21.09.2019

Teilhabe an der Reinheit des göttlichen Seins?


Die erste in Christus geoffenbarte und verwirklichte göttliche Geste ist die Erwählung der Gläubigen, die Frucht einer freien und ungeschuldeten Initiative Gottes ist. Am Anfang, „vor der Erschaffung der Welt“ also, in der Ewigkeit Gottes, ist die göttliche Gnade bereit zu handeln. Es berührt mich, über diese Wahrheit nachzudenken: Von Ewigkeit her sind wir vor den Augen Gottes, und er hat beschlossen, uns zu retten. Diese Berufung beinhaltet unsere „Heiligkeit“, ein tiefes Wort. Heiligkeit ist Teilhabe an der Reinheit des göttlichen Seins. Aber wir wissen, dass Gott Liebe ist. An der göttlichen Reinheit teilhaben heißt also an der „Liebe“ Gottes teilhaben, Gott ähnlich zu werden, der „Liebe“ ist. „Gott ist die Liebe“ (1 Joh. 4, 8. 16). Das ist die tröstliche Wahrheit, die uns auch erkennen lässt, dass „Heiligkeit“ keine unserem Leben fernliegende Wirklichkeit ist, sondern weil wir Personen werden können, die mit Gott lieben, treten wir in das Geheimnis der „Heiligkeit“ ein. So wird das Agape unsere tägliche Wirklichkeit. Wir werden dadurch in den heiligen und lebendigen Horizont Gottes hineingetragen.


Quelle: www.papstbenediktxvi.ch – Generalaudienz, 6. Juli 2005 – in Marianische Liga – Verbandsorgan 13. Jg. / Nr. 1 (September 2011 – Sonderausgabe)


Novene zum Erzengel Michael- 2. Tag



Zweiter Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Cherubim

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Heiliger Michael, höchster der Engel, ich bitte dich, nimm meine Seele in der Todesstunde unter deinen ganz besonderen Schutz und führe sie an den Ort des
Friedens und der Ruhe, wo die Seelen der Auserwählten in unaussprechlicher Freude den Tag des Weltgerichts und der Auferstehung erwarten.
Ob ich rede oder schweige, ob ich gehe oder ruhe, behüte mich, dass ich mein Lebenswerk nach Gottes Willen vollende. Bewahre mich vor den Angriffen der Dämonen und vor der ewigen Verdammnis.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des zweiten Tages der Novene
Heiliger Erzengel Michael, Statthalter des himmlischen Jerusalem und Chef der Cherubim, wir bitten dich demütig, uns vor den Nachstellungen des bösen Feindes zu warnen und uns gegen sie zu wappnen.
Du Sieger über Satan, mache uns zu einem wohlgefälligen Opfer für den Herrn. Amen.


Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

20.09.2019

Novene zum Erzengel Michael - 1. Tag


Erster Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Seraphim

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Glorreicher Anführer der himmlischen Heerscharen, Sankt Michael, verteidige uns im Kampf gegen die Mächte der Finsternis und gegen die bösen Geister in den Lüften. Komm den Menschen zu Hilfe, die Gott nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen und um einen hohen Preis aus der Sklaverei Satans erkauft hat.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des ersten Tages der Novene

In Vereinigung mit dem höchsten Engelchor, den Seraphim, bitten wir dich, heiliger Erzengel Michael, entzünde in unseren Herzen einen Feuerbrand der Liebe Gottes und gib uns zudem Verachtung und Missfallen an den falschen Freuden dieser Welt. Amen.

Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

Das Reich Mariens


Diese und andere Betrachtungen, gewonnen aus der Lehre der Kirche, eröffnen die Ansicht auf das Königreich Mariens, das heißt auf ein historisches Zeitalter des Glaubens und der Tugend, das durch einen spektakulären Sieg Unserer Lieben Frau über die Revolution eingeleitet werden wird. In dieser Zeit wird der Teufel vertrieben werden und in die Hölle zurückkehren, und unsere Liebe Frau wird über die Menschheit regieren mit Hilfe von Institutionen,die sie zu diesem Zweck wählen wird. Was diese Aussicht auf das Königreich Mariens angeht, so finden wir im Werk des hl. Ludwig von Montfort einige bemerkenswerte Hinweise. Der Heilige ist ohne Zweifel ein Prophet, der dieses kommende Reich ankündigt. Er spricht ausdrücklich davon: „Wann wird diese Feuerflut der reinen Liebe kommen, die Du auf der ganzen Erde entzünden und sanft und mächtig anfachen wirst, damit alle Völker, die Türken, die Götzendiener, ja selbst die Juden davon erfasst und sich bekehren werden?“ (Prophetisches Flammengebet, in Das Goldene Buch, S. 212)

