19.11.2017

Gottvertrauen


Gott ist das unendlich tiefe Geheimnis,
an das wir glauben!


Gott ist auch die unendlich gütige Vorsehung,
auf die wir vertrauen.

Das Vertrauen führt uns einen großen Schritt näher zu Gott,
indem wir Seine Hand erfassen.

Quelle: „Auf zu den Sternen – Sentenzen von Kardinal Faulhaber“. Abendland-Verlag, Wuppertal

Novene zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Wunderbaren Medaille 2. Tag


Zweiter Tag
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
(Reue über begangene Sünden erwecken)
O mein Gott, ich bereue alle meine Sünden von ganzem Herzen, weil ich Dich das höchste Gut, mein unendlich gütigen und liebreichsten Vater dadurch beleidigt habe. Um der Verdienste Jesu Christi und seiner lieben Mutter Maria willen, verzeihe sie mir. Ich nehme mir vor, mit Deiner Gnade, um die ich jetzt und für immer bitte, eher zu sterben, als Dich wieder zu beleidigen.
(Anschl. dreimal die Anrufung)
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Betrachtung für den 2.Tag:
Die Tränen Mariens
Betrachten wir Maria, wie sie weint wegen der Drangsale, die über die Welt kommen werden, wegen der schweren Beleidigungen des Herzens Jesu, ihres Sohnes, und infolge der Verachtung des Kreuzes, sowie der Verfolgung ihrer geliebten Kinder auf Erden. Vertrauen wir auf das mitfühlende Mutterherz Mariens und wir werden auch teilhaben an der Frucht ihrer Tränen!
(Drei Ave Maria jeweils gefolgt von der Anrufung)
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Gebet
Heiligste Jungfrau, ich glaube an deine heilige und unbefleckte Empfängnis und bekenne sie. O reinste Jungfrau Maria, durch deine unbefleckte Empfängnis und ruhmvolle Auserwählung, Mutter Gottes zu sein, erlange mir von deinem geliebten Sohn die wahre Demut, die reine Liebe, den treuen Gehorsam, die ganze, ungeteilte Hingabe an Gott! Erbitte mir die Gnade, in allen Lebenslagen den Willen Gottes zu erkennen und auch zu erfüllen. Denn nur so kann ich Gott ehren und seinen Namen preisen. Du aber, meine gütige Mutter, erbitte mir diese göttlichen Gnaden für Zeit und Ewigkeit. Dafür sei dir Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.


Tagesheilige – 19. November: Hl. David von Augsburg


Hl. David von Augsburg

Mönch, Mystiker OFM
Geboren: um 1200 in Augsburg, Bayern – Gestorben: 19. November 1272 in Augsburg

David, der um das Jahr 1200 in Augsburg geboren wurde, gehörte zu den ersten Deutschen, die dem 1223 endgültig bestätigen Franziskanerorden beitraten. Nachdem er einige Jahre am Generalstudium in Magdeburg gewirkt hatte, bekleidete David von 1235 bis 1250 das Amt eines Novizenmeisters in Regensburg. Von Augsburg aus wirkte David danach als Volksprediger, wanderte viel durch Deutschland und besuchte die jungen Stätten des Franziskanerordens.
David von Augsburg starb am 19. November 1272 in seiner Heimatstadt. Der Franziskaner ging als einer der ersten, wenn nicht sogar als erster deutscher Mystiker in die Geschichte ein. Seine Schriften gelten als klassische Zeugnisse mystischer Erfahrungen und überzeugen durch eine klare, von nichts überlagerten Sprache. Das Volk verehrte den großen Franziskanerprediger schon bald nach seinem Tod wie einen Heiligen, doch der Kult Davis wurde nie offiziell bestätigt.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

18.11.2017

Tagesheiliger – 18. November: Hl. Odo von Cluny


Hl. Odo von Cluny

Abt OSB

Geboren um 878 in  Aquitanien, Frankreich – Gestorben: 18. November 942 in Tours, Frankreich
Patron der Musiker; für Regen und gegen Dürre

