14.06.2021

 

Herz-Maria-Sühne-Sühnesamstag

Bedeutung  und Ursprung des Herz Mariä - Sühnesamstages

1917 erscheint die Muttergottes in Fatima (von der Kirche anerkannt und für wahr befunden! ) und  erbittet  die Verehrung ihres unbefleckten Herzens, das tägliche Rosenkranzgebet  und die Sühnekommunion an 5 aufeinanderfolgenden ersten Samstagen ( oder Sonntagen) des Monats.

 Jesus will die Verehrung meines unbefleckten Herzens in der Welt begründen - wer sie übt, dem verspreche ich das Heil. Diese Seelen werden von Gott bevorzugt werden wie Blumen, die ich vor seinen Thron bringe.   (die Gottesmutter in Fatima am 13. Juni 1917 ).

Durch die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens will JESUS den Menschen, der unglücklichen und schuldbeladenen Welt, das Geschenk des Friedens und des Glückes geben. JESUS wünscht mit sehnsüchtigem Verlangen die Rückkehr der sich von ihm abgewendeten Seelen, um sie in die Liebe seines göttlichen Herzens einzutauchen und ihnen Verzeihung ihrer Sünden zu schenken.

Jesus erwartet von ihnen nur eines: Vertrauen in die Güte seines göttlichen Herzens.

Dieses Vertrauen werde ich in ihre Herzen senken, wenn sie ihre Zuflucht in  meinem unbefleckten Herzen suchen. Um Jesus zu lieben, wie ER es wünscht, muß man ihn durch mein unbeflecktes Herz lieben. Je mehr ihr mit meinem Herzen vereint seid, desto mehr Ströme der Liebe zum Herzen Jesu werde ich in eure Herzen ergießen.

Meine Tochter, siehe mein Herz, das von Dornen umgeben ist, durch die es die undankbaren Menschen jeden Augenblick mit ihren Flüchen und ihrer Undankbarkeit durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten.   (Die Muttergottes in Fatima zu Schwester Lucia).

Ich meinerseits verspreche allen jenen, die am ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten beichten, kommunizieren, den Rosenkranz beten und mir während einer Viertelstunde Gesellschaft leisten, indem sie die Rosenkranzgeheimnisse betrachten mit der Absicht, mir Genugtuung zu leisten, in der Todesstunde mit allen für ihr Heil notwendigen Gnaden beizustehen.

Warum eigentlich fünf Sühnesamstage ?

Meine Tochter, sagt Jesus zu Schwester Lucia, der Grund ist einfach: es geht um fünf Arten von Beleidigungen und Lästerungen, die gegen das unbefleckte Herz Mariens begangen werden:

1. Die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis.

2. Gegen die Jungfräulichkeit.

3. Gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen.

4. Die Beleidigungen jener, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Haß gegen diese unbefleckte Mutter einzuflößen.

5. Die Beleidigungen jener, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren.

Wer am ersten Samstag den Wünschen der Gottesmutter nicht nachkommen kann, darf dafür den folgenden Sonntag nehmen.
                                               
In der Fatima-Botschaft sagt die Muttergottes: Deshalb gehen so viele Menschen in die Hölle, weil niemand für sie betet. Alle jene, für die gebetet, geopfert und gesühnt wird, gehen nicht verloren. Papst Pius XII. erklärt in der Enzyklika Mysticy corporis: Es ist ein schauererregendes Geheimnis, dass Gott das Heil so vieler Menschen abhängig macht vom Gebet und von der Busse einiger weniger. Was also zählt ist Gebet, Opfer und Buße durch die wahre Liebe auf dem Fundament der Wahrheit. Die gelebte Weihe an das Herz Jesu und Unbefleckte Herz Mariä ist die unnachgiebige Forderung und das große Angebot an die Menschheit für Frieden und Segen.

Gebete der drei Hirtenkinder

Gebet des Engels:

O mein GOTT, ich glaube an Dich,
ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich,
und ich liebe Dich.
Ich bitte Dich um Verzeihung für jene,
die nicht glauben, nicht anbeten,
nicht hoffen und Dich nicht lieben.
(Nach dem Vorbild des Engels verrichteten die Hirtenkinder dieses Gebet kniend, mit der Stirn den Boden berührend.)                                    

Gebet zur Heiligsten Dreifaltigkeit

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater , Sohn und Heiliger Geist,
 ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an und
opfere Dir auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus,
der in allen Tabernakeln der Welt gegenwärtig ist, zur Sühne für die Schmähungen, Entweihungen und die Gleichgültigkeit, durch die ER selbst beleidigt wird.
Durch die unendlichen Verdienste seines heiligsten Herzens und die Fürsprache des unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.
(der Engel hat die Hirtenkinder dieses Gebet gelehrt. Mit ihnen zur Erde niedergebeugt betete er es dreimal.)

Quelle: Zeugen der Wahrheit

13.06.2021

Die von Maria gewollte Weltweihe


Die Erscheinungen von Paray-le-Monial haben, wie wir bereits sahen, eine weltweite Bewegung der Weihe an das Herz Jesu ausgelöst. Ebenso ging von Fátima eine Bewegung zur Weihe an das Herz Mariä aus.


Am 13. Juni 1929 erklärte die Gottesmutter Schwester Lucia: „Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem Gott den Heiligen Vater bittet, zusammen mit allen Bischöfen auf der Welt die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz vorzunehmen.“

Die Merkmale der von Unserer Lieben Frau gegenüber Schwester Lucia erbetenen Weihe sind denen der Weihe an das Heiligste Herz Jesu ähnlich, die Leo XIII. durchgeführt hat. Im Großen und Ganzen haben dieser Bitte Pius XII. 1942 und 1952 sowie Johannes Paul II. 1982 und 1984 entsprochen. Paul VI hat 1964 das Menschengeschlecht dem Unbefleckten Herzen Mariä anvertraut. An dieser Stelle gehen wir auf diesen Punkt nicht näher ein, denn er erfordert eine sorgfältige Analyse, die uns sehr weit von unseren Darlegungen entfernen würde.

(Anm.: Auf jeden Fall wurden die von der Muttergottes gestellten Bedingungen, unter denen die Weihe hätte vollzogen werden sollen, nicht erfüllt)

Quelle: Das Heiligste Herz Jesu – Hoffnung, Lösung und Trost für einen Jeden von uns – André Sá – Das Herz Jesu Apostolat für die Zukunft der Familie – Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e. V. - TFP – Frankfurt am Main



12.06.2021

Der Gedenktag „Unbeflecktes Herz Mariä“



Der Gedenktag „Unbeflecktes Herz Mariä“ wird in der katholischen Kirche am Tag nach dem Hochfest „Heilgstes Herz Jesu“, also am Samstag, begangen. Seine Wurzeln liegen in diesem Herz-Jesus-Fest, aus dem sich das Gedenken auch des Herzens der Maria entwickelt hat. Johannes Eudes gehörte zu den großen Förderern dieses Gedankens. Im 19. Jahrhundert wurde der letzte Samstag im Mai von Jules Chevalier begründet zur Verehrung „Unserer Lieben Frau vom Herzen Jesu“. 1942 weihte Papst Pius XII. die ganze katholische Kirche und die ganze Menschheit dem unbefleckten Herzen Mariä, 1944 führte er für die ganze römisch-katholischen Kirche den Tag am 22. August ein. Die Kalenderreform des 2. Vatikanischen Konzils setzte den heute gültigen Termin.

Quelle: Heiligenlexikon

07.06.2021

Tagesheilige 7. Juni Hl. Deochar

  


Hl. Deochar (Deotker, Dietger, Theotgar)

Abt OSB
Geboren 8. Jh. in Bayern(?)
Gestorben: um 830 in Herrieden, Bayern
Patron der Blinden und Augenkranken

Deochar war ein Einsiedler, der als Schüler Alkuins an den Hof Karls des Großen kam, dessen Beichtvater er wurde. Er gründete 795 das Benediktinerkloster von Hasenried-Herrieden. Deochar gal asl Helfer bei Augenleiden.
Deochar war der erste Abt der berühmten Benediktinerabtei Herrieden (früher Hasareode) in Mittelfranken im Bistum Eichstätt. Im Jahr 819 war er an der Übertragung der Gebeine von Bonifatius nach Fulda beteiligt. Deochar wurde nach seinem Tod um das Jahr 830 in Herrieden beigesetzt; nachdem Kaiser Ludwig der Bayer 1316 die Abtei eingenommen hatte, erhob er Deochars Gebeine und schenkte einen großen Teil der Reliquien der Reichstadt Nürnberg, wo sie zunächst in der Deochar-Kapelle in St. Lorenz beigesetzt wurden. Im Jahr 1845 gelangten die Gebeine dann alle in den Dom von Eichstätt. In St. Lorenz in Nürnberg kann noch heute der berühmte Deocharus-Altar bewundert werden.

Deochar nimmt die Beichte Karls des Großen ab
und auf dem Sterbebett

Darstellung: Deochar ist als Abt, meist mit Stab und Heiligenschein dargestellt. Im sogenannten Konhoferfenster in der Nürnberger Lorenzkirche ist er so in gotischer Glasmaltechnik abgebildet. Auf einem Flügel des Deocharus-Altares in St. Lorenz ist die Szene zu sehen, wie der Vater eines blinden Jungen mit zwei Augäpfeln vor dem Schrein von Deochar kniet und um Hilfe für sein Sohn bittet.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag
und http://museum-nuernberger-kunst.de/projects/show/237-deocarusaltar

02.06.2021

Herz-Mariä-Sühnesamstag - Rosenkranz in Mainz


Der nächste Samstag — 5. Juni — ist der erste Samstag im Monat und somit Herz-Mariä-Sühnesamstag, wie von der Muttergottes in Fatima die ersten Samstage eines jeden Monats bezeichnet wurden. Sie wünschte an diesen Samstagen das Gebet des Rosenkranzes, fünfzehnminutigen Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse, sowie Beichte und Kommunion zur Sühne für die Beleidigungen, die von den Menschen dem Unbefleckten Herzen Mariens zugefügt werden.




Um diese Sühne auch öffentlich zu leisten, beten wir jeden ersten Samstag um 16 Uhr einen Rosenkranz in Mainz, am Marienbrunnen
(Marienplatz,
Dom Nordseite)



Herzliche Einladung!


13.05.2021

Fatima I


„Betet täglich den Rosenkranz,
um den Frieden der Welt und
um das Ende des Krieges zu erlangen.“


Unsere Liebe Frau von Fátima
1.Erscheinung am 13. Mai 1917
Quelle: 365 Tage mit Maria

Kalender 1998

04.04.2021

Zu Ostern


Ein neuer Morgen ist der Welt aufgegangen, strahlend und unberührt wie der erste Schöpfungsmorgen. Die Sonne der göttlichen Huld leuchtet wieder über der Erde. Schon am Feste der Menschwerdung sahen wir den „Aufgang aus der Höhe“. Christus erschien als die Gnadensonne des Vaters. Aber noch hüllte sie ihren Glanz in die bergende Wolke der demütigen Menschheit. Am Fest der Epiphanie und am Verklärungssonntag sahen wir sie hell aufleuchten. Aber während der großen Leidenswoche schien sie zu versinken im Meer der Leiden, im Abgrund des Todes. Heute erhebt sie sich aus den Wassern der Passion, aus den Wolken höllischer Anfeindung. Strahlend steigt sie zur Höhe empor, endgültig und für immer die Erde segnend und beherrschend.

Es ist Tag geworden auf Erden — „Abend und Morgen, der erste Tag“ (Gen. 1,5). Und wirklich der erste, denn „sie kamen am ersten Wochentage in aller Frühe zum Grabe, als die Sonne eben aufgegangen war“, (Benedictus-Antiphon der Osternacht). Der erste Tag und zugleich der achte, nach dem siebten, dem Sabbat. Der achte Tag, der über die irdische Zeit und die sieben Tage der ersten Schöpfung hinausgeht, — der Anbruch einer neuen Zeit, die nicht mehr gezählt und gemessen werden kann, der Anfang der Ewigkeit.

Das ist der geheimnisvolle Tag, den wir erwarten, dem wir entgegenleben in dieser Zeit. Heute hat er begonnnen; heute ist er aufgegangen. Wir stehen mitten darin; nur unsere Augen sind zu schwach, als dass wir seinen vollen Glanz schauen könnten. Aber wir fühlen seine Wärme in unserem Blut; wir leben von seinem Licht. Eben ist die Sonne aufgegangen — Christus ist auferstanden. „Christus ist die wahre Sonne und der wahre Tag“, sagt der heilige Cyprian und führt als Beweis jene Stelle des 117. Psalms an, die als erster Vers des Graduale während der ganzen Osterwoche nicht von den jubelnden Lippen der Kirche weicht: „Haec dies, quam fecit Dominus: exsultemus et laetemur in ea.“ – „Das ist der Tag, den der Herr uns gemacht hat! Jubeln wollen wir und uns freuen an ihm!“ (Ps. 117,24)


„Christus ist unser Tag. In seinem Lichte sehen wir das Licht“ (Ps. 35,10). „Wunderbar ist deine liebende Schau, dein liebendes Erkennen geworden“ (Ps.  138,6), spricht der Vater zum verklärten Christus. Der auferstandene Herr schaut den Vater, ruht in ihm. Das ist letztes Erkennen, Erfassen Gottes. Ein Erkennen nicht durch Überlegung des Verstandes, durch menschliches Wissen; ein Erkennen über allem menschlichen Erkennen und Wissen: Schau. Christus, der Tag, ist wesenhaft eins mit dem göttlichen Lichte.

Nur der Sohn sieht den Vater, wie er ist. Aber nun sind unsere Augen klar geworden von dem neuen Tag, der in Christus uns aufgeleuchtet ist. Im hellen Lichte dieses Tages schauen wir das Urlicht. Vollkommen wird die Schau erst im Jenseits, wenn auch wir ganz verklärt, ganz Tag geworden sind wie Christus. Aber begonnen hat sie mit der Auferstehung des Herrn. Bevor der Sohn kam, vermochte niemand den Vater zu erkennen. Jetzt ist der Tag selbst, Gottes Licht in den Menschen eingetreten. In seinem Licht sieht er das Licht. Wunderbar ist die Erkenntnis Gottes geworden in der Welt. „Wunderbar ist deine Erkenntnis geworden“, spricht die Kirche zu ihrem auferstandenen Herrn und zugleich zu jedem ihrer Kinder, das in Christus auferstanden ist zu neuem, gottschauendem Leben.

Wenn der Tag aufgeht, ist er Gericht für die Nacht. Die Finsternis flieht vor dem Licht. So ist auch Christus, der Tag, Gericht für die Welt, die die Finsternis mehr geliebt hat als das Licht (Joh 3,19). Gerichtet ist die Welt, gerichtet ist der Teufel. Aus dem Dunkel kam die alte Schlange und wollte Krieg führen gegen den Herrn des neuen Lichtes. Heute ist sie gerichtet. Der „Nachkomme der Frau“ hat der Schlange den Kopf zertreten; besiegt taumelt sie zurück in ihre Finsternis. „Die Erde bebte und ward stumm, da Gott zum Gerichte aufstand“ (Offertorium, Ps. 75,9-10).

„Vom Tode zum Leben und von der Erde zum Himmel hat uns Christus, unser Gott, hinübergeleitet, und wir singen das Lied seines Sieges“ (aus der griechischen Liturgie).

„Das Lamm erlöste die Schafe; mit dem Vater versöhnte, Christus, der Reine, alle die Sünder“ (Ostersequenz).


P. Klaus Gorges, Ostern 2008

02.04.2021

Kreuzweg

Beim Kreuzweg kann man nicht neutral bleiben

Pilatus, der skeptische Intellektuelle, hat versucht, neutral zu sein, sich herauszuhalten; aber gerade dadurch hat er Stellung bezogen gegen die Gerechtigkeit, aus Konformismus zugunsten seiner Karriere.

Quelle: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig – Ausgewählte Gedanken von Papst Benedikt XVI. - Hrsg.: Kirche in Not/Ostpriesterhilfe – Königstein

01.04.2021

KREUZWEGANDACHT

 

Vorbereitungsgebet

O mein göttlicher Heiland, voll des innigen Mitleids und mit reumütigem Herzen will ich Dich jetzt im Geiste begleiten auf jenem blutigen Wege, den Du zu unserer Erlösung gegangen bist. Lass mich erkennen, wie Du so unsäglich viel für uns Sünder gelitten hast. Gib mir aber auch die Gnade, dass ich meine Sünden, die schuld sind an Deinem Leiden, immer mehr bereue und in Zukunft sorgfältig meide. Amen.

DER HEILIGE KREUZWEG


1. Station
Jesus wird zum Tode verurteilt.

(vor jeder Station mit Kniebeuge)
V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie freudig der Heiland das Todesurteil annimmt. -
O Jesus, ich bitte Dich, nimm doch die Verurteilung zum ewigen Tode, welche ich durch meine Sünden verdient habe, von mir. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


2. Station
Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Christus das schwere Kreuz ohne Murren auf sich nimmt. -
O Jesus, gib mir die Gnade, dass ich mein eigenes Kreuz mit aufrichtigem Bußgeiste willig und mutig trage. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


3. Station
Jesus fällt zum ersten Male unter dem Kreuze.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Jesus unter der Last des Kreuzes zu Boden sinkt. -
O Jesus, gib mir die Gnade, daß ich Deinen Schmerz nicht durch Rückfall in die Sünde erneuere. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


4. Station
Jesus begegnet seiner schmerzhaften Mutter.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte den Schmerz des Sohnes und der Mutter bei dieser Begegnung. –
Heilige Maria, du schmerzhafte Mutter, erwecke in mir einen großen Schmerz über meine Sünden, damit ich Gnade bei Gott finde. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


5. Station
Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Jesus zu schwach ist das Kreuz selbst weiter zu tragen. ­
O Jesus, mir kommt es zu das Kreuz zu tragen, weil ich gesündigt habe. Gib mir die Gnade, alles Kreuz und Leid geduldig zu tragen. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


6. Station
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.
V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Veronika voll Mitleid Jesus das Schweißtuch darreicht. ­
O Jesus, reinige meine Seele vom Schmutze der Sünde und präge tief in mein Herz Dein blutüberströmtes heiliges Antlitz ein. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


7. Station
Jesus fällt zum zweiten Male unter dem Kreuze
.
V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie durch den zweiten Fall die Schmerzen Jesu vermehrt werden. –
O Jesus, voll Reue bitte ich Dich, lass nicht zu, dass ich Dich je wieder beleidige. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


8. Station
Jesus redet zu den weinenden Frauen.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, dass du mehr über deine Sünden als über deine Leiden weinen sonst. –
O Jesus, gib mir Tränen einer wahren Reue und die Gnade Dir stets treu zu bleiben. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


9. Station
Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuze.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie dein Leichtsinn und deine Verstocktheit Jesus ein drittes Mal zu Boden drücken. –
O Jesus, entschieden und für immer will ich jetzt mit der Sünde brechen; gib mir die Kraft dazu. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


10. Station
Jesus wird seiner Kleider beraubt.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte die Beschämung, welche Jesus erduldet, als man ihn der Kleider beraubt. –
O Jesus, gib mir die Gnade, mein künftiges Leben in Reinheit und Mäßigkeit zuzubringen. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


11. Station
Jesus wird ans Kreuz genagelt.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Jesu Hände und Füße mit großen Nägeln durchbohrt werden. –
O Jesus, Du leidest so viel für mich; lass auch mich aus Liebe zu Dir fürderhin alles geduldig leiden. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


12. Station
Jesus stirbt am Kreuze.
V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie Jesus nach dreistündigem Todeskampfe am Kreuze stirbt, um dir die Größe seiner Liebe zu zeigen. –
O Jesus, gib, dass ich nur lebe für Dich und aus Liebe zu Dir. Amen.


Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


13. Station
Jesus wird vom Kreuze abgenommen.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte die Betrübnis der Mutter Jesu unter dem Kreuze. -
O heiligste Jungfrau, erbitte .mir die Gnade, dass ich Jesus durch die Übung der christlichen Tugenden meine Liebe allzeit beweise. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!


14. Station
Jesus wird ins Grab gelegt.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und wir preisen Dich.
A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Betrachte, wie der heilige Leichnam Jesu in das Grab gelegt wird. –
O Jesus, gib mir die Gnade, Dich im Allerheiligsten Sakramente des Altares allzeit würdig zu empfangen. Amen.

Vater unser usw. Gegrüßet usw. Ehre sei usw.
V. Gekreuzigter Herr Jesus Christus!
A. Erbarme Dich unser und der armen Seelen im Fegefeuer!

Schlussgebet
O Jesus, mein Heiland und Erlöser! Nimm diese Andacht gnädig von mir an zur Danksagung für Dein bitteres Leiden und Sterben, zur Nachlassung der verdienten Sündenstrafen, zur Erlangung neuer Gnaden und zum Troste der armen Seelen im Fegfeuer. Die guten Vorsätze, die ich bei dieser Andacht gemacht habe, will ich treu halten und erfüllen; das sei mein Bestreben und dazu verhelfe mir deine allmächtige Gnade. Amen.

Quelle: „Mein Sonntags-Messbuch“, Msgr. Joseph F. Stedman, Hgb. Bruderschaft vom kostbaren Blute, Brooklyn, N.Y., USA. 1947.

Fotos: Privat

Die Verehrung der Tränen Mariens

Die Verehrung der Tränen der schmerzhaften Mutter Maria ist eine alt hergebrachte. Schon im 8. Jahrhundert wurde sie in der Karfreitags-Liturgie der Ostkirchen festgelegt. Im 12. Jahrhundert wurde diese Verehrung durch Rom anerkannt; denn an dem mit vielen Ablässen bereicherten Sieben-Schmerzen-Rosenkranz läßt uns die hl. Kirche drei "Gegrüßet seist Du Maria" beten zur andächtigen Verehrung der bitteren Tränen, die die schmerzensvolle Mutter die Zeit ihres Lebens vergossen hat. Von dieser Verehrung zeugen ferner die im Offizium vorkommenden Schrifttexte und das Missale an den beiden Festen der Schmerzensmutter. Wie sehr die Verehrung der Tränen der Gottesmutter in Deutschland im Mittelalter verbreitet war, beweisen uns die Bücher des Volkschriftstellers Pater Martin von Cochem (+ 1712). Dieser Kapuzinerpater gibt in seinen heute noch mit kirchlicher Druckerlaubnis erscheinenden Büchern nicht weniger als drei Gebete, worin die Tränen Mariens verehrt werden. Wir wollen nur eines davon abdrucken und es eifrigst zu beten empfehlen, weil es uns von großer Bedeutung zu sein scheint gerade für die heutige Zeit, in der der gütige Erlöser durch ungezählte Sünden beleidigt wird und die Gottlosigkeit überhand zu nehmen droht. Die Tränen einer Mutter rühren stets das Herz ihres Kindes: Der Heiland wird um der Tränen Seiner Mutter willen uns erhören und uns Barmherzigkeit erzeigen; die Sünder werden sich, von den Tränen ihrer Mutter gerührt, bekehren. - Das umstehende Bild ist die getreue Wiedergabe des in Trevi, Italien, seit 1485 verehrten Gnadenbildes "Unsere Liebe Frau von den Tränen", der auch die dortige Pfarrkirche geweiht ist.

Gebet
Von P. Martin von Cochem

O ihr unzähligen bitteren Tränen, die ihr am heiligen Karfreitag aus liebevollem Mitleid mit dem leidenden und gestorbenen Heiland aus den Augen der schmerzerfüllten Mutter geflossen seid: ich ehre und grüße euch mit demütigem Herzen. Alle Engel und Menschen sollen euch ehren und preisen und alle Sünder ihre Zuflucht zu euch nehmen. O heiße, bittere und schmerzliche Tränen, die ihr die Engel zum Mitleid bewegt und das göttliche Herz des himmlischen Vaters erweicht habt: erweicht auch mein hartes Herz zum Mitleid und bewegt es zu einer wahren Reue über meine Sünden.

    O heilige Tränen, waschet mich!
    O bittere Tränen, läutert mich!
    O schmerzliche Tränen, reiniget mich!
    O milde Tränen, erweichet mich!
    O heiße Tränen, entzündet mich!

O mildreichste Jungfrau Maria, ich erinnere Dich an das herzliche Mitleid, das Du mit Deinem Sohne während Seines Lebens getragen und an die unzähligen Tränen, die Du zur selben Zeit vergossen hast und bitte Dich durch dieses herzliche Mitleid, Du wollest mir ein wahres Mitleid mit dem Leiden Deines göttlichen Sohnes und großen Abscheu vor der Sünde erlangen. O wollte Gott, daß ich ebenso kräftig und heilsam, wie Du am Karfreitag geweint hast, das bittere Leiden Christi und meine schweren Sünden beweinen könnte! O gnadenreiche Jungfrau, opfere diese Deine vergossenen Tränen dem himmlischen Vater auf zum Ersatz der Tränen, die mir aus Lauheit und Hartherzigkeit ermangeln. Durch die Verdienste derselben erlange mir Verzeihung meiner Sünden und Nachlassung meiner Schulden. Amen.

Kurzes Gebet vor einem Vesperbilde
Von P. Martin von Cochem

Mitleidigste Jungfrau Maria! Sei eingedenkt des heftigsten Schmerzes, den Du in Deinem Herzen empfandest, als Du Deinen verstorbenen Sohn in Deinem Schoße hieltest und Seine tiefen Wunden mit Deinen Augen ansahest, mit Deinen Tränen benetztest, mit Deinem Munde küßtest, mit Deinen Händen berührtest und mit unsäglichem Leide an Dein Herz drücktest. Durch diese Deine bitteren Schmerzen und Tränen, durch Deines Sohnes grausamen Tod und Seine Wunden bitte ich, ach stehe mir bei in meiner letzten Not. Amen.

Imprimatur: Argentinae (Strassbourg) die 2. Martiis 1937 - E. Kretz, Vic. Général. Verlag Comité Mater Dolorsa E. Ruyer, Haguenau. (Quelle: Heilige Gebete und Andachten)