Dieser Feuerbrand, der die Menschheit reinigen wird, leitet dann zugleich das Königreich des Heiligen Geistes ein, das der hl. Ludwig mit dem Königreich Mariens identifiziert. Unser Heiliger bekräftigt, dass eine Blütezeit der Kirche kommen wird, wie es sie bis dahin noch nie gegeben hat. Er schließt sein Werk mit der Versicherung: „Denn gerade für die letzten Zeiten hat Gott beschlossen, im Verein mit seiner heiligen Mutter Heilige großzuziehen, welche die Mehrzahl der anderen Heiligen soweit übertreffen werden, als die Zedern de Libanon über das niedere Gesträuch emporragen“ (Das Goldene Buch, „Abhandlung von der wahren Andacht“, Absatz 47, S. 30).

Wenn wir bedenken, welch große Heilige die Kirche schon hervorgebracht hat, dann muss uns der Ausblick auf jene blenden, die mit der Hilfe Unserer Lieben Frau erstehen werden. Doch was ist einleuchtender, als sich ein enormes Anwachsen der Heiligkeit in einer Epoche vorzustellen, in der auch das Wirken Unserer Lieben Frau sich wunderbar vermehrt! Wir können deshalb sagen, dass der hl. Ludwig mit seiner Bedeutung als Denker, aber vor allem mit seiner Autorität als von der Kirche kanonisierter Heiliger den Hoffnungen Gewicht, Ansehen und Festigkeit verleiht, die in vielen privaten Offenbarungen Ausdruck finden, dass nämlich eine Zeit kommen wird, in der Unsere Liebe Frau wirklich triumphieren wird.


Quelle: Wahre Andacht zur Muttergottes – Ein Licht in den Wirren unserer Zeit – Plinio Corrêa de Oliveira – Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

19.09.2019

Vergiss nicht, worin deine Aufgabe auf Erden besteht:


 Du musst rein werden in den Sitten!
 Du musst stark werden in den Tugenden!

Darum gewöhne dich an diese drei Dinge:

 zu denken wie Christus
 zu reden wie Christus
 zu wirken wie Christus, um durch das Nachfolgen gleichsam ein anderer Christus zu werden.   (Bernard Overberg)

„So viel wirst du im Guten voranschreiten, als du dir selber Gewalt antust!“  (Nachfolge Christi)


„Nicht der Ruhm des Tages tut es,
Nicht das Ziel und was gelang,
Sondern, dass man frohen Mutes
Sich durch Wust und Dornen zwang.“
(Ernst Zahn)


„Zeig Deine Wege mir, o Herr, und lehr mich Deine Pfade Wandeln.“
(Ps. 24, 4.)


Quelle: „Weggeleit durchs Erdenleben“, P. Jakob Koch SVD, St Gabriel-Verlag , Mödling bei Wien

18.09.2019

Der Adler


„Wenn ein Adler einen Balken am Beine hat, so kann er nicht fliegen, ob er gleich ein Adler ist. So kann der Mensch sich nicht zum Himmlischen emporschwingen, wenn sein Herz am Vergänglichen hängt!“  (Hl. Franz von Assisi)

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. - Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

17.09.2019

Heldentum des Alltags



Wie in den ersten Jahrhunderten des Christentums können sich auch in unseren Zeiten in jenen Ländern der Welt, wo Religionsverfolgungen wüten — offen oder versteckt, jedoch nicht weniger hart —, die bescheidensten Gläubigen von einem Augenblick zum anderen der dramatischen Notwendigkeit gegenübersehen, wählen zu müssen zwischen ihrem Glauben, den unangetastet zu erhalten ihre Pflicht ist, und ihrer Freiheit, den Mitteln zum Lebensunterhalt, ja der Erhaltung des Lebens selbst. Aber auch in normalen Zeiten geschieht es, daß sich Menschen plötzlich vor die Wahl gestellt sehen, eine unumgängliche Pflicht zu verletzen oder sich gefährlichen und drückenden Opfern und Gefahren für Gesundheit, Besitz, Familie und gesellschaftliche Stellung auszusetzen. So sind sie in die Zwangslage versetzt, heldenmütig zu sein und zu handeln, wenn sie ihren Pflichten treu bleiben und in der Gnade Gottes verharren wollen.