Unter Odo, dem zweiten Abt der zu den bedeutendsten Klöstern zählenden Abtei Cluny, erlebte dieses Zentrum der Christenheit seinen ersten Höhepunkt. Odo war der Begründer der Reform von Cluny, der sogenannten chuniazensischen Bewegung, die in den folgenden Jahrhunderten auf das gesamte Abendland übergriff. Wie alle Erzäbte der Abtei wurde Odo in der Reihe der Heiligen aufgenommen.
Odo stammte aus Aquitanien und  kam um das Jahr 878 als Sohn eines Ritters zur Welt. Zu Beginn des 10. Jh. wurde Odo Benediktinermönch unter den Begründer von Cluny, Abt Bernon (Berno). Bernon selbst bestimmte Odo vor seinem Tod zu seinem Nachfolger als Abt von Cluny. Odo gelang es gegen den Widerstand vieler Mönche, dass sich schon bald nach seinen Amtsantritt 17 Klöster der chuniazensischen Reformidee unterstellten. Er selbst wurde durch seine asketische und gütige Lebensweise zu einem großen Vorbild für viele Geistliche jener Zeit. Die besondere Liebe des großen Abtes galt immer der Musik. So komponierte Odo viel und machte sich auch einen Namen als Musiktheoretiker. Dies ist auch der Grund dafür, dass Odo noch heute als Patron der Musiker verehrt wird.
Odo von Cluny starb am 18. November 942 in Tours und wurde in der von Chlodwig gegründeten Klosterkirche St. Julien beigesetzt.
Im Jahr 1407 fand die Erhebung seiner Gebeine statt. Die Reliquien Odos wurden später nach Isle-Jourdain überführt.

Darstellung: Odo von Cluny ist im Abtsgewand mit Krummstab und oder Buch dargestellt, oft, wie er Arme bedient.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

Novene zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille 1. Tag


Erster Tag
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
(Reue über begangene Sünden erwecken)
O mein Gott, ich bereue alle meine Sünden von ganzem Herzen, weil ich Dich das höchste Gut, mein unendlich gütigen und liebreichsten Vater dadurch beleidigt habe. Um der Verdienste Jesu Christi und seiner lieben Mutter Maria willen, verzeihe sie mir. Ich nehme mir vor, mit Deiner Gnade, um die ich jetzt und für immer bitte, eher zu sterben, als Dich wieder zu beleidigen.
(Anschl. dreimal die Anrufung)
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Betrachtung für den 1. Tag:
Erste Erscheinung
Betrachten wir die Unbefleckte Jungfrau, wie sie zum ersten mal der hl. Katharina Labouré erschienen ist. Die fromme Novizin wurde von ihrem Schutzengel geführt und der hl. Jungfrau vorgestellt. Erwägen wir ihre unaussprechliche Freude! Auch wir werden glücklich werden wie die hl. Katharina Labouré, wenn wir eifrig an unserer Heiligung arbeiten. Wir werden uns des Himmelsglückes erfreuen, wenn wir auf eitle irdische Freuden verzichten.
(Drei Ave Maria jeweils gefolgt von der Anrufung)
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
Gebet
Heiligste Jungfrau, ich glaube an deine heilige und unbefleckte Empfängnis und bekenne sie. O reinste Jungfrau Maria, durch deine unbefleckte Empfängnis und ruhmvolle Auserwählung, Mutter Gottes zu sein, erlange mir von deinem geliebten Sohn die wahre Demut, die reine Liebe, den treuen Gehorsam, die ganze, ungeteilte Hingabe an Gott! Erbitte mir die Gnade, in allen Lebenslagen den Willen Gottes zu erkennen und auch zu erfüllen. Denn nur so kann ich Gott ehren und seinen Namen preisen. Du aber, meine gütige Mutter, erbitte mir diese göttlichen Gnaden für Zeit und Ewigkeit. Dafür sei dir Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

17.11.2017

„Wir müssen am Ende sterben“



Der Himmel beginnt auf dieser Erde,
die Ewigkeit in unserer Zeit.
Der volle Übergang zum vollendeten Leben in Gottes Herrlichkeit führt durch den Tod des Leibes.
Darauf muss man nicht nur immer gefasst sein, es kommt darauf an, „sterben zu lernen“, alles loszulassen und von Gott her zu bewerten.


