Cluny


Hl. Odo von Cluny

Abt OSB

Geboren um 878 in  Aquitanien, Frankreich – Gestorben: 18. November 942 in Tours, Frankreich
Patron der Musiker; für Regen und gegen Dürre

Unter Odo, dem zweiten Abt der zu den bedeutendsten Klöstern zählenden Abtei Cluny, erlebte dieses Zentrum der Christenheit seinen ersten Höhepunkt. Odo war der Begründer der Reform von Cluny, der sogenannten chuniazensischen Bewegung, die in den folgenden Jahrhunderten auf das gesamte Abendland übergriff. Wie alle Erzäbte der Abtei wurde Odo in der Reihe der Heiligen aufgenommen.
Odo stammte aus Aquitanien und  kam um das Jahr 878 als Sohn eines Ritters zur Welt. Zu Beginn des 10. Jh. wurde Odo Benediktinermönch unter den Begründer von Cluny, Abt Bernon (Berno). Bernon selbst bestimmte Odo vor seinem Tod zu seinem Nachfolger als Abt von Cluny. Odo gelang es gegen den Widerstand vieler Mönche, dass sich schon bald nach seinen Amtsantritt 17 Klöster der chuniazensischen Reformidee unterstellten. Er selbst wurde durch seine asketische und gütige Lebensweise zu einem großen Vorbild für viele Geistliche jener Zeit. Die besondere Liebe des großen Abtes galt immer der Musik. So komponierte Odo viel und machte sich auch einen Namen als Musiktheoretiker. Dies ist auch der Grund dafür, dass Odo noch heute als Patron der Musiker verehrt wird.
Odo von Cluny starb am 18. November 942 in Tours und wurde in der von Chlodwig gegründeten Klosterkirche St. Julien beigesetzt.
Im Jahr 1407 fand die Erhebung seiner Gebeine statt. Die Reliquien Odos wurden später nach Isle-Jourdain überführt.

Darstellung: Odo von Cluny ist im Abtsgewand mit Krummstab und oder Buch dargestellt, oft, wie er Arme bedient.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

17.11.2018

Deine Gedanken musst du ernst nehmen!

Deine Gedanken musst du ernst nehmen!

Deine Gedanken musst du ernst nehmen! Sie beeinflussen dein ganzes Wesen. Sie bilden deine Geistesrichtung in Bezug auf Gott und das Gute, in Bezug auf deinen Nächsten und dein Verhalten gegen ihn. Sie wirken sich aus in deinen Worten. In deinen Handlungen erkennst du sie wieder. Bist du lieb und zart, freundlich und vornehm in deinen Gedanken, so wirst du es auch in deinen Worten und Handlungen sein. Allem, was du redest und tust, drücken sie ihren Stempel auf. Dein ganzes Tun und Lassen, dein ganzes Arbeiten – bis in die Berufsarbeit hinein - , dein ganzes Wesen und Verhalten wird von deinen Gedanken beeinflusst. Aus all dem können alle, du und andere, erkennen, von welcher Art deine Gedanken sind. Wenn auch so geheim und versteckt gehalten, reden sie doch eine laute Sprache zu deinen Gunsten oder Ungunsten. - Nimm noch hinzu, dass deine Gedanken sich auch auf andere übertragen! Sie dehnen sich aus nach Raum und Zeit. Sie bleiben nicht auf Erden, sondern gehen hinüber in die Ewigkeit und warten dort auf dich – im Gerichte.

Darum musst du deine Gedanken ernst nehmen.


„Die Gedanken des menschlichen Herzens sind zum Bösen geneigt von seiner Jugend auf.“
(Gen. 8, 21.)