*     *     *

Als Unsere hochverehrten Vorgänger, und im besonderen Papst Pius XI. in der Enzyklika Casti Connubii, die heiligen und unumgänglichen Gesetze des Ehelebens in Erinnerung riefen, erwogen sie und gaben sie sich durchaus Rechenschaft darüber, daß in nicht wenigen Fällen von den christlichen Eheleuten wahres Heldentum gefordert wird. Ob es sich darum handelt, den von Gott gewollten Zweck der Ehe zu achten, oder darum, den brennenden und verführerischen Verlockungen der Leidenschaften zu widerstehen, die einem unruhigen Herzen einflüstern, anderswo das zu suchen, was es in seiner rechtmäßigen Verbindung nicht gefunden hat oder nicht gänzlich gefunden zu haben glaubt; oder nun darum, nicht das Band der Seelen und der gegenseitigen Liebe zu zerreißen oder erschlaffen zu lassen: die Stunde kommt, da es gilt, zu verzeihen, einen Zwist, eine Beleidigung, eine vielleicht schwere Kränkung zu vergessen. Wie viele persönliche Dramen entstehen doch, deren Bitterkeiten und Wechselfälle sich hinter dem Schleier alltäglichen Lebens abspielen! Wie viele geheime heldenmütige Opfer! Wieviel Kümmernisse, um zusammenzubleiben und sich christlich auf seinem Platz und bei seiner Pflicht zu behaupten!
Louis und Zélie Martin, Eltern der kleinen hl. Therese

Und wieviel Seelenstärke fordert dieses Alltagsleben so oft. Wenn man jeden Morgen wieder an die gleiche, oft harte und in ihrer Monotonie ermüdende Arbeit gehen muß; wenn man die beiderseitigen Fehler, die nie überwundenen Gegensätze, die kleinen Verschiedenheiten des Geschmacks, der Gewohnheiten, der Ideen, zu denen das gemeinsame Leben nicht selten Anlaß gibt, mit einem Lächeln auf den Lippen freundlich und liebenswürdig ertragen muß; wenn man sich mitten in oft unvermeidlichen kleinen Schwierigkeiten und Zwischenfällen nicht die Ruhe und die gute Laune trüben lassen darf; wenn es bei einer kalten Begegnung gilt, schweigen zu können, zur rechten Zeit die Klage zurückzuhalten, das Wort zu ändern und zu mildern, das, unbesonnen ausgestoßen, den gereizten Nerven Luft machen würde, dafür aber schuld wäre, daß in der Atmosphäre der vier Wände sich eine dunkle Wolke ausbreitete! Tausend Kleinigkeiten, tausend flüchtige Augenblicke des täglichen Lebens, von denen jeder nur wenig, fast nichts ist, deren beständige Wiederkehr sie aber schließlich gefährlich macht und mit denen, in wechselseitigem Leiden, der Friede und die Freude eines Heims zu einem großen Teil verflochten und verkettet ist.
Die Familie der kleinen hl. Therese

Suchet nicht anderswo die Quelle solchen Heldentums! In den Wechselfällen des Familienlebens wie in allen Verhältnissen des menschlichen Lebens hat das Heldentum seine wesentliche Wurzel in einem tiefen und beherrschenden Pflichtgefühl. Mit dieser Pflicht kann man nicht feilschen und handeln; sie hat den Vorrang vor allem und über alles. Jenes Pflichtgefühl ist für den Christen Bewußtsein und Erkenntnis der Oberherrschaft Gottes, seiner höchsten Autorität, seiner souveränen Güte. Dieses Gefühl lehrt, daß der klar geoffenbarte Wille Gottes keine Diskussionen zuläßt, sondern von allen fordert, sich ihm zu beugen; dies Gefühl lehrt uns vor allem andern begreifen, daß dieser göttliche Wille die Stimme einer unendlichen Liebe zu uns ist. So ist es mit einem Wort das Gefühl nicht einer abstrakten Pflicht oder eines unerbittlichen herrischen Gesetzes, das der menschlichen Freiheit des Wollens und Handeins feindlich wäre und sie erdrückte, sondern ein Gefühl, das den Forderungen einer Liebe, einer unendlich großmütigen, überirdischen und doch die vielerlei Zufälle unseres Erdenlebens regierenden Freundschaft entspricht und sich ihnen beugt.


