23.02.2017

Tagesheilige - 23. Februar: Hl. Willigis von Mainz

Fiktive Darstellung in der Schedelschen Chronik 1493
 mit seinem angeblichen Wappen, dem Mainzer Rad

Hl. Willigis von Mainz

Erzbischof
Geboren: 10. Jh. in Niedersachsen
Gestorben: 23. Februar 1011 in Mainz, Rheinland-Pfalz
Patron der Wagner

In der Mainzer Stiftskirche St. Stephan, die in den letzten Jahren durch die Fenster von Marc Chagall Weltruhm erlangte, werden im Kirchenschatz in einer Silberbüste die Reliquien von Erzbischof Willigis aufbewahrt. Darüber hinaus ist die Kirche im Besitz der überaus kostbaren Willigis-Kasel, dem Messgewand von Willigis aus der Zeit um 1000.
St. Stephan gehört zu den Gotteshäusern,  die Willigis während seiner Amtszeit gründete; daneben waren es in Mainz noch der Martinsdom, der allerdings am Tag der Weihe am 29. August 1009 abbrannte, und St. Viktor.
Willigis, der als einer der bedeutendsten Kirchenmänner in die deutsche Geschichte eingehen sollte, war als Sohn einer armen niedersächsischen Familie zur Welt gekommen.
Die Legende berichtet, sein Vater sei Wagner gewesen, weshalb Willigis auf Abbildungen oft mit einem Rad zu sehen ist. Um das Jahr 970 kam Willigis auf Empfehlung des gerade zum Bischof von Meißen ernannten Volkhold zu König Otto II., dessen Kanzler er 971 wurde. Im Jahr 975  bereits ernannte man ihn zum Erzbischof von Mainz. Weitere markante Daten aus dem Leben von Willigis: 996 führte er den ersten deutschen Papst, Gregor V., in Rom in sein Amt ein; 1002 krönte er Heinrich II. und sein Ehefrau Kunigunde zum deutschen Kaiserpaar; 1007 war er maßgeblich an der Gründung des Bistums Bamberg beteiligt. Neben all der „großen Politik“ schlug das Herz von Willigis aber immer für die Armen: Jeden Tag ließ der Erzbischof 30 Arme speisen.

Darstellung: Auf Abbildungen wird Willigis mit den Attributen eines Bischofs dargestellt, oft auch mit dem Rad, was auf den angeblichen Beruf seines Vaters hinweisen soll. Eine schöne Abbildung gibt es in St. Stephan in Mainz: Der Wandbehang – eine Laachener Arbeit – zeigt Willigis mit der Heiligen Schrift, seinem Lieblingsbuch.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber Schindler – Pattloch-Verlag
Bild: Wikipedia

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