02.01.2017

Ein geistiges Almosen!


Bei den verschiedenen Gängen, die man zu machen hat, begegnen uns oft verschiedene Menschen, so beim Kirchgang, beim Gang zu manchen Häusern, zum Markte, im Nachbarort, Dorf oder Stadt usw.: sie sind ja alle unsere Brüder und Schwestern, bestimmt und berufen zur ewigen Seligkeit!
Ein materielles Almosen könnte man den meisten nicht geben und ein reicher Mensch würde es auch nicht annehmen; aber ein geistiges Almosen könnte, sollte man jedem spenden. Man betet z. B. Am Morgen:

„Liebster Jesus, wollest segnen – alle, die mir heut begegnen!“

Und damit dieser Wunsch auch Gestalt, Kraft und Leben annimmt, betet man dann für jeden, der einem begegnet, ein frommes „Ave Maria!“ Es ist vielleicht mancher Mensch dabei, dem es sehr not tut. In größeren Orten, Städten, wo einem viele begegnen, könnte man zeitweise für alle ein „Ave Maria“ oder gelegentlich einen Rosenkranz beten.
Unsere Liebe Frau wird die Gnade schon dem zuteilen, der es am nötigsten hat, oder wie es ihr am liebsten ist. Es ist dies eine kleine, leicht Übung für alle, die guten Willens sind.

Ähnlich könnte man es machen für unsere guten Freunde, Bekannten und geistlichen Wohltäter, die uns in Form von guten, christlichen Büchern und Schriften begegnen.
Erhält man eine gute Zeitschrift, Zeitung oder Buch, so begegnen uns geistigerweise der Redakteur und die Verfasser der einzelnen Artikel, auch die Hersteller des Blattes. Es braucht viel Arbeit, bis so ein Blatt fix und fertig zum geistigen Genusse auf dem Tische liegt. Dieser aller könnten wir dankbar gedenken in einem frommen „Ave Maria“!


Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. - Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

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