Aus der Ansprache Pius XII: an Neuvermählte, 2. August 1941 in „Der Papst sagt“ – Lehren Pius XII., nach den Vatikanischen Archiven herausgegeben von Michael Chinigo, Verlag Heinrich Scheffler, Frankfurt am Main, 1955.

Bild: Frontière, in www.katholisches.info, 31.12.2012

16.09.2019

Paray-le-Monial: Sühne als Mittelpunkt der Herz-Jesu-Verehrung


Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu, wie wir sie heute kennen, weist im Allgemeinen die Merkmale auf, die sie seit den Offenbarungen von Paray-le-Monial Ende des 17. Jahrhunderts geprägt haben. Es geht dabei grundsätzlich um die Vergeltung der Unendlichen Liebe, die Christus uns schenkt. Ganz besonders wir dabei die Bedeutung der umfassenden Weihe an den Erlöser hervorgehoben. Dazu gehört auch die Pflicht, die Schmach wiedergutzumachen, die ihm von den Menschen zugefügt wird. Dieser Ausdruck der Frömmigkeit erweist sich als ein mächtiges Gegengift gegen die Irrtümer und Laster der letzten Jahrhunderte. Das ist auch der Grund dafür, dass diese Andacht von zahlreichen Päpsten immer wieder empfohlen wurde.
Obwohl diese Verehrung heute oft missverstanden und manchmal sogar von vielen, die sich als zeitnahe Katholiken betrachten, verachtet wird, ist ihre sanierende Wirkung in den von den Lastern unserer Tage beherrschten Seelen von besonderer Notwendigkeit. In diesem Sinne kann sie gar nicht aktueller und im richtigen Sinne moderner sein.

Quelle: Das Heiligste Herz Jesu – Hoffnung, Lösung und trost für einen jeden von uns – André Sá -
Hrsg.: Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e. V. (TFP), Frankfurt am Main – Aktion: Das Herz Jesu Apostolat für die Familie


15.09.2019

Schätze im Himmel


Unsere Werke können bleibende, ja sogar ewige Frucht bringen, wenn die Gnade Gottes in uns wirkt und wir mit ihr zusammenarbeiten. Denn mit den guten Taten, die wir im Stand der Gnade vollbringen, sammeln wir unvergängliche Schätze im Himmel.


Quelle: www.papstbenediktxvi.ch – Generalaudienz, 31. August 2005 – Marianische Liga – Verbandsorgan 13. Jg. / Nr. 1 (September 2011 – Sonderausgabe)

14.09.2019

Was müssen wir sagen im Lichte des Glaubens?


„Möchten wir Christen nur kein geringeres Bewusstsein von unserer Würde haben als die heidnischen Weltweisen – mit dem bloßen Lichte der Vernunft. Sie nannten den Menschen ein Wunder, das Mark und Herz der Welt, das Schönste Wesen, den König aller Dinge.

Was müssen wir sagen im Lichte dieses Glaubens? Nicht von Menschenwürde dürfen wir reden, sondern von Gotteswürde, die uns die Gnade erteilt; denn die Gnade reißt uns heraus aus den Schranken der Natur und erhebt uns so hoch, dass wir nicht nur andere Menschen, sondern mehr als Menschen sind — wir werden Wesen göttlichen Geschlechtes.

O schreckliche Sünde, die uns herausstößt aus dem Geschlechte und der Verwandtschaft Gottes!“ (Scheeben)

„Die Todsünde müssen wir als den schlimmsten Mord ansehen, weil sie das göttliche Leben in uns mordet.“ (P. A.)

Gib acht auf allen deinen Wegen — nur keine Sünde!

„Wisset ihr nicht, dass ihr Tempel Gottes seid und der
Geist Gottes in euch wohnt?“  (1 Kor. 3, 16.)



Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch – SVD. - Hrsg.: St. Gabriel-Verlag, Wien