11.01.2012

Jahr des Glaubens: Besondere Hingabe an Maria


Anläßlich des von Papst Benedikt XVI. angekündigten „Jahr des Glaubens“, hat die Glaubenskongregation am 6. Januar 2012 eine „Note mit pastoralen Hinweisen zum Jahr des Glaubens“ veröffentlicht. In dieser wird der Marienfrömmigkeit eine besondere Rolle zugemessen:

„Im Lauf dieses Jahres sollen die Gläubigen dazu eingeladen werden, sich mit besonderer Hingabe an Maria, das Urbild der Kirche, zu wenden, denn sie „vereinigt (…) die größten Glaubensgeheimnisse in sich und strahlt sie wider“. Daher ist jede Initiative zu begrüßen, die den Gläubigen hilft, die besondere Rolle Marias im Geheimnis der Erlösung zu begreifen, sie kindlich zu lieben und ihr im Glauben und in den Tugenden zu folgen. Zu diesem Zweck eignen sich besonders Pilgerfahrten, Gottesdienste und Begegnungen an den größeren Heiligtümern."

Am 11. Oktober 2011 hatte Papst Benedikt XVI. im Apostolischen Schreiben „Porta Fidei“ ein „Jahr des Glaubens“ angekündigt, der vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November 2012 stattfinden soll. Dieses Jahr soll von den Gläubigen zu Anlaß genommen werden, den katholischen Glauben zu vertiefen. Selbstverständlich darf dann die besondere Verehrung der Muttergottes nicht fehlen.

In „Porta Fidei“ geht Papst Benedikt XVI. ausführlich auf die außerordentliche Rolle der Muttergottes im Erlösungswerk Gottes ein:

„Aufgrund des Glaubens nahm Maria das Wort des Engels an und glaubte der Botschaft, daß sie im Gehorsam ihrer Hingabe die Mutter Gottes werden sollte (vgl. Lk 1,38). Als sie Elisabeth besuchte, stimmte sie ihren Lobgesang auf den Allerhöchsten an für die Wunder, die er bei denen vollbrachte, die sich ihm anvertrauen (vgl. Lk 1,46-55). Mit Freude und Bangen gebar sie ihren einzigen Sohn und bewahrte unversehrt ihre Jungfräulichkeit (vgl. Lk 2,6-7). Im Vertrauen auf Josef, ihren Bräutigam, brachte sie Jesus nach Ägypten, um ihn vor der Verfolgung des Herodes zu retten (vgl. Mt 2,13-15). Mit demselben Glauben folgte sie dem Herrn während seiner Verkündigung und blieb bei ihm bis zum Kalvarienberg (vgl. Joh 19,25-27). Im Glauben kostete Maria die Früchte der Auferstehung Jesu, und indem sie alle Erinnerungen in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2, 19.51), gab sie diese an die Zwölf weiter, die mit ihr im Abendmahlssaal versammelt waren, um den Heiligen Geist zu empfangen (vgl. Apg 1,14; 2,1-4).“

Das Dokument der Glaubenskongregation gibt pastorale Richtlinien für das „Jahr des Glaubens“ vor. So wird etwa empfohlen, in das „Heilige Land“ zu pilgern, „weil dieses Land zuerst die Gegenwart Jesu, des Erlösers, und seiner Mutter Maria gekannt hat.“ Ebenso werden die Gläubigen zu Pilgerfahrten nach Rom, zum Stuhl Petri, ermuntert.

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