04.11.2016

Tagesheilige - 4. Novemmber: HHll. Vitalis und Agricola

Reliquienschrein in der Krypta des St. Peter Domes in Bologna
Foto L.R.

Märtyrer – Geboren: 3. Jh.(?) in Italien(?) - Gestorben: um 300 in Bologna(?), Italien

Eine der interessantesten Kirchen Bolognas, die aus mehreren einzelnen Gotteshäusern entstandene Kirche S. Stefano, birgt die Grabstätten der Märtyrer Vitalis und Agricola. Die Gräber befinden sich in der rechten und der linken Seitenapsis der Teilkirche Ss. Vitale e Agricola. Hinter dem Hochaltar stehen zwei antike Sarkophage, die möglicherweise den Märtyrern zugeordnet werden können. Wann Vitalis und Agricola, möglicherweise Adliger (Agricola) und Diener, den Martertod erlitten haben, kann nicht genau festgelegt werden. Eine der zahlreichen Legenden legt das Martyrium in die Zeit von Kaiser Diokletian (um 300). Sicher ist aber, dass der Mailänder Bischof Ambrosius um das Jahr 380 die Gebeine der Märtyrer feierlich erhob und sich die Verehrung für beide bald in zahlreichen Ländern außerhalb Italiens ausbreitete.
Die Kirche Ss. Vitale e Agricola in Bologna stammt in ihrer Urform bereits aus dem 5. Jh. Auch in Ravenna agb es schon um 6. Jh. ein Gotteshaus, das Vitalis geweiht war: die berühmte Basilika S. Vitale, die bis heute zu den schönsten und außergewöhnlichsten Kirchenbauten Italiens gehört. Die Kirche war der erste Zentralkuppelbau des ganzen Abendlandes und wurde zum Vorbild für die Palastkapelle von Karl dem Großen in Aachen.
Martyrium des Agricola, Fresco zu Bologna (16. Jh.)
Darstellung: Auf Abbildungen sind die Märtyrer Vitalis und Agricola manchmal als Edelmänner, häufig aber auch in Tunikakleidung dargestellt. Auf einem Glasfenster (15. Jh.)  in der Kirche S. Petronio in Bologna hält Vitalis ein Schwert und eine Palme, Agricola ein Beil.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag









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