02.03.2017

Tagesheilige - 2. März: Hl. Agnes von Böhmen

  

Hl. Agnes von Böhmen

Königstochter, Äbtissin OSCI
Geboren: 1207 (1205, 1211?) in Prag Tschechei
Gestorben 2. März 1282 in Prag

Über 700 Jahre nach ihrem Tod sprach Papst Johannes Paul II. die böhmische Königstochter Heilig.  Die Kanonisierung der Tschechin fand am 2. November 1989 in Rom statt. Der Papst wollte ein Zeichen setzen, als er an die Tugenden von Agnes erinnerte: Demut und freigewählte Armut.
Agnes, die 1207 (möglicherweise auch 1205 oder 1211) als Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. zur Welt gekommen war, wurde schon als kleines Mädchen aus Staatsgründen zweimal verlobt; einmal mit Boleslaus von Schlesien, einmal mit einem Sohn von Stauferkaiser Friedrich II. Die Verbindungen wurden jedoch aus ebenfalls politischen Gründen wieder gelöst, worüber Agnes, die sich dem christlichen und aszetischen Leben verschrieben hatte, sehr glücklich war. Ihre Vorbilder waren längst Franz von Assisi und dessen Gefährtin Klara von Assisi, mit der Agnes eine innige Brieffreundschaft unterhielt.
Als Agnes erneut der Politik geopfert werden und entweder Friedrich II. oder Heinrich II. von England heiraten sollte, bestimmte sie ihr Schicksal selbst: Sie verzichtete 1234 auf ihre Krone und legte als Klarissin die Gelübde ab. Ihr gesamtes Eigentum verwandte sie in der Folge für die Errichtung von Kirchen und zur Unterstützung von Klöstern. Nach ihrem Tod am 2. März 1282 soll es um sie zu vielen Wundern gekommen sein, die aber damals alle zu einer Heiligsprechung nicht ausreichten.


Darstellung: Agnes von Böhmen ist hauptsächlich als Äbtissin mit Krone dargestellt, wie sie Kranke pflegt. Eines der Bekanntesten Beispiele der Kunst für diese Szene: Der Kreuzherren-Altar, seit 1941 in der Nationalgalerie in Prag. Ebenfalls in der Prager Nationalgalerie ist ein Retabel des Großmeisters Puchner zu sehen, das die Szene wiedergibt, wie Agnes dem Großmeister der Kreuzherren ein Kirchenmodell überreicht.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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