24.09.2017

Tagesheilige 24. September: Hl. Rupert




Rupert von Salzburg

Bischof
Geboren 7. Jh. in Worms(?), Rheinland-Pfalz
Gestorben: 27 März um 718 in Salzburg, Österreich
Patron von Land und Erzbistum Salzburg; von Kärnten;
des Salzberghaus; der Salzarbeiter; der Hunde

Rupert war der erste Bischof von Salzburg und der Gründer des bedeutenden Klosters St. Peter. Auch das Frauenkloster auf den Salzburger Nonnberg geht auf Rupert zurück; seine Nichte Erentrud setzte er dort als erste Äbtissin ein.
Rupert war um das Jahr 700 an die Salzach in das damalige Juvavum gekommen. Von dort aus zog er in Region hinaus, um zu missionieren; ind dieser Zeit gründete er zahlreiche Kirchen, die teilweise bis heute erhalten sind. Zunächst begleiteten ihn die beiden Missionare Chunibald und Gislar, später holte er sich weitere Glaubensboten aus seiner Heimat, wahrscheinlich die Gegend um Worms hinzu. Das wirken Ruperts war für Salzburg und seine Umgebung äußerst segensreich. Von Herzog Theodo hatte der Kirchenmann einen Teil der Reichenhaller Salzquelle und den Ort Juvavum geschenkt bekommen.
Rupert starb am 27. März 718, kurz nach dem Hochamt, das er gehalten hatte. Bischof Virgilius setzte seine Gebeine zusammen mit denen von Chuniald und Gislar am 24. September 774 im neuerbauten Salzburger Dom bei. Heute ruhe die Reliquien von Rupert und Virgilius im Hochaltar des Domes. Ruperts Gedenken wird auch in St. Peter in Salzburg bewahrt: Im rechten Seitenschiff kann man das ursprüngliche Felsengrab des Bischofs sehen. Und hinter einer Grabplatte am Rupert-Altar werden in einem Schrein Rupert-Reliquien aufbewahrt; sie werden jeweils am 24. September ausgestellt.
Bischof Rupert tauft einen Herzog
Verehrung/Brauchtum: - Der Gedenktag Ruperts und jener von Virgilius wurden beide auf den 24. September gelegt. In der Diözese Gurk-Klagenfurt (Kärnten) feiert man Virgilius gemeinsam mit Modestus am 24. November.
Darstellung: - Rupert ist auf allen Darstellungen als Bischof zu sehen. Verschiedene Szenen wurden festgehalten: Rupert hält einen Salzeimer in der Hand; Rupert tauft Herzog Theodo; Rupert mit dem Altöttinger Gnadenbild – das er angeblich gestiftet hat – in der Hand; Rupert zusammen mit Virgilius; Rupert tauft Heiden. Ein Altargemälde in St. Peter in Salzburg (1661) zeigt den Tod des Bischofs. Während des 18. Jh. wurde Rupert öfters mit dem Gnadenbild von Altötting dargestellt; Rupert könnte der Gründer von Altötting gewesen sein.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag


Novene zum Erzengel Michael - 5. Tag


Fünfter Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Kräfte

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Heiliger Erzengel Michael, den die Kirche als ihren wahren Wächter und Beschützer ehrt, du hast von Gott die Aufgabe bekommen, die Seelen der Auserwählten in die ewige Seligkeit zu führen. Bitte den Herrn, dass er nicht zulässt, dass Satan di e Gläubigen in Ketten legt und der Kirche schadet. Du selbst packe den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und Satan ist, und schleudere ihn in den Abgrund, damit er nicht länger die Völker verführe.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des fünften Tages der Novene
In Verbindung mit dem Engelchor der Kräfte bitten wir dich, heiliger Michael, befreie die dir Anvertrauten aus der Hand ihrer sichtbaren und unsichtbaren Feinde, vor der Heimtücke falscher Zeugen und vor Meineid in Prozessen. Amen.


Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

23.09.2017

Tagesheilige 23. September: hl. Tekla



Hl. Thekla

Erzmärtyrerin
Geboren: 1. Jh. in Ikonion (Konya), Türkei
Gestorben: 1. Jh. in Ikonion
Patronin der Sterbenden; gegen Augenleiden; 
der Thekla-Bruderschaften; gegen Feuer gefahren; gegen die Pest.

Thekla gilt nach der Legende als Erzmärtyrerin, als erste Märtyrerin des Christentums. Die Christin soll allerdings tatsächlich eines friedlichen Todes gestorben sein.
Nach den legendarischen Überlieferungen war Thekla eine Schülerin von Paulus, der sie an ihrem Geburtsort Ikonion bekehrt haben soll. Kurz darauf wurde Thekla erstmals zum Tod verurteilt, vor den Flammen auf dem Scheiterhaufen retteten sie jedoch auf wunderbare Weise Regen und Hagel. Danach wurde Thekla freigelassen und traf wieder auf Paulus, mit dem sie dann nach Antiochien ging. Dort verklagte sie in der Folgezeit ein abgewiesener Freier, und Thekla wurde erneut zum Tod verurteilt, dies Mal zum Tierkampf. Während des Kampfes soll die junge Frau in einen Wassergraben gesprungen sein, um sich selbst zu taufen. Die Tiere ließen sie in Frieden, woraufhin Thekla erneut freikam.
Thekla folgt Paulus nach Myra und kehrte schließlich, nach dem Tod von Paulus, nach Ikonion zurück, wo sie friedlich gestorben sein soll. Diese Lebensgeschichte Theklas entstand um das Jahr 180; bereits Terrullian, der um 200 starb, kannte sie.
Verehrung/Brauchtum: Der Thekla-Kult gehörte zu den größten überhaupt. Bereits im 4. Jh. sind Verehrungsstätten bekannt; die wichtigste lag bei Seleuka am Tigris im heutigen Irak, wo ein Thekla-Heiligtum bestand. Tausende von Pilgern strömten um das Jahr 500 zu der dort gebauten Wallfahrtskirche, deren Ruinen noch heute vorhanden sind. Von dort aus gelangte der Thekla-Kult in das Abend- und Morgenland. Thekla-Heiligtümer gab es in Libyen und bei Jerusalem, aber auch in Rom und Mailand. Der Hauptort der Thekla-Verehrung in Spanien war Tarragona, und auch in Köln und in Bayern genoss Thekla schon früh größte Verehrung. Auf der Insel Zypern hießen fünf Orte Hagia Thekla.
In Deutschland gab – und gibt es noch – den Brauch des Thekla-Brotes zum Schutz oder zur Heilung von Mensch und Tier.
Giovanni Battista Tiepolo 
Hl. Thekla befreit Este von der Pest
Darstellung: - Thekla wurde im Osten und im Westen unterschiedlich dargestellt. In der östlichen Kunst ist die Erzmärtyrerin meist halbbekleidet, an einen Pfahl gebunden, zu sehen, in der westlichen Darstellung meist als Jungfrau mit Kruzifix, Lilie, Palme, Löwen, Scheiterhaufen, Bären oder Schlangen. Auch die verschiedene Martyriumssituationen fanden ihren Niederschlag in der Kunst. Häufig wurde Thekla auch mit ihrem Lehrer Paulus abgebildet, so auf einem Tafelgemälde am Thekla-Reliquiar im Diözesanmuseum von Tarragona. Zusammen mit dem Propheten Daniel ist Thekla auf einem Fresko (12. Jh.) im Kapitelsaal in Brauweiler zu sehen.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

Novene zum Erzengel Michael - 4. Tag

Vierter Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Herrschaften

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Heiliger Michael, du Kommandant der guten Engel begleite und beschütze mich in deiner Güte vor den Legionen der bösen Geister, damit ich mich im Licht der guten Engel sicher fühlen kann. Sei mein Verteidiger vor dem Thron des höchsten Richters und besänftige Gottes Zorn. Stärke mich in all meinen Bemühungen. Lass mich in meinem Lebenskampf gute Früchte bringen zur größeren Ehre Gottes.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des vierten Tages der Novene
In Vereinigung mit dem Engelchor der Herrschaften bitten wir dich demütig, die Christenheit bei jeder Gelegenheit zu verteidigen, insbesondere den Papst. Mache ihn glücklich und vermehre die Gnaden, die er braucht für sein Amt; vermehre seine Glückseligkeit im Himmel und lass ihn einst teilhaben am innergöttlichen Leben mit allen Engeln und Heiligen. Amen.


Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

22.09.2017

Tagesheilige 22. September: hl. Emmeran


 
Sankt Emmeram

Bischof, Märtyrer
Geboren: um 600 in Poitiers(?), Frankreich
Gestorben:: um 652 in Kleinhelfendorf bei Aibling, Bayern
Patron des Bistums Regensburg

Klangvoll ist der Name St. Emmeram. Das Benediktinerkloster in Regensburg, das sich aus der römischen Friedhofskirche St. Georg mit den Emmeramsgrab entwickelt hat, gehörte viele Jahrhunderte zu den bedeutendsten Stiften im deutschen Sprachgebiet. Viele seiner Äbte gingen in die Geschichte ein. Im Jahr 1812 wurde das Kloster förmlich aufgehoben, das Gebäude mit dem gotischen Kreuzgang ging an die Fürsten von Thurn nd Taxis, die Kirche, die 1733 von den Brüdern Asam restauriert worden war, ist heute Pfarrkirche. Die unschätzbaren Klosterschätze kamen nach München.
Emmeram, der dem Stift zu Regensburg seinen Namen gab, kam nach der legendarischen Passio im Jahr 649 nach Bayern. Er Stammte möglicherweise aus Poitiers in Frankreich und hatte dort bereits die Weihe zum Missionsbischof empfangen. Emmeram nahm seinen Sitz in Regensburg und Wanderte in den folgenden drei Jahren predigend durch das Land. Er bekehrte und taufte viele Heiden und war beim Volk beliebt und geachtet.
Im dritten Jahr seiner Missionstätigkeit in Bayern wollte Emmeram nach Rom reisen, um dem Papst Bericht zu erstatten. Auf der Reise dorthin fiel er einem Missverständnis am Hofe zum Opfer: Der Bischof hatte sich kurz zuvor als Vater des unehelichen Kindes ausgegeben, das Ota, die Tochter des Herzogs, erwartete. Er wollte das Mädchen auf diese Weise vor einer schweren Bestrafung schützen. Aufgrund dieser Aussage ließ Lantpert, der Sohn des Herzogs, den unschuldigen Bischof verfolgen und in dem Weiler Kleinhelfendorf bei Aibling überfallen und schwer misshandeln. Zur „Bestrafung“ wurde Emmeram zuerst auf einer Leiter gebunden, dann stachen ihm Lantperts bewaffnete Männer die Augen aus, rissen ihm die Zunge aus dem Mund und hackten ihm Hände und Füße ab. An den Folgen dieser Qualen starb der Bischof.
Ein Priester, dem Emmeram zuvor alles anvertraut hatte, klärte den Herzog danach über die wahren Hintergründe auf. Der entsetzte Vater von Lantpert und Ota ließ den Leichnam des Ermordeten daraufhin in die Georgskirche nach Regensburg überführen. Das Todesjahr Emmerams lag wohl um 652.
Matyrium des Bischof Emmeran
Die Emmeramskrypta in der heutigen Pfarrkirche St. Emmeram, die um 740 entstand, war lange Zeit verschollen und wurde erst 1894 wiederentdeckt. Sie liegt unter der Hauptapsis und ist durch einen Gang mit der Ramwold-Krypta, die 980 errichtet wurde, verbunden.
Darstellung:  Emmeram ist meist in bischöflichen Gewändern dargestellt, manchmal wurde auch sein Martyrium abgebildet. Als Bischof mit Kasel zeigt ihn eine Steinplastik in der Vorhalle von St. Emmeram in Regensburg (1050). In einem Deckenfresko in St. Emmeram von Cosmas Damian Asam (17. Jh. ist das Bild zu sehen, wie Emmeram geköpft wird und Gott ihm eine Leiter vom Himmel herabreicht.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

Novene zum Erzengel Michael - 3. Tag



Dritter Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Throne

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Heiliger Michael, deine große Mission ist es die Kirche zu verteidigen. Bekämpfe - um dies zu vollenden - die Irrlehren, beseitige alle Formen von Schisma und Unglauben. Besiege den Teufel samt seinem Anhang, der unseren Glauben zerstören will. Möge die Kirche Jesu Christi wachsen und sich ausbreiten zur größeren Ehre Gottes.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des dritten Tages der Novene
Du Wächter des Paradieses, heiliger Michael, Chef des Engelchores der Throne, stärke deine Gläubigen bei dämonischen Belästigungen und Gebrechlichkeiten des Leibes. Amen.


Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

21.09.2017

Tagesheilige 21. September: hl. Matthäus, Apostel und Evangelist

Hl Matthäus, Master of Lindisfarne, Gemeinfrei Wikimedia Commons

Hl. Matthäus

Apostel, Evangelist, Märtyrer(?)
Geboren 1. Jh.
Gestorben 1. Jh. in Äthiopien(?), Persien(?)
Patron der Stadt und Bistum Salerno;
der Buchhalter, Finanzbeamten, Zöllner, Bankbeamten; gegen Trunksucht

Schon beim eintreten in den Dom S. Marco in Salerno wird man auf den Patron des Gotteshauses aufmerksam: Ein großes normannisches Mosaikbild aus dem 13. Jh. über dem Eingangsportal zeigt den Evangelisten Matthäus, der hier in der Kathedrale beigesetzt ist. Die Reliquien des Apostels sind seit 954 in der süditalienischen Stadt und werden heute in der Krypta des 1085 vom Papst Gregor VII. eingeweihten Domes aufbewahrt. Der Kirchenbau entstand während der Herrschaft des Normannen Robert Guiscard. Schon bald nach der Weihe wurde das Matthäus Gotteshaus zum Ziel riesiger Pilgerströme.
Matthäus, der Verfasser des ersten Evangeliums, hieß ursprünglich Levi und war Zöllner in Kapharnaum am See Genezareth. Eines Tages sah Jesus ihn bei der Arbeit und sprach: „Levi, folge mir nach!“ Der Angesprochene stand auf, verließ sein Zollhaus und folgte dem Herrn. Christus nahm Levi in den Kreis der Apostel auf. Von diesem Tag an trug der Zöllner den Namen Matthäus, was im Hebräischen soviel wie „ein Geschenk Gottes“  bedeutet.
Die Berufung des hl. Matthäus (Caravaggio)
Spärlich sind die Überlieferungen über das weitere Leben von Matthäus. Um das Jahr 42, einige Jahre nach Christi Himmelfahrt, soll der Apostel Palästina verlassen haben und zur Verkündigung des Evangeliums nach Ägypten und Äthiopien gezogen sein. In Äthiopien macht Matthäus durch zahlreiche Wunder, die er vollbrachte, auf sich aufmerksam. So soll er den Sohn des Königs vom Tode erweckt und die Königstochter vom Aussatz geheilt haben.
Wie lange Matthäus gewirkt, wie lange er überhaupt gelebt hat, ist nicht authentisch überliefert. Auch über seinen Tod gibt es die unterschiedlichsten Berichte. So soll er einerseits eines friedlichen Todes gestorben sein,in anderen Erzählungen heißt es, er sei zu Tode gesteinigt worden, wieder andere sagen, Matthäus sei verbrannt worden. Die lateinische und die griechische Kirche verehren den Apostel und Evangelisten als Märtyrer.
Matthäus hat sein Evangelium vor seinem Weggang aus Palästina niedergeschrieben, also um das Jahr 41/42. Im Matthäus Evangelium werden hauptsächlich Worte und Taten Jesu Christi wiedergegeben. Den Schluss des Evangeliums bilden die Leidensgeschichte und Berichte über den auferstandenen Jesus. Mir dieser Schrift wollte Matthäus besonders die Juden ansprechen und sie für das Christentum gewinnen. Die Bibelkomission des Jahres 1911 erklärte den Apostel Matthäus zum „Verfasser eines in palästinischer Sprache verfassten Evangeliums, nicht bloß einer Redesammlung“.Glaubwürdigkeit und Integrität  seien anzuerkennen,
Es gibt allerdings auch Stimmen, die sagen, der Zöllner Levi, der Apostel Matthäus und der Evangelist Matthäus seien drei verschiedene Personen gewesen.
Verehrung/Brauchtum: - Um die Gestalt des Matthäus hat sich ein reichhaltiges Brauchtum entwickelt. Die im Volksmund übliche Redensart „Bei ihm ist Matthäi am letzten“ bedeutet, dass jemand kein Geld mehr hat; der Spruch geht auf die Tätigkeit von Matthäus als Zöllner zurück. In alter Zeit galt der 21. September vor allem im bäuerlichen Kalender als Winteranfang; der Tag wird noch heute in Teilen der Niederlande und Belgiens „Wintertag“ genannt. Allgemein ist der Matthäus-Tag ein beachteter Wetterlostag. Kindern, die in der Matthäi-Nacht geboren werden, sagte man früher nach, dass sie geistersichtig würden. Am Vorabend des Matthäus-Tages versuchten junge Mädchen und heiratswillige Frauen früher zu ergründen, wann mit ihrer Heirat zu rechnen und wer der Glückliche sei; dazu ließen sie Körner oder Papierstückchen im Wasser schwimmen. Auch erzählte man früher, das Weihwasser gehe auf den Apostel Matthäus zurück.

Darstellung: - Matthäus ist mit dem Menschensohn oder einem Engel als Evangelistensymbol dargestellt; oft hat er eine Buchrolle als Attribut bei sich. Meist ist der Apostel auf Bildern höheren Alters und mit langen Bart zu sehen. Weitere Attribute: Geldbeutel, Beil, Schwert, Zählbrett, Prozessionsfahne. Mit Geldbeutel und Schwert zeigt Matthäus eine Skulptur am Triumphbogen im Ulmer Munster.  In der Lübecker Marienkirche ist der Apostel am Bergenfahreraltar im Messkleid abgebildet. Italienische Künstler stellten Matthäus häufig mit dem Engel dar, so etwa in einer Statue nach einem Entwurf von Giovanni da Bologna im Dom zu Orvieto.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag


Novene zum Erzengel Michael- 2. Tag



Zweiter Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Cherubim

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Heiliger Michael, höchster der Engel, ich bitte dich, nimm meine Seele in der Todesstunde unter deinen ganz besonderen Schutz und führe sie an den Ort des
Friedens und der Ruhe, wo die Seelen der Auserwählten in unaussprechlicher Freude den Tag des Weltgerichts und der Auferstehung erwarten.
Ob ich rede oder schweige, ob ich gehe oder ruhe, behüte mich, dass ich mein Lebenswerk nach Gottes Willen vollende. Bewahre mich vor den Angriffen der Dämonen und vor der ewigen Verdammnis.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des zweiten Tages der Novene
Heiliger Erzengel Michael, Statthalter des himmlischen Jerusalem und Chef der Cherubim, wir bitten dich demütig, uns vor den Nachstellungen des bösen Feindes zu warnen und uns gegen sie zu wappnen.
Du Sieger über Satan, mache uns zu einem wohlgefälligen Opfer für den Herrn. Amen.


Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

20.09.2017

Novene zum Erzengel Michael - 1. Tag


Erster Tag der Novene zum Erzengel Michael
zu Ehren der Seraphim

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmmel und Erde erschaffen hat.
GOTT, eile mir zu helfen.
(Bete das Confiteor in geneigter Haltung.)
Ich bekenne GOTT, dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau MARIA, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und dir, Vater, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken:
durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Damm bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau MARIA, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Johannes den Täufer, die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei GOTT, unserem HERRN.
Der allmächtige GOTT erbarme sich unser; Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet
Glorreicher Anführer der himmlischen Heerscharen, Sankt Michael, verteidige uns im Kampf gegen die Mächte der Finsternis und gegen die bösen Geister in den Lüften. Komm den Menschen zu Hilfe, die Gott nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen und um einen hohen Preis aus der Sklaverei Satans erkauft hat.
Bete drei Vater Unser, drei Ave Maria, drei Ehre sei dem Vater.

Gebetsanliegen des ersten Tages der Novene

In Vereinigung mit dem höchsten Engelchor, den Seraphim, bitten wir dich, heiliger Erzengel Michael, entzünde in unseren Herzen einen Feuerbrand der Liebe Gottes und gib uns zudem Verachtung und Missfallen an den falschen Freuden dieser Welt. Amen.

Quelle: Arnold Gillet (Hrsg.), Novene zum heiligen Erzengel Michael, Christiana Verlag, 2002 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis, Solothurn, den 27. September 2002; P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Generalvikar.

Tagesheilige 20. September: sel. Maria Tauscher


Maria Tauscher

Ordensgründerin DCJ
Geboren: 19 Juli 1855 in Sandow, Polen
Gestorben: 29. September 1938 in Sittard, Niederlande

Maria Tauscher, die Gründerin der Kongregation der „Karmeliterinnen vom Göttlichen Herzen Jesu“, kam als Tochter des evangelischen Berliner Superintendenten zur Welt. Mit 33 Jahren konvertierte sie in Köln zur katholischen Kirche. Mit Erlaubnis des fürstbischöflichen Legaten gründete Maria Tauscher am 2. August 1891 in Berlin ein dem heiligen Josef geweihten Heim für arme und hilfebedürftige Kinder, das „Heim für Heimatlose“. In den ersten Jahren danach arbeitete die Stifterin nur mit bezahlten Kräften.
1893 dann schlossen sich Maria Tauscher mehrere gleichgesinnte Gefährtinnen an, gemeinsam begannen sie ein streng klösterliches Leben nach den Regeln der reformierten Karmeliterbarfüßerinnen Theresias. Im Jahr 1899 verlegte Maria Tauscher, die in ihrer Genossenschaft den Namen Maria-Theresia vom heiligen Josef erhielt, den Zentralsitz der Gemeinschaft ins niederländische Sittard. Doch auch dies sollte nicht die endgültige Heimat werden. In den folgenden Jahren fanden die Schwestern in mehreren Ländern immer wieder neue Unterkunft, bis schließlich Rocca di Papa nahe Rom zum Zentralsitz wurde. Im selben Jahr, man schrieb 1904, erhielt der Karmel durch Papst Pius X. die kirchliche Anerkennung. In der Zwischenzeit hatte sich die Gemeinschaft mit zahlreichen Klöstern in ganz Europa ausgebreitet, ab 1912 auch in Amerika.
Die Stifterin des Karmels vom Göttlichen Herzen Jesu starb am 20. September 1938 in Sittard, wohin sie 1920 das Generalat verlegt hatte. Pius XI. hatte 1930 den Karmel der Maria Tauscher endgültig gutgeheißen. Als die Gründerin starb, zählte die Gemeinschaft bereits 58 Klöster und über 1000 Schwestern. Ihre letzte Ruhestätte fand Schwester Maria-Theresia Tauscher auf dem Friedhof des Mutterhauses der Karmeliterinnen DCJ in Sittard.
Der Seligsprechungsprozess wurde am 2. Februar 1953 eingeleitet.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag