27.04.2017

Tagesheilige 27. April - Hl. Petrus Kanisius



Hl. Petrus Kanisius

Mönch, Priester, Kirchenlehrer SJ
Geboren: 8. Mai 1521 in Nimwegen, Niederlande
Gestorben: 21 Dezember 1597 in Fribourg, Schweiz
Patron der Bistümer Innsbruck und Beixen;
der katholischen Schulorganisation in Deutschland (seit 1921)

Die Heiligsprechung vom Petrus Kanisius und seine Ernennung zum Kirchenlehrer erfolgten am selben Tag, am 21. Mai 1925, durch Papst Pius XI. „Zweiter Apostel Deutschlands nach Bonifatius“ hatte einige Jahre zuvor Papst Leo XIII. den großen Prediger, Schriftsteller und und Erneuerer der katholischen Kirche in Deutschland genannt. Der Sohn des Bürgermeisters von Nimwegen im damals zum deutschen Reich gehörendem Herzogtum Geldern war der erste Deutsche gewesen, der dem Jesuitenorden beitrat (1543). Die erste Niederlassung der Gesellschaft Jesu in Köln wurde von ihm mitbegründet und aufgebaut. Der Orden des Ignatius von Loyola wurde für Petrus Kanisius zum Mittelpunkt seines Lebens, hier fand der gelehrte Philosophie-Doktor Wissenschaft und apostolische Tätigkeit harmonisch vereint.
Unermüdlich wirkte Petrus Kanisius nach dem Ablegen der Profess im Jahr 1549 – als achter Jesuit überhaupt – für den Erhalt und die Erneuerung des katholischen Glaubens. Er predigte und wirkte seelsorgerisch außer in Deutschland auch in der Schweiz und Österreich und in Böhmen. Er war päpstliche Theologe beim Konzil in Trient, Universitätsrektor und Theologieprofessor in Ingolstadt. Domprediger in Wien, lehrte in Messina auf Sizilien, wirkte in Augsburg, Prag, München und Innsbruck. Dreimal wurde ihm die Bischofswürde von Wien angetragen, dreimal lehnte er ab, um seinen Weg, den er sich selbst vorgegeben hatte, weiter gehen zu können.
Petrus Kanisius, der den Jesuitenorden weiter ausbaute und ihm neue Impulse gab, war der Kirchenpolitiker seiner Zeit schlechthin. Es gab keinen führenden Katholiken, mit dem er nicht in Verbindung stand. An allen großen kirchenpolitischen Verhandlungen und Entscheidungen war der angesehene Theologe maßgeblich beteiligt. Die Päpste achteten und schätzten ihn, sein Orden hatte in ihm einen der teuersten Miitbrüder überhaupt. Berühmt wurden die Schriften und Bücher von Petrus Kanisius. Das bekannteste Werk ist der dreifache Katechismus (Canisi), der allein bis zum Tod von Kanisius 200 Auflagen erlebte. Dabei handelt es sich um je einen Katechismus für Kinder, Mittelschüler und Studenten.
Nach Auseinandersetzungen mit Paul Hoffaeus, seinen Nachfolger  als Ordensprovinzial, wurde Petrus Kanisius 1580 nach Fribourg in der Schweiz versetzt, wo er das heutige St. Michael-Kolleg gründete. Im alter von 76 Jahren starb er hier am 21. Dezember 1597 und wurde unter dem Hochaltar der Kirche St. Michael beigesetzt.


Darstellung:   Auf Darstellungen wird Petrus Kanisius in Jesuitentracht abgebildet, seine Attribute sind Schädel, Kruzifix, Katechismus oder/und Feder. Bei Statuen sieht man Petrus Kanisius oft sitzend, den Katechismus erklärend. Verschiedene Darstellungen sind in der Jesuitenkirche St. Michael im schweizerischen Fribourg, dem Begräbnisort von Petrus, zu sehen.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler - Pattloch-Verlag

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