Quelle: Weggeleit, P. Jakob Koch SVD. - St. Gabriel-Verlag, Wien

Tagesheilige - 17. November: Hl. Gertrud von Helfta (die Große)

 
Hl. Gertrud, von Miguel Cabrera (1763). Dallas Museum of Art
Hl. Gertrud von Helfta (die Große)

Nonne, Mystikerin Ocist
Geboren: 5. Januar 1256 in Eisleben(?), Thüringen
Gestorben: 13. November 1302 in Helfta, Thüringen
Patronin von Peru; von Tarragona

„Die Prophetin des inneren Lebens“ nannte einmal ein Theologe die Mystikerin Gertrud von Helfta, der die Nachwelt den Beinamen „die Große“ gab. Lange Zeit war diese Frau, die oft als größte deutsche Mystikerin bezeichnet wird, von anderen Namen verdrängt, so unter anderem von ihrer Namensgefährtin Gertrud von Hackeborn, ihrer langjährigen Lehrerin. Doch gerade im 20. Jh. erleben ihre Schriften eine Renaissance, vielleicht, weil sie so klar und verständlich in ihrer Sprache sind.
Gertrud kam am 6. Januar 1256 in Thüringen, möglicherweise in Eisleben, zur Welt. Schon mit fünf Jahren gaben die Eltern das Mädchen in das Zisterzienserinnenkloster in Helfta nahe Eisleben, dem  Gertrud von Hackeborn als Äbtissin vorstand. Kloster Helfta galt zu jener Zeit als das führende Frauenkloster im deutschsprachigen Raum. Gertrud war glücklich in diesem Haus und nahm, sobald sie das nötige Alter hatte, den Schleier.
Am 27. Januar 1281 hatte die 25jährige Gertrud ihre erste Christus-Vision. Von nun an sollten ihr bis zum Tod immer wieder innige Vereinigungen mit Christus zuteil werden, deren Verlauf und Empfindungen Gertrud ab 1289 schriftlich niederlegte. Für ihre Aufzeichnungen benutzte sie die lateinische Sprache, die sie im Kloster hervorragend erlernt hatte. In ihren mystischen Erlebnissen verlangte Gertrud immer wieder danach, für Christus sterben zu dürfen. Mit der Zeit lernte die junge Frau, diese Sehnsucht zu unterdrücken und gab sich von da an dem Wunsch hin, dass der Wille Gottes an ihr geschehe. Ihre glühende Gottesliebe schrieb Gertrud von Helfta in ihren Schriften „Gesandter der Gottesliebe“ und „Geistliche Übungen“ nieder. Gertrud trug im Mittelalter ganz entscheidend  zur Verehrung des Herzens Jesu bei, viele Anrufungen der Herz-Jesu-Litanei schrieb sie Ende des 13. Jh. nieder.
Gertrud von Helfta starb am 13. November 1302 in ihrem Kloster. Unvergessen sind ihre Worte: „Dir, Christus, vermähle sich mein Geist zu einem Geist, zu einem Orden, zu einem Willen, zu einer Liebe.“ Erst 1738 wurde Gertrud in den römischen Kalender aufgenommen; eine Heiligsprechung erfolgte nie.

Verehrung/Brauchtum: Gertrud von Helfta wurde allen Zeiten vor allem in jenen Ländern hoch verehrt, die der spanischen Krone unterstanden; deshalb ist sie wohl noch immer Schutzheilige von Peru und von Tarragona in Spanien.
Auch der 16. November ist ein Gedenktag von Gertrud von Helfta.

Darstellung: Gertrud von Helfta ist als Nonne, manchmal auch als Äbtissin dargestellt. Auf fast alle Abbildungen ist ihr ein flammendes Herz, die feurige Liebe zu Jesus Christus symbolisierend, beigegeben. Weitere Attribute der Mystikerin sind Buch, Schreibfeder und Kruzifix; oft trägt sie sieben Ringe an der Rechten Hand. In der Benedikt-Kapelle im Zwiefaltener Münster hält Gertrud bei einer Statue von Christian von Riedlingen (1750) ein Spruchband in der Hand. Häufig fanden auch die Visionen Gertruds ihren Niederschlag in der Kunst.

Quelle: Heilige und Namenspatronen im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag



Gebet für die Armen Seelen der hl. Gertrud von Helfta


Der Herr sagte der heiligen Gertrud, dass das folgende Gebet, jedesmal, wenn es gesprochen wird, tausend Seelen aus dem Fegfeuer befreit. Dieses Gebet wurde erweitert, um die lebenden Sünder einzuschließen und um entstandene Schulden schon zu Lebzeiten zu mindern:

Ewiger Vater, ich opfere dir das höchst Kostbare Blut Deines göttlichen Sohnes Jesus auf, zusammen mit allen heiligen Messen, die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden, für alle Armen Seelen im Fegfeuer, für alle Sünder überall, für alle Sünder in der Weltkirche und diejenigen in meinem Hause und in meiner Familie. Amen.

(Genehmigt und empfohlen, gez.: M. Kardinal Pahiarca, Lissabon, Portugal, den 4. März 1936)

Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/arme-seelen-gebete.html


16.11.2018

Sich nicht entmutigen lassen

Nicht entmutigen lassen

Man darf sich nicht dadurch entmutigen lassen, dass das Gebet Anstrengung erfordert, ebenso wenig durch den Eindruck, dass Jesus schweigt.
Er schweigt, aber er handelt.

Quelle: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig - Ausgewählte Gedanken von Papst Benedikt XVI.

Hrsg.: Kirche in Not/Ostpriesterhilfe – Königstein

Tagesheilige – 16. November: Hl. Otmar von St. Gallen


Otmar von St. Gallen

Gründerabt OSB
Geboren: um 690 in der Schweiz(?) 
Gestorben: 16 November 759 auf der Insel Werd bei Stein, Schweiz.
Patron des Bistums St. Gallen; der Kranken; der Kinder; der Schwangeren; der Verleumdeten

Otmar, um das Jahr 690 geboren, war Alemanne und übernahm im Jahr 719 die Führung der Mönche, die sich um das Grab von Gallus im heutigen St. Gallen angesiedelt hatten. Er war es, der die Einsiedelei zu einem Kloster ausbaute und ihm die Regeln des heiligen Benedikt gab. Bei der Abtei gründete Otmar später das erste Heim für Aussätzige in der Schweiz.
Da Otmar die Rechte seines Klosters gegenüber mächtigen fränkischen Grafen, die ihm übel gesonnen waren, verteidigte, wurde er eines Tages gefangen genommen, falscher Tatsachen beschuldigt und schließlich auf die Rheininsel Werd bei Stein verbannt. Hier starb Otmar, gedemütigt und einsam, am 16 November 759. Ein Jahrzehnt nach Otmars Tod wurde sein Leichnam nach St. Gallen überführt, 100 Jahre später setzte man die Gebeine in der dortigen Otmar-Kirche bei.

Verehrung/Brauchtum: Der Otmar-Kult breitete sich im Mittelalter auch in Deutschland stark aus. Um die Gestalt des Abtes entwickelte sich vielerorts ein lebendiges Brauchtum; so werden Wasser, Öl und Kinderkleidung geweiht, da sich die Gläubigen von Otmar Beistand und Hilfe erwarten. Als Helfer bei Kinderkrankheiten wird Otmar so bis heute in Eutenhausen im Bistum Augsburg verehrt. Die Wallfahrt zur dortigen Pfarrkirche und die Anrufung Otmars sind seit dem 18. Jh. bekannt. Die geweihten „Otmars-Kittelchen“ wurden kranken Kindern früher neun Tage lang angezogen.
Auch in Attenhausen bei Krumbach, ebenfalls im Bistum Augsburg, besteht bis heute, wenn auch in schwächerer Form als früher, eine Otmar-Wallfahrt. Ihren Anfang nahm sie im 17. Jahrhundert, den Höhepunkt erreichte sie im Jahr 1750, als die Pfarrgemeinde Attenhausen vom Abt des Klosters St. Gallen eine Otmar-Reliquie geschenkt bekam. In der Folge sollen sich, so die Überlieferung, zahlreiche Wunder in der Otmarskirche ereignet haben, vor allem auch Krankenheilungen.Besondere Wallfahrtstage in Attenhausen sind jedes Jahr die Fastendonnerstage.
Auch auf der Insel Werd, dem Sterbeort von Otmar, ist die Wallfahrt bis heute lebendig geblieben.

Darstellung:  Otmar ist meist als Abt abgebildet, bei sich hat er Weintrauben oder ein Weinfässchen; dies beruht auf dem sogenannten Weinwunder (Weinvermehrung), nach welchem das Weinfässchen von Otmar nie leer wurde, obwohl er Pilgern und Wallfahrern daraus laufend zu trinken gab. Verschiedene Darstellungen von Otmar gibt es in der Kathedrale von St. Gallen, so auf einem Deckengemälde aus den Jahren um 1764. Zusammen mit Gallus ist Otmar auf einem Steinrelief am Karlstor in St. Gallen zu sehen. Die Szenen aus Otmars Leben, die am häufigsten dargestellt wurden, sind die Weinvermehrung sowie die Reliquientranslation.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattloch-Verlag

15.11.2018

Wer Gott dient ...

Wer Gott dient, . . .

Wer Gott dient, muss sein Möglichstes tun,
dass er den Lohn für seine Arbeiten nicht
nicht schon in dieser Welt empfängt.

Das ist ein sehr vernünftiger „kaufmännischer“
Rat: Man sollte sein Kapital dort anlegen, wo
der Gewinn am nachhaltigsten und sichersten
ist. Leider legen zu viele Menschen zu großen
Wert darauf, schon auf dieser Welt Anerkennung
und Ehrungen zu erfahren. Dein Almosen soll
verborgen bleiben und dein Vater, der auch das
Verborgene sieht, wird es dir vergelten (Mt. 6, 4).


Quelle: Die Maximen des heiligen Philipp Neri - mit Kurz-Kommentaren aus dem Oratorium von Aufhausen

Tagesheilige – 15. November: Hl Leopold III



Hl. Leopold III.

Markgraf, Klostergründer
Geboren: um 1075 in Gars, Österreich – Gestorben: 15. November 1136 in Österreich
Patron von Österreich

Leopold ist der Patron von Österreich und trug einst maßgeblich zu der heutige Größe des Landes bei. Der um 1075 geborene Sohn von Markgraf II. wurde im Kloster Melk von Bischof Altmann von Passau erzogen. Im Jahr 1106 heiratete Leopold III. Agnes, die Tochter von Kaiser Heinrich V. Aus dieser Ehe gingen 18 Kinder hervor, unter anderen auch der spätere mächtige Bischof Otto von Freising. Während des Investiturstreites stand Leopold trotz dieser engen Beziehung zum Kaiserhaus immer treu zum Papst und unterstellte diesem im Jahr 1110 sogar das Stift Melk. Zahlreiche Klöster in Österreich wurden von Leopold gegründet, viele bereits bestehende großzügig ausgestattet. Im Jahr 1125 verzichtete Leopold III. auf die deutsche Kaiserkrone.
Nach einem Jagdunfall starb Leopold III. am 15. November 1136, sieben Jahre vor seiner Frau Agnes. Beigesetzt wurde er im Kapitelsaal des Stifts Klosterneuburg bei Wien, das er 1113 erworben und reich ausgestattet hatte; ein Jahr später hatte Leopold auch den Grundstein zu der mächtigen Stiftskirche gelegt, die noch heute, obwohl sie mehrfach unvorteilhaft restauriert wurde, zu den großen Sehenswürdigkeiten Österreichs gehört. Die Erhebung zum österreichischen Landespatron erfolgte 1683, die Kanonisation Leopolds war schon 1485 von Papst Innozenz VIII. durchgeführt worden.

Darstellung: Leopold III. Ist auf allen Abbildungen in fürstlicher mit dem Markgrafenhut dargestellt. Vor allem in der Stiftskirche Klosterneuburg gibt es viele Darstellungen, so auch den berühmten Leopoldaltar (1507) von Rueland Frueauf. Oft wurde Leopold III. Auch zusammen mit seiner Ehefrau Agnes abgebildet, nicht selten auch mit seinen sechs Söhnen. Ein Stich von Albrecht Dürer (1515) zeigt Leopold unter den Schutzheiligen Österreichs.



Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

14.11.2018

Mein Weg

Gedanken zum Tage

Du weist mir den Weg,
und ich will mich dir öffnen,
denn du hast mich geschaffen.

Johannes Chrysostomus (344/354-407) Griechischer Kirchenvater
Quelle: Das Wort Gottes für jeden Tag

St. Benno-Verlag, Leipzig