21.06.2017

Tagesheilige 21. Juni - Hl. Aloisius von Gonzaga



Hl. Aloisius von Gonzaga

Mönch SJ
Geboren 9. März 1568 in Castiglione bei Mantua, Italien
Gestorben: 21. Juni 1591 in Rom, Italien
Patron von Mantua; der Jugend; der Studierenden; bei der Berufswahl;
gegen die Pest; gegen Augenleiden

In einer großen Lapislazuli-Urne unter dem Altar der prächtigen Barockkirche S. Ignazio in Rom werden die Reliquien des heiligen Aloisius von Gonzaga aufbewahrt. Der Patron der Jugend und der Studierenden hat in jenem Gotteshaus seine letzte Ruhestätte gefunden, das zu Ehren des 1556 verstorbenen Gründers des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola, erbaut worden war und dessen Namen es bis heute trägt. Das Haupt von Aloisius befindet sich in der Aloisius-Basilika in Castiglione.
Aloisius kam am 9. März 1568 als Sohn des Grafen Ferdinand von Gonzaga auf dem Familienschloss Castiglione bei Mantua in Oberitalien zur Welt. Der Vater wollte aus dem Jungen eine Krieger machen, die Mutter erzog ihn zu Frömmigkeit und Gottesfurcht. Im Alter von zehn Jahren legte Aloisius, inzwischen Page am Hof von Florenz, das Gelübde der ewigen Keuschheit ab. Stark beeindruckt von der Persönlichkeit des Kardinals Karl Borromäus von Mailand, von dem Aloisius zwölfjährig die Erste Heilige Kommunion empfangen hatte, reifte in dem Jungen der Entschluss, seine Besitzansprüche als Erstgeborener an seinen Bruder Rudolf abzutreten, auf jegliches Erbe zu verzichten und nur Gott zu dienen.
Aloisius empfängt die Erste Heilige Kommunion
vom Kardinal Karl Borromäus
Gegen den anfänglichen Widerstand seines Vaters trat der 17 Jahre alte Aloisius von Gonzaga am 21. November 1585 in Rom als Novize der Gesellschaft Jesu, dem Jesuitenorden, bei. Nach zwei Jahren legte er seine Gelübde ab. Sein ganzes Leben widmete der junge Mann von nun an der Pflege Schwerkranker sowie theologischen Studien. Während einer schweren Pestepidemie in Rom kümmerte sich Aloisius um die erkrankten, spendete Trost und bemühte sich um würdevolle Beisetzung der Verstorbenen.
Bei der Pflege der Seuchenkranken steckte er sich schließlich selbst an und starb am 21. Juni 1591 in Rom, in der Stadt, in der er immer hatte sterben wollen.
Bei seinem Tod war Aloisius erst 23 Jahre alt. Er hinterließ Briefe und Schriften, die besonders für die Jugend beispielhaft waren. In dem an die römische Kirche S. Ignazio angrenzenden Jesuitenkolleg kann bis zum heutigen Tag das Zimmer  des Ordensmannes besichtigt werden, der zu den großen Hoffnungen der Gesellschaft Jesu gezählt hatte. Seine Heiligsprechung erfolgte 1726.

Darstellung: Aloisius ist als Jesuit in Soutane und mit Rochett dargestellt, manchmal auch als Page. Als Attribute hat er Lilie, Kreuz, Totenkopf und Rosenkranz bei sich. Ein Deckenbild in der Heilig-Kreuz-Kirche in Landsberg zeigt Gonzaga im Fürstengewand, den Fürstenhut zu Füßen (1754).  Auch mit anderen Heiligen des Jesuitenordens Aloisius Gonzaga öfters abgebildet, so mit Ignatius von Loyola (Gemälde von Cignarola im Museum in Vivenza) oder mit Franz Regis und Franz Borgia in der Kirche S. Maria della Pietá in Bologna (Graziani).

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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