07.03.2017

Tagesheilige - 7. März: Hhll. Perpetua und Felicitas


Perpetua und Felicitas

Märtyrerinnen
Geboren: 2. Jh. in Karthago (?), Tunesiem
Gestorben: 7. März 202 (203?) in Karthago
Martyrium: Die heilige Perpetua wird mit ihren Gefährten Felicitas, Revocatus, Saturninus und Saturus erdolcht, weil sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Bild: Wikimedia 
Die Leidensgeschichte der Märtyrerinnen Perpetua und Felicitas gehört zu den ergreifendsten, wichtiger aber noch, zu den wertvollsten der katholischen Kirche überhaupt. Perpetua und Felicitas sind nach Petrus und Paulus die ältesten Blutzeugen, deren Todeszeit bekannt ist und deren Martyrium von einem Augenzeugen überliefert wurde. Die beiden Märtyrerinnen wurden in den Kanon der römischen Messe aufgenommen.
Felicitas war eine Sklavin, Perpetua stammte aus vornehmen Haus. Beide lebten um das Jahr 200 in  Karthago und waren christliche Katechumenen, das heißt, sie wurden auf den Empfang der Taufe vorbereitet und in der Heiligen Schrift unterwiesen. Kaiser Septimus Severus jedoch hatte den Empfang der Taufe bei Todesstrafe verboten und ließ Perpetua und Felicitas sowie drei weitere  Katechumenen verhaften und in den Kerker werfen. Auf dem Weg dorthin empfingen die Gefangenen doch noch die Taufe, was den Kaiser noch mehr in Wut brachte. Perpetua hatte bei ihrem Gang in den Kerker ihren kleinen Sohn auf dem Arm, Felicitas brachte Tage darauf im Gefängnis unter grauenvollen Verhältnissen ein Kind zur Welt, ein Mädchen. Einer der Mithäftlinge starb schon im Kerker an den erlittene Folterungen.
Am 7. März 202 (oder 203) ordnete Kaiser Septimus Severus in der riesigen Arena von Karthago für den Geburtstag seines Sohnes eine Raubtiervorstellung an, in deren Rahmen die Christen getötet werden sollten. Perpetuas Vater versuchte noch einmal, seine Tochter vom Christentum abzubringen, um sie zu retten. Perpetua und Felicitas aber ergaben sich heroisch in ihr Schicksal, ihr Glaube zu Gott bedeutete ihnen mehr als ihr Leben. Bei lebendigen Leib wurden die beiden jungen Frauen zusammen mit ihren Mitgefangenen den Raubtieren zum Fraß vorgeworfen. Als sie trotz schwerster Verletzungen überlebten, stieß man ihnen einen Dolch in den Hals. Unbekannte bestatteten die Märtyrerinnen, und bald schon wurde über der Grabstätte eine Kirche gebaut. Überreste der Basilika wurden Jahrhunderte später entdeckt.

Die heilige Perpetua wird mit ihren Gefährten
Felicitas, Revocatus, Saturninus und Saturus erdolcht,
weil sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte.
Bild: Wikimedia

Verehrung/Brauchtum: In der Ostkirche wird der beiden Märtyrerinnen am 2. Februar und am 4. März gedacht. In früherer Zeit war die Verehrung für Perpetua und Felicitas vor allem in Afrika sehr groß.

Darstellung: Die beiden Märtyrerinnen sind oft zu sehen, wie sie voneinander Abschied nahmen. Oft sind sie auch mit einer wilden Kuh abgebildet, was auf ihr Martyrium hinweisen soll. Perpetua hat manchmal ein Kind auf dem Schoß.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber Schindler – Pattloch-Verlag

Die Passion der Heiligen Perpetua und Felizitas
siehe HIER

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