Quelle: Die Maximen des heiligen Philipp Neri – P. Winfried M- Wermter C.O. - mit Kurz-Kommentaren aus dem Oratorium von Aufhausen – Hrsg.: Dienerinnen vom Heiligen Blut e.V. - Regensburg

Tagesheilige - 17. November: Hl. Gertrud von Helfta (die Große)

 
Hl. Gertrud, von Miguel Cabrera (1763). Dallas Museum of Art
Hl. Gertrud von Helfta (die Große)

Nonne, Mystikerin Ocist
Geboren: 5. Januar 1256 in Eisleben(?), Thüringen
Gestorben: 13. November 1302 in Helfta, Thüringen
Patronin von Peru; von Tarragona

„Die Prophetin des inneren Lebens“ nannte einmal ein Theologe die Mystikerin Gertrud von Helfta, der die Nachwelt den Beinamen „die Große“ gab. Lange Zeit war diese Frau, die oft als größte deutsche Mystikerin bezeichnet wird, von anderen Namen verdrängt, so unter anderem von ihrer Namensgefährtin Gertrud von Hackeborn, ihrer langjährigen Lehrerin. Doch gerade im 20. Jh. erleben ihre Schriften eine Renaissance, vielleicht, weil sie so klar und verständlich in ihrer Sprache sind.
Gertrud kam am 6. Januar 1256 in Thüringen, möglicherweise in Eisleben, zur Welt. Schon mit fünf Jahren gaben die Eltern das Mädchen in das Zisterzienserinnenkloster in Helfta nahe Eisleben, dem  Gertrud von Hackeborn als Äbtissin vorstand. Kloster Helfta galt zu jener Zeit als das führende Frauenkloster im deutschsprachigen Raum. Gertrud war glücklich in diesem Haus und nahm, sobald sie das nötige Alter hatte, den Schleier.
Am 27. Januar 1281 hatte die 25jährige Gertrud ihre erste Christus-Vision. Von nun an sollten ihr bis zum Tod immer wieder innige Vereinigungen mit Christus zuteil werden, deren Verlauf und Empfindungen Gertrud ab 1289 schriftlich niederlegte. Für ihre Aufzeichnungen benutzte sie die lateinische Sprache, die sie im Kloster hervorragend erlernt hatte. In ihren mystischen Erlebnissen verlangte Gertrud immer wieder danach, für Christus sterben zu dürfen. Mit der Zeit lernte die junge Frau, diese Sehnsucht zu unterdrücken und gab sich von da an dem Wunsch hin, dass der Wille Gottes an ihr geschehe. Ihre glühende Gottesliebe schrieb Gertrud von Helfta in ihren Schriften „Gesandter der Gottesliebe“ und „Geistliche Übungen“ nieder. Gertrud trug im Mittelalter ganz entscheidend  zur Verehrung des Herzens Jesu bei, viele Anrufungen der Herz-Jesu-Litanei schrieb sie Ende des 13. Jh. nieder.
Gertrud von Helfta starb am 13. November 1302 in ihrem Kloster. Unvergessen sind ihre Worte: „Dir, Christus, vermähle sich mein Geist zu einem Geist, zu einem Orden, zu einem Willen, zu einer Liebe.“ Erst 1738 wurde Gertrud in den römischen Kalender aufgenommen; eine Heiligsprechung erfolgte nie.

Verehrung/Brauchtum: Gertrud von Helfta wurde allen Zeiten vor allem in jenen Ländern hoch verehrt, die der spanischen Krone unterstanden; deshalb ist sie wohl noch immer Schutzheilige von Peru und von Tarragona in Spanien.
Auch der 16. November ist ein Gedenktag von Gertrud von Helfta.

Darstellung: Gertrud von Helfta ist als Nonne, manchmal auch als Äbtissin dargestellt. Auf fast alle Abbildungen ist ihr ein flammendes Herz, die feurige Liebe zu Jesus Christus symbolisierend, beigegeben. Weitere Attribute der Mystikerin sind Buch, Schreibfeder und Kruzifix; oft trägt sie sieben Ringe an der Rechten Hand. In der Benedikt-Kapelle im Zwiefaltener Münster hält Gertrud bei einer Statue von Christian von Riedlingen (1750) ein Spruchband in der Hand. Häufig fanden auch die Visionen Gertruds ihren Niederschlag in der Kunst.

Quelle: Heilige und Namenspatronen im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag



Gebet für die Armen Seelen der hl. Gertrud von Helfta


Der Herr sagte der heiligen Gertrud, dass das folgende Gebet, jedesmal, wenn es gesprochen wird, tausend Seelen aus dem Fegfeuer befreit. Dieses Gebet wurde erweitert, um die lebenden Sünder einzuschließen und um entstandene Schulden schon zu Lebzeiten zu mindern:

Ewiger Vater, ich opfere dir das höchst Kostbare Blut Deines göttlichen Sohnes Jesus auf, zusammen mit allen heiligen Messen, die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden, für alle Armen Seelen im Fegfeuer, für alle Sünder überall, für alle Sünder in der Weltkirche und diejenigen in meinem Hause und in meiner Familie. Amen.

(Genehmigt und empfohlen, gez.: M. Kardinal Pahiarca, Lissabon, Portugal, den 4. März 1936)

Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/arme-seelen-gebete.html


16.11.2017

Muttergottesstatue widersteht der Müllpresse



Patos de Minas, Brasilien

Der Fall erregte große Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, da der in der Stadt gesammelte Müll verschiedene Verdichtungsprozesse durchläuft.
Die Statue der Muttergottes von Aparecida wurde fast unversehrt auf der Mülldeponie gefunden.

Angestellte der Müllabfuhr hatten auf der Mülldeponie von Patos de Minas letzte Woche eine Überraschung. Unter dem gepressten Müll fanden sie eine Statue Unserer Lieben Frau von Aparecida praktisch unversehrt. Der Fall zog Aufmerksamkeit auf sich, da der in der Stadt gesammelte Müll verschiedene Verdichtungsprozesse durchläuft. Die Statue wurde am Dienstag (den 7.11.) von Supervisor Amarildo Ribeiro Silva und dem Trimmeroperator Osmar Pio gefunden.
Es war nicht sicher, welcher Sammelwagen das Bild auf die Deponie brachte. Die im Stadtgebiet verwendeten Fahrzeuge haben eine Presse, die den Müll verdichtet, um den Raum besser auszunutzen. Dieser Prozess allein würde ausreichen, um die Statue aus Gips in mehreren Teilen zu brechen. Aber das war nicht alles.
Auf der Deponie widerstand das Bild auch noch der Druckwalze eines Bulldozers, die nicht weniger als 19 Tonnen wiegt. Die Heilige sollte im Müll begraben werden, als sie von den Beamten gefunden wurde. Unsere Liebe Frau von Aparecida war schmutzig, aber ohne Schaden.
Angestellte der Mülldeponien wuschen die 60 Zentimeter große Statue und stellten fest, dass sie nahezu intakt blieb. Laut dem Direktor des Unternehmens, Enio Ferreira, das für die Deponie den Müll abliefert, wird das Bild, nachdem es von jemanden weggeworfen wurde, einen prominenten Platz im Unternehmen erhalten. Ihm zufolge soll eine Kapelle für das Bild Unserer Lieben Frau Aparecida an der Deponie gebaut werden.

Anm, der Redaktion: Die Muttergottes von Apaecida ist Königin und Schutzpatronin Brasiliens.

Quelle: https://www.patoshoje.com.br/noticia/ vom 13.11.2017
Autor : Maurício Rocha
Übersetzung mit Hilfe von Google-Translator

Achte auf dein Beispiel!

  
Von vielen wird es gesehen; manchen dient es zu Nachahmung. Das gilt vom guten, das gilt vom schlechten Beispiel. Für beide bist du verantwortlich, wie auch immer es sich auswirkt von Geschlecht zu Geschlecht.

„Deine Worte und Werke sind Samenkörner, Heil und Unheil kann von ihnen ausgehen.“

„Ach wenn doch mein weniger guter Einfluß mit mir begraben werden könnte!“...
...hat keiner auf seinem Sterbebette gesagt.

„Wehe der Welt um der schlechten Beispiele willen!“ sagt Jesus. Lass dieses „Wehe“ nicht umsonst gesagt sein und achte sorgfältig auf dein Beispiel! Auch in kleinen Dingen kann es schlechte Beispiele geben, die verheerend auf andere wirken.

„Sei darauf bedacht, keinem Bruder Anstoß oder Ärgernis zu geben“

(Röm 14, 13)

 Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD.
St. Gabriel-Verlag – Wien





Tagesheilige – 16. November: Hl. Otmar von St. Gallen


Otmar von St. Gallen

Gründerabt OSB
Geboren: um 690 in der Schweiz(?) 
Gestorben: 16 November 759 auf der Insel Werd bei Stein, Schweiz.
Patron des Bistums St. Gallen; der Kranken; der Kinder; der Schwangeren; der Verleumdeten

Otmar, um das Jahr 690 geboren, war Alemanne und übernahm im Jahr 719 die Führung der Mönche, die sich um das Grab von Gallus im heutigen St. Gallen angesiedelt hatten. Er war es, der die Einsiedelei zu einem Kloster ausbaute und ihm die Regeln des heiligen Benedikt gab. Bei der Abtei gründete Otmar später das erste Heim für Aussätzige in der Schweiz.
Da Otmar die Rechte seines Klosters gegenüber mächtigen fränkischen Grafen, die ihm übel gesonnen waren, verteidigte, wurde er eines Tages gefangen genommen, falscher Tatsachen beschuldigt und schließlich auf die Rheininsel Werd bei Stein verbannt. Hier starb Otmar, gedemütigt und einsam, am 16 November 759. Ein Jahrzehnt nach Otmars Tod wurde sein Leichnam nach St. Gallen überführt, 100 Jahre später setzte man die Gebeine in der dortigen Otmar-Kirche bei.

Verehrung/Brauchtum: Der Otmar-Kult breitete sich im Mittelalter auch in Deutschland stark aus. Um die Gestalt des Abtes entwickelte sich vielerorts ein lebendiges Brauchtum; so werden Wasser, Öl und Kinderkleidung geweiht, da sich die Gläubigen von Otmar Beistand und Hilfe erwarten. Als Helfer bei Kinderkrankheiten wird Otmar so bis heute in Eutenhausen im Bistum Augsburg verehrt. Die Wallfahrt zur dortigen Pfarrkirche und die Anrufung Otmars sind seit dem 18. Jh. bekannt. Die geweihten „Otmars-Kittelchen“ wurden kranken Kindern früher neun Tage lang angezogen.
Auch in Attenhausen bei Krumbach, ebenfalls im Bistum Augsburg, besteht bis heute, wenn auch in schwächerer Form als früher, eine Otmar-Wallfahrt. Ihren Anfang nahm sie im 17. Jahrhundert, den Höhepunkt erreichte sie im Jahr 1750, als die Pfarrgemeinde Attenhausen vom Abt des Klosters St. Gallen eine Otmar-Reliquie geschenkt bekam. In der Folge sollen sich, so die Überlieferung, zahlreiche Wunder in der Otmarskirche ereignet haben, vor allem auch Krankenheilungen.Besondere Wallfahrtstage in Attenhausen sind jedes Jahr die Fastendonnerstage.
Auch auf der Insel Werd, dem Sterbeort von Otmar, ist die Wallfahrt bis heute lebendig geblieben.

Darstellung:  Otmar ist meist als Abt abgebildet, bei sich hat er Weintrauben oder ein Weinfässchen; dies beruht auf dem sogenannten Weinwunder (Weinvermehrung), nach welchem das Weinfässchen von Otmar nie leer wurde, obwohl er Pilgern und Wallfahrern daraus laufend zu trinken gab. Verschiedene Darstellungen von Otmar gibt es in der Kathedrale von St. Gallen, so auf einem Deckengemälde aus den Jahren um 1764. Zusammen mit Gallus ist Otmar auf einem Steinrelief am Karlstor in St. Gallen zu sehen. Die Szenen aus Otmars Leben, die am häufigsten dargestellt wurden, sind die Weinvermehrung sowie die Reliquientranslation.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattloch-Verlag