05.11.2016

Tagesheilige – 5. November: HHll. Elisabeth und Zacharias


Zacharias empfängt die Botschaft des Engels

Eltern von Johannes den Täufer
Geboren: vor Christi Geburt – Gestorben: 1. Jh. in Jerusalem(?) 
Elisabeth: Patronin der Brettschneider.

Schon in sehr früher Zeit wurden Elisabeth und Zacharias, die Eltern von Johannes des Täufers, als Heilige verehrt.
Elisabeth, die viele Jahre kein Kind hatte empfangen können und darüber ebenso wie ihr Mann Zacharias seh unglücklich war, brachte doch noch hochbetagt ihren Sohn Johannes zur Welt. Der Erzengel Gabriel hatte den ungläubigen Eltern die Geburt vorausgesagt. Johannes der Täufer kam ein halbes Jahr vor Jesus zur Welt und wird als „Vorläufer des Messias“ bezeichnet. Er sollte die Menschen auf das kommen des Sohnes Gottes vorbereiten. Maria, die also zur selben Zeit wie Elisabeth ein Kind, nämlich Jesus, unter dem Herzen trug, kam einmal zu Besuch zu Elisabeth, mit der sie verwandt war. Die Worte, mit denen Elisabeth die junge Maria begrüßte, sind bis heute Teil des Ave Maria: „Du bist gesegnet unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“
Als Johannes geboren war, verkündete sein Vater Zacharias den erstaunten Menschen, die das Wunder der späten Geburt im Hause von Elisabeth und ihrem Ehemann nicht glauben konnten, folgende Worte: „Gepriesen sei der Herr, Gott Israels, denn er hat sein Volk heimgesucht und seine Erlösung bewirkt … Und du, Kind, wirst der Prophet des Allerhöchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Herrn hergehen, um seine Wege zu bereiten,“ Noch verstanden die Menschen an jenem Tag nicht, was Zacharias ihnen sagen wollte.
Wie lange Elisabeth und Zacharias den Lebensweg ihres Johannes noch begleiteten, ist nicht überliefert. Über den Tod von Elisabeth gibt es keine Nachrichten, über Zacharias erzählt eine Schrift aus dem 3. Jh., dass er im Tempel von Jerusalem ermordet worden sei.
Verehrung/Brauchtum: In der Lateranbasilika in Rom, wo sich Teile des Hauptes von Zacharias befinden, wird der Gedenktag von Zacharias am 6. November begangen. In der Ostkirche gedenkt man Zacharias am 11. Februar, an dem Tag, an welchem seine Reliquien aufgefunden wurden; sie gelangten im Jahr 415 nach Konstantinopel. An einem 28. Oktober feierte man dort die Einweihung einer Zacharias-Kirche.
Elisabeth und Zacharias begegnen sich
 an der Goldenen Pforte des Tempels
Darstellung: Elisabeth und Zacharias wurden oft gemeinsam, häufig aber auch allein dargestellt. Als Priester mit Weihrauchfass ist Zacharias bei einer Statue aus dem 13. Jh. im Meißner Dom zu sehen. Elisabeth und Zacharias zusammen zeigt eine Tafel von Hans von Kulmbach (1510) in der alten Pinakothek in München. Eine Statue am Altar im oberösterreichischen Pfarrkirchen stellt Elisabeth mit Johannes und einem Lamm zu Füßen (1747) dar. Auch auf der berühmten Pala d'Oro im Markusdom in Venedig (um 1100) ist Elisabeth zu sehen. In der Kirche in Neustift bei Freising ist Zacharias in einer Altarfigur von Ignaz Günther (um 1766) eine Schrifttafel beigegeben.


Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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