30.05.2018

Tagesheilige 30. Mai – Hl. Ferdinand von León und Kastilien




Hl. Ferdinand von León und Kastilien
König
Geboren: 1199 in Spanien
Gestorben: 30. Mai 1252 in Sevilla, Spanien
Patron der Gefangenen; der Armen

Ferdinand, verheiratet mit Beatrix von Schwaben, erbte im Jahr 1217 Kastilien, das Land seiner Mutter, und 1230 León, das des Vaters. Er vereinigte beide Königreiche. In zahlreichen Kämpfen gegen die Mauren eroberte Ferdinand III. in der Folge die Königreiche Córdoba, Sevilla, Jaén und Múrcia zurück. Im Jahr 1221 gründete der König die Kathedrale von Burgos. Die Universität von Salamanca wurde von Ferdinand 1243 erweitert.
Nach seinem Tod am 30. Mai 1252 fand Ferdinand III. in der großen Kirche von Sevilla, heute die Kathedrale Santa Maria, ein riesiger gotischer Kirchenbau, seine letzte Ruhestätte. Die Capilla Real (Königskapelle) in der Kathedrale gilt als besondere Sehenswürdigkeit: Zu sehen sind hier die Grabmäler von Beatrix und ihrem und Ferdinands Sohn Alphons X., und am Fuß des Altares ruhen die (unversehrten) Reliquien Ferdinands in einem vergoldeten Silberschrein.

Verehrung /Brauchtum: Auf dem Hauptaltar in der Capilla Real in der Kathedrale von Sevilla thront in Schleiern und in der Tracht des 13. Jh. die „Virgen de los Reyes“, die Schutzpatronin von Sevilla. Sie soll ein Geschenk gewesen sein von Ludwig IX. (dem Heiligen) von Frankreich an seinen Vetter Ferdinand III.; es heißt, Ferdinand habe die romanische Figur immer im Kampf mit sich geführt.
Virgen de los Reyes in Sevilla

Auch die „Virgen de las Batallas“, eine Elfenbeinfigur in der Krypta der Kathedrale (14. Jh.), soll Ferdinand III. als Glücksbringer bei sich gehabt haben.

Die Rückeroberung von Sevilla
Darstellung: Ferdinand III. ist immer als König dargestellt; bei sich hat er Schwert, Weltkugel, Kreuz, Kreuzfahne oder Schlüssel. Meist trägt er ein Kreuz auf der Brust. Manchmal sieht man ihn auch als Drachentöter oder gegen die Mauren kämpfend. Darstellungen: mit Weltkugel und Schwert in einer Skulptur von Roldan (16. Jh.) in der Kathedrale von Sevilla; bekleidet mit einem Pelz, kniend im Gebet, auf einem Tafelbild von Murillo (17. Jh.) im Prado zu Madrid; als Drachentöter auf eine Glasgemälde (16. Jh.) in der Kirche Ste-Catherine im belgischen Hoogstraten. Die älteste Darstellung von Ferdinand III. dürfte wohl eine Steinskulptur in der Kathedrale von Burgos sein (13. Jh.).

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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