10.11.2015

Unsere Weihe an Maria

„Unseren Leib mit allen seinen Sinnen und Gliedern“

Wenn wir der Muttergottes unseren Leib mit allen seinen Sinnen und Gliedern schenken, müssen wir ihn nach ihren Willen behandeln und nicht als ein Werkzeug der Sünde gebrauchen.

Also, als erstes kommt die Reinheit. Es ergibt keinen Sinn zu sagen, unser Leib gehört ihr, wir aber gerade das Gegenteil tun, von dem, was sie will. Es wäre, als wenn man jemanden eine Münze gibt und sie dann wieder zurück fordert, um etwas für den Eigengebrauch zu kaufen. Das ist Diebstahl an dem, der beschenkt wurde.

Zweitens, man muss sich von gewissen Haltungen und Benehmen distanzieren, die einem würdigen Gebrauch des eigenen Leibes widersprechen, also ihn nicht im nackten oder halbnackten Zustand zur Schau stellen. Dies entspricht nicht dem Respekt, den man sich selber entgegenbringen sollte und der Würde eines Leibes, der sich der Muttergottes hingegeben hat. Außerdem muss man Kleidung tragen, die mit den Leitlinien der katholischen Sittenlehre am nächsten übereinstimmt.

Drittens muss der Leib auch ein Werkzeug sein, das für Maria, im Sinne des Apostolats, eingesetzt wird. Man muss, falls es notwendig ist, bereit sein, alle Gefahren und Erschöpfungen auf sich zu nehmen, damit ihr gedient wird. Man muss bereit sein, wenn es Maria so will, die Hässlichkeit der Schönheit vorzuziehen, die Krankheit der Gesundheit, die Verstümmelung der Unversehrtheit und sogar Krankheiten anzunehmen, um für die katholische Kirche zu sühnen.

Es ist klar, dass man keine unklugen Opfer bringen soll, aber die seelische Bereitschaft hervorbringen, die sie bei der Verkündigung sprach: „Ecce ancilla Domini, fiat mihi secundum verbum tuum“ (Lk. 1, 38). „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“.

Die Weihe zu Muttergottes nach der Methode des hl. Ludwig ist an sich sehr ernst und erhaben. Niemand sollte sie vollziehen, ohne über alle Konsequenzen, die sie mit sich bringt, nachzudenken. Und sie ist äußerst erhaben, weil sie äußerst ernst ist. Was nicht sehr ernst ist, ist auch nicht bewundernswert.

Quelle: Wahre Andacht zur Muttergottes – Ein Licht in den Wirren unserer Zeit . Plinio Corrêa de  Oliveira – Hersg.: Verein Österreichische Jugend CGDR, Wien



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