23.08.2016

Durch Kreuz zum Licht




„Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ 

Du kennst dieses Mahnwort des göttlichen Heilandes.
Du musst tragen das Kreuz der Arbeit und Mühe. Der Heiland trug es 33 Jahre. Er zog durch Palästina, unablässig und unermüdlich als Prediger des Volkes, als Helfer der Armen und Bedrängsten. Du wirst gleich deinem Heilande die Arbeiten deines Berufes und Amtes erfüllen müssen, um ihm nachzufolgen.

Und das Kreuz der Versuchung?  Auch der Gottmensch, dem die Versuchung nichts anhaben konnte, hat sie gleichwohl an sich herankommen lassen. Du weißt, nachdem er vierzig Tage gebetet und gefastet. Gebet und Abtötung sind die Mittel, dieses Kreuz mit Erfolg zu tragen, wie des Heilandes Beispiel dich lehren will.

Du musst auf dich nehmen das Kreuz des Leidens. Wahrhaftig, der Heiland hat es dir vorgetragen bis zu seinem qualvollen Tode. Der Prophet hat ihn nicht vergebens einen „Mann der Schmerzen“ genannt. Über Golgotha, wo er gelitten, zum Ölberg, wo er zu seinem Vater in den Himmel auffuhr. —  Diesen Weg folge deinem Herrn und Meister nach. Dann kommst du mit ihm zu Vereinigung mit Gott.

Du bist in seiner Nähe, wenn du am Kreuze schwebst,
Du gehst auf seinen Spuren, wenn du in Ängsten bebst.

Bepflanzt mit Dorn und Disteln war des Erlösers Lauf,
Erst nach dem Kreuzestode ging ihm die Sonne auf.

Musst du viel Kummer tragen, verfolgt dich Haß, Schmach,
So trag in Dank und Liebe dein Kreuz den Heiland nach.

„Das Verdienst der Kreuze besteht nicht in ihrem Gewichte, sondern in der Weise, wie man sie trägt.“ (Hl. Franz von Sales)



Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. - Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ - DVCK e. V., Frankfurt am Main

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