10.02.2017

Tagesheilige - 10. Februar: Hl Scholastica

  
Hl. Scholastica

Nonne OSB
Geboren: um 480 in Norcia, Italien
Gestorben: um 542 in Montecassino, Italien
Patronin der Benediktinerinnen; für Regen; gegen Blitzschlag

Norcia (Nursia) ist ein Abgeschiedener Ort hoch in den umbrischen Bergen. Das einzige, was hier die kleinstädtische Ruhe unterbricht, sind Omnibusse, die Besuchergruppen herauf bringen, Pilger, die den Geburtsort der Scholastica und ihres Bruders, des großen Benedikt, sehen wollen. Die Kirche S. Benedetto  unweit vom Domplatz soll über einem Grundstück erbaut sein, das den Eltern der Zwillinge Benedikt und Scholastica gehört hat.
Scholastica und Benedikt wurden um das Jahr 480 geboren. Früh schon trat Scholastica in das Kloster Roccabotte bei Subiaco, östlich von Rom, ein, Jahre Später dann in ein anderes unweit von Montecassino. Einmal im Jahr traf sich die Nonne mit ihrem Bruder Benedikt, dem Ordensgründer, zu geistlichen Gesprächen in der Nähe von Benedikts Mönchskloster.
Bei dem Treffen im Jahr 542 geschah es, dass Scholastica ihren Bruder bat, doch länger bei ihr zu bleiben und mit ihr über die Freuden des Himmels zu sprechen. Benedikt lehnte ab. Da flehte Scholastica in ihrer Verzweiflung Hott um Hilfe an. Dieser erhörte sie und ließ plötzlich sintflutartige Regen niedergehen, so dass Benedikt gezwungen war zu bleiben. Er verweilte sogar noch drei Tage bei seiner Schwester, die am dritten Tag plötzlich starb. Benedikt soll ihre Seele gesehen haben, wie sie, einer Taube gleich, zum Himmel emporflog.
Benedikt bestattete seine Schwester in einem Grab in Montecassino, das er für sich selber vorgesehen hatte und in dem er nach seinem Tod 547 ebenfalls beigesetzt wurde. Gregor der Große schrieb dazu später einmal: „So konnte auch der Tod die Körper dieser beiden, die im Geist immer in Gott vereint waren, nicht auseinanderbringen.“
Der hl. Benedikt im Gebet mit der hl. Scholastica

Darstellung: Auf Abbildungen ist Scholastica im Äbtissinnengewand zu sehen, im Schwarzen Ordenskleid der Benediktinerinnen. Der Legende entsprechend, ist meist eine Taube bei ihr. Ihren Tod malte der berühmte Luca Giordano; das Bild ist in der Kirche S. Michele in Bologna zu sehen. Fra  Angelico hat sie mit der Taube dargestellt.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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