24.05.2019

Die wirklichen Erneuerer der Geschichte


Im Auf und Ab der Geschichte waren die Heiligen die wirklichen Erneuerer, die immer wieder die Geschichte aus dunklen Tälern herausgeholt haben, in denen sie immer neu zu versinken droht, und immer wieder so viel Licht in sie brachten, dass man dem Wort Gottes, wenn vielleicht auch unter Schmerzen, zustimmen kann, der am Ende des Schöpfungswerkes gesagt hatte: Es ist gut.


Quelle: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig – Ausgewählte Gedanken von Papst Benedikt XVI. - Hrsg.: Kirche in Not/Ostpriesterhilfe – Königstein

Tagesheilige 24. Mai - D.G. Franz Pfanner


D.G. Franz Pfanner

Missionsabt, Gründer OCR
Geboren: 21. September 1825 in Langen, Österreich
Gestorben: 24. Mai 1909 in Emaus, Südafrika

Franz Pfanner ging als einer der erfolgreichsten Missionare in die Geschichte ein. Der 1830 zum Priester geweihte Österreicher trat 1863 bei den Trappisten in Mariawald in der Eifel ein. Knapp 20 Jahre später gründete Pfanner in Natal in Südafrika die Trappistenabtei Mariannhill (Maria Anna-hill), der er als Abt vorstand. Mariannhill bei Durban entwickelte sich zum erfolgreichsten Missionszentrum in Südafrika, es wurde bahnbrechend im Schulwesen und in der Ausbildung von einheimischen Lehrern und Priestern. 1885 rief Franz Pfanner, der mit Geburtsnamen Wendelin hieß, die „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut“ ins Leben, im Dezember 1888 fand die erste öffentliche Gelübdeablegung statt. Die Schwestern widmeten sich der Pflege Kranker und die Erziehung der Kinder. Von Mariannhill aus gründete Franz Pfanner noch elf weitere Missionsstionen in Südafrika.
bei harter Arbeit...
Da seine Arbeit mit der Ordensregel der Trappisten, einem Zweigorden der Zisterzienser, nicht vereinbar erschien, setzte man Franz Pfanner 1893 von seinem Amt ab. Ab 1894 wirkte der Priester als einfacher Missionar still und Aufopferungsvoll bis zu seinem Tod 1909 in der von ihm erbauten Missionsstation Emaus in Südafrika. Beigesetzt wurde er in seiner Gründung Mariannhill.
Der amerikanisch Trappist Thomas Merton nannte Franz Pfanners Wirken in Südafrika „ein Phänomen der Katholischen Kirchengeschichte“. De Informationsprozess für Franz Pfanner mit dem Ziel der Seligsprechung des Missionsabtes wurde im Jahr 1963 eröffnet.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattöoch-Verlag

Bete in höchster Gefahr



„Engel Gottes, mein Beschützer, dem Gottes Güte mich anvertraut hat, erleuchte, beschütze, leite und regiere mich! Amen.“

Mein Schutzengel


Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. - Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

Demut


„Demut ist wie Wahrheit unüberwindlich;
ihr gehört immer der Sieg.“

„Demut ist nichts als Sehnsucht zu dienen.“

(Klemens M. Hofbauer)

„Der Demütige hat einen Gipfel und ringt sich zu ihm empor. 
Der Hochmütige ist sich selber die höchste Höhe ...“

(E. Hasse)

Die Demut ist die Tugend des Wachsens —
Hochmut ist Stillstand, — Abstieg.

„Wem nie etwas passiert, das ihn vor Gott und Menschen
und vor sich selbst demütigt, der wird leicht pharisäisch.“

(Huber)

„Die Überlegung im Handeln erwirbt Achtung, 
die Demut Nachahmung,
die Güte Liebe.“

(P. A.)


„Meine Lebensweisheit besteht nun meistens darin: Lieben und Leiden, staunen und anbeten und bewundern die namenlose Liebe Gottes zu uns armen Geschöpfen. In dieser Liebe meines Gottes komme ich an kein Ende.“

(Br. Konrad von Parzham)

 „Auf wen seh' Ich, als auf den Armen, der zerschlagenen Geistes ist und Meine Worte mit Zittern hört?“

(Is. 66, 2.)



Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. - St. Gabriel-Verlag, Wien

23.05.2019

Andacht zur Mutter Gottes bewahren


Bewahre die Andacht zur Mutter Gottes,
schütze dich vor der Sünde,
und Gott wird dich von deinen Übeln befreien.

Eine besondere Verehrung der Gottesmutter ist eine mächtige Verteidigung gegen den Versucher. Unter ihrem mütterlichen Schutzmantel können unsere inneren Verletzungen leichter ausheilen, denn wir erreichen leichter das Notwendige Kind-Sein:
Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen  (Mt. 18, 3)


Quelle: Die Maximen des heiligen Philipp Neri – mit Kurz-Kommentaren aus dem Oratorium von Aufhausen – P. Winfried M. Wermter C:O:

Tagesheilige 23. Mai - Hl. Johannes Baptista de Rossi



Hl. Johannes Baptista de Rossi

Priester
Geboren: 1698 in Voltaggio, Italien
Gestorben: 23. Mai 1764 in Rom, Italien

In der römischen Kirche S. Trinitá die Pellegrini befindet sich das Grab von Johannes Baptista de Rossi. Der bescheidene Priester, der Zeit seines Lebens nur an andere gedacht hatte, wurde 1881 durch Papst Leo XIII. heiliggesprochen.
Johannes kam 1698 in dem Ort Voltaggio in Oberitalien zur Welt. Er studierte in Rom, unter anderem auch bei Dominikanern. Während dieser Zeit traten bei ihm die ersten epileptischen Anfälle auf, die ihn bis an sein Lebensende heimsuchen sollten. Im Jahr 1721 empfing Johannes de Rossi die Priesterweihe und kümmerte sich von da an hauptsächlich um Arme und Kranke in den Spitälern Roms. Sein ganzes Wirken galt den Ärmsten der Gesellschaft. Er scheute sich auch nicht, Gefangene in den Gefängnissen zu besuchen und ihne Trost und Mut zuzusprechen, sie aber auch zu Reue und Buße zu ermahnen. Im Jahr 1737 verteilte Johannes de Rossi sein gesamtes Hab und Gut unter den Bedürftigen.
Der gütige Missionar starb am 23. Mai 1764 in Rom. Die Trauernden an seinem Grab kamen aus allen Bevölkerungsschichten.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattloch-Verlag

Christus in dir, du in Christus


Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Zeiten.

Denke an das Wort des Herrn: Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch sage.

Diese Freundschaft zwischen Christus und dir kann viel inniger sein, als sie zwischen Menschen möglich ist.

Getauft

Durch die Menschwerdung hat sich der Sohn Gottes für immer mit der menschlichen Natur verbunden. Seither teilt er sein göttliches Leben den Menschen mit.
Seit dem Tag deiner Taufe erfüllt sich das Leben der Gnade.
Damals versprachen die Paten in deinem Namen, dass du die Freundschaft mit Christus und das göttliche Leben der Gnade stets treu bewahren wollest.

Freund Gottes 

Du bist jetzt herangewachsen und kannst selbst Verantwortung tragen. Du darfst dich nicht mehr mit dem versprechen begnügen, das andere für dich ablegen.
Du musst dich entscheiden, ob du der Freundschaft mit Christus annehmen oder zurückweisen willst.
Christus will dich nicht zwingen. Freundschaft lässt sich nicht erzwingen.
Der Freund spricht ein freies Ja. Er schenkt sich ganz. Christus hat sich für dich dahingegeben.
Er erwartet von dir, dass du dich ihm ganz anvertraust.
Er möchte in deine Gedanken und Taten eingehen, er will dich ganz besitzen und durch dich sein Lebenswerk weiterführen.
Sei im Denken und Leben so mit dem Heiland verbunden, dass du wie Paulus sagen kannst:

Nicht nur ich lebe, sondern Christus lebt in mir!
Für mich heißt Leben: Christus!

Quelle: Jugend vor Gott – Gedanken ung Gebete
P. Alfonso Pereira S. J. - Verlag Butzon & Bercker -
Kevelaer


22.05.2019

Geduld


Von einem Diplomaten wird erzählt: Wenn er eine Unterredung mit einem anderen Diplomaten hatte, stellte er einen Diener vor der Türe auf. Sobald dieser Merkte, dass sein Herr laut oder erregt wurde, musste er eintreten und eine Visitenkarte abgeben. Auf der Karte stand: „Dr. Unruh!“ Das erinnerte ihn immer daran, dass er ruhiger sein müsse. Wer das noch nicht gehört hat, der lache einmal über diesen drolligen Einfall, frage sich aber auch, ob er nicht selbst hier und da solche Karte brauchen könnte. Aber wenn wir manchmal Grund hätten, laut zu werden, bleiben wir nur ruhig, dann bleiben wir Sieger.

Es ist unsere Eigenliebe und die mit ihr zusammenhängende Ungeduld, die den Frieden zerstört. Durch sie kommt der Unfriede in die Familien, und wo man sich gegenseitig lieben und unterstützen sollte, da nimmt allmählich Abneigung, oft direkter Hass überhand und das Zusammenleben wird zur Qual.
Der heilige Franz von Sales ist für alle Zeiten ein leuchtendes Vorbild der Geduld. Er hatte unendlich viel Ungemach zu ertragen; aber er ertrug es aus Liebe zu Gott, in dem er sich Gewalt antat, sich selbst überwand. Empfehlen wir uns ihm und ahmen wir sein Beispiel nach!

Tun wir es aus Liebe zum Heiland!

„Vielem muss das Herz entsagen, welches seinen Heiland liebt;
Vieles, vieles muss es tragen, und bevor es eingeübt
im Entsagen und Ertragen, kann es nichts von Liebe sagen.“

Präge diese Worte fest deinem Gedächtnisse ein und suche sie in die Tat umzusetzen!

Der heilige Vinzens von Paul (1576-1660) verlor auch in Widerwärtigkeiten nichts von seiner gewohnten Heiligkeit. Seine Seele blieb immer gleich und war jedem Trübsinn unzugänglich. Er fügte sich freudig und geduldig jeder Schickung der Vorsehung, und es galt ihm gleich viel, ob er den Herrn mit körperlichen Leiden oder durch Arbeiten und Wirken verherrlichen konnte.



Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. - Hrsg.: Aktion „Deutschland brauch Maries Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

21.05.2019

Deine Not, die behalte für dich


„Deine Not, deine Not, die behalte für dich.
Mit den Nächsten nur deine Freuden besprich;
denn von jener haben wir sie selbst zu tragen —
Wie könnten ihnen noch Fremden behagen? —
Aber du, du frage nach anderen Schmerzen,
dass sie gern dir vertrauen, deinem stillen Herzen.
Nimm alles auf dich und zeig es dem Herrn;
so will er dich haben — so hat er dich gern.
Dann heilt er auch deine eigene Wunden —
dann wirst du an seinem Frieden gesunden.
Deine Not, deine Not, die behalte für dich —
Nur klage sie Gott — doch mit niemanden sprich.“

                                   (Elsbeth Düker)


„Oft hab' ich andere froh gemacht
Und stets an mich zuletzt gedacht.
Ich diente, — und mein Lohn ist Frieden.“

(Fr. W. Weber)


Erlaubter Egoismus — empfehlenswerte Selbstliebe:
„Liebe Menschen, wenn ihr wüßtet,
Welche Wunder Liebe tut —
Mancher Mensch wär' manchem Menschen
Schon sich selbst zuliebe gut!“

(Max Bewer)


„Niemand suche nur sein eigenes Wohl,
sondern das des Nächsten.“

(1 Kor. 10, 24.)


Quelle: Weggeleit: P. Jakob Koch SVD. - St. Gabriel Verlag, Wien

20.05.2019

Gott steht hinter allem Zeitgeschehen . . .



Gott steht hinter allem Zeitgeschehen und lenkt die Hände der bösesten Feinde. Am Ende erfüllen doch alle nur seinen heiligen Willen.

„Wir können ruhig sein – Gott wird mit allen fertig: mit den Guten in unerschöpflicher Langmut, mit den Bösen in unüberwindlicher Kraft.“  (P. Weiß)

„Starke, die sich Treiber dünken, werden doch nur selbst getrieben.
Heergeräte eines Stärkeren, die gebraucht, verbraucht, zerstieben.“  (Fr. W. Weber)

Salutem ex Riminis nostris – Unser Heil müssen auch unsere Feinde wirken.

Darum: Stille, stille, - Gottes Wille . . .!

„Gott ist größer als der Mensch. Du rechtest mit Ihm, dass Er nicht auf alle Worte dir antwortet?“
(Job. 33, 12. 13.)


Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. - Hrsg.: St. Gabriel-Verlag - Mödling bei Wien