26.12.2016

Des Christkinds lächeln



In der Kirche Aracoeli in Rom gibt es ein weitberühmtes Jesuskind. In der Weihnachtszeit wallfahrtet das ganze Rom, jung und alt, den Kapitolsberg hinauf zur Kirche, um das Bambino, das Gotteskind, anzuschauen und zu verehren. Man sagt, dieses Jesuskind würde jedem, der es vertrauensvoll anblickt, goldene Himmelsfreude in die Seele streuen. Keiner könne traurig von ihm weggehen, nachdem er ihm ins Angesicht gesehen, auch wenn er eine Zentnerlast von Sorgen die Treppe heraufgeschleppt hätte.

Prozession an der Santa Maria in Aracoeli in Rom, Oswald_Achenbach (1827-1905)

Es ist das nicht nur ein frommer Glaube des römischen Volkes. Ist es nicht in der Tat so, dass keiner ungetröstet das Gotteskind in der Krippe verlässt? Wie sollte nicht die dichteste Nebelwand weichen, wenn aus den Augen des Jesuskindes ein ganzer Himmel von Reinheit und Schönheit, von Güte und Liebe, von Erbarmen und Helferwillen uns entgegenstrahlt! Da kann man verstehen, wie der hl. Franz von Assisi seine schönsten Lieder aus überfrommem Herzen dem Gotteskind in der Krippe zugejubelt hat. Bitten wir das göttliche Krippenkind:

Schenk uns dein Lächeln in der kalten Zeit
Verblendeter Maschinen; der getürmten
Städte, die ohne Freude wachsen! —
Schenk uns dein Lächeln, Kind, dass wir erwarmen,
In deinen Augen wieder Heimat finden ...

Quelle: Alphons Maria Rathgeber, „Kirch und Leben“ – Ein Buch von der Schönheit und Segenskraft der Kirche. Verlag Albert Pröpster, Kempten im Allgäu, 1956.
Bild Bambino: http://www.romaincamper.it/approfondimenti/chiese/aracoeliS.html
Bild Kirche: http://www.sguardosulmedioevo.org/2013/10/basilica-di-santa-maria-in-aracoeli.